|
24.07.2010
Es hakt im Spiel nach vorn
|
Doch dass war's dann zumindest vonseiten der "Roten" schon mit dem Überraschungsmoment.
Mit 0:2 (0:0) unterlag das Team von Mirko Slomka den Gästen in Bad Radkersburg. Und das war auch deshalb nicht überraschend, weil der Coach schon am Mittag gesagt hatte: "Wir haben toll gearbeitet, aber die Jungs sind echt am Limit." Es gab trotz des Ergebnisses durchaus Positives, auf das die 96er schauen konnten. Und das fing schon mit dem 96-Schlussmann an. Torwart Nummer 3, Ron-Robert Zieler, machte seinen Job im ersten Spiel für 96 sehr ordentlich. Bei zwei gut getretenen Ecken zeigte er, dass er den Bereich vor dem Tor beherrscht, außerdem blieb er in einer Eins-gegen-eins-Situation gegen den allein heranstürmenden James Troisi souveräner Sieger. An den Gegentreffern in der 50. und 64. Minute trifft ihn keine Schuld.
Die Kayserispor-Führung war ein von Andre Moritz verwandelter Strafstoß (Sofian Chahed hatte Troisi gefoult), beim 0:2 wurde die Abwehr mit einem Heber überlistet, den der eingewechselte Abdulkadir Oygen frei vor dem Tor verwertete. Positiv fielen bei den 96ern immerhin in einigen Szenen Didier Ya Konan und Emanuel Pogatetz auf, der ebenso wie Manuel Schmiedebach die 90 Minuten durchspielte. In der Spielentwicklung nach vorn gab es indes vor allem in der 2. Halbzeit gar nichts zu loben.
"Da waren wir chancenlos, das war schon enttäuschend", sagte Slomka. Testspieler Elis Bakaj, im 1. Durchgang als Spielgestalter im offensiven Mittelfeld eingesetzt, blieb wieder blass. Slomka: "Er ist nicht der Spieler, bei dem ich jetzt sage: wow!" Das klang schon sehr nach einem abschließenden Urteil.
Hannover 96: Zieler – Avevor (46. Chahed/77. Avevor), Haggui (46. Eggimann), Pogatetz, Rausch (46. Schulz) - Schmiedebach, Evseev (46. Ernst) – Ya Konann (46. Rama), Bakaj (46. Stindl), Djakpa (46. Stoppelkamp) – Forssell (46. Hanke).


















