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27.07.2010
Slomka: Ein schöner Abschluss
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Das Tor des Tages erzielte Didier Ya Konan per Foulelfmeter in der 89. Minute. Vor allem in der Anpfangsphase hatte das Team von Thomas Doll, früher Coach bei Borussia Dortmund und dem Hamburger SV, sehr tief gestanden und den "Roten" Räume überlassen, die diese zu nutzen versuchten.
Dreh- und Angelpunkt des 96-Spiels war in der Phase praktisch immer Jan Schlaudraff – wie er es schon zuvor in vielen Trainingseinheiten angedeutet hatte. Schlaudraffs beste Aktionen: Mit einer Freistoßvariante brachte er Constant Djakpa in eine gute Schussposition, doch dieser schlug nur ein Luftloch. Den daraus resultierenden Konter des Teams unterbrach wiederum Schlaudraff, der den ballführenden Türken verfolgte und den Ball an der Mittellinie sauber abgrätschte. Mit einem weiteren Freistoß verfehlte Schlaudraff das Tor von Serdar Kulbilge knapp (35.).
Insgesamt spielte Hannover 96 im 1. Durchgang und auch nach den Halbzeitwechseln – Avevor für Haggui, Chahed für Cherundolo, Evseev für Schmiedebach – zwar nicht dominant, aber erheblich flüssiger und schlüssiger als zuvor in den Partien gegen Roter Stern Belgrad und Kayserispor.
Während die Türken in der 1. Halbzeit keinen gezielten Schuss aufs 96-Tor von Markus Miller abgaben und die gesamte Abwehr kaum einem Stresstest unterzogen, fehlte allerdings auch den 96ern die entscheidende Durchsetzungsfähigkeit vor dem Tor von Genclerbirligi. Mikael Forssell fehlte etwas die Bindung zum Spiel, einmal wurde er wohl zu Unrecht wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen – und in der 55. Minute beendete Torwart Miller den Einsatz des Finnen, den er beim Versuch eine Ecke zu klären mit der Faust am Kopf traf. Dabei zog sich Forssell eine Platzwunde zu, die mit fünf Stichen genäht wurde.
Der für Forssell eingewechselte Moritz Stoppelkamp sorgte für eine weitere Belebung der 96-Vorstöße, bei denen er meistens nach einer Umstellung ins 4-4-2-System über die rechte Flanke kam, während Didier Ya Konan und Schlaudraff in die Spitze gingen. Spannend wurde es dann zum Schluss allerdings vor noch einmal. Erst ließ sich Stoppelkamp, der einige harte Tacklings hatte einstecken müssen, auf eine Schubserei mit dem eingewechselten Murat Kalkan ein, die aber zum Glück von Trainer Mirko Slomka geschlichtet wurde.
Am Schluss- und Höhepunkt war dann wieder Schlaudraff maßgeblich beteiligt: Wohl mit letzter Kraft sprintete er einem Steilpass hinterher und provozierte Torhüter Kulbilge zum Foul im Strafraum. Ya Konan verwandelte den Strafstoß ohne mit der Wimper zu zucken rechts halb hoch.
Slomka war "froh, hier mit einem Sieg abzureisen. Ein 0:0 wäre sicherlich nach dem intensiven Spiel auch okay gewesen. Aber so ist es noch schöner." Die "Roten" trainieren heute Vormittag noch einmal und fliegen dann am Nachmittag zurück nach Hannover. Die nächsten beiden Tage sind trainingsfrei.
Hannover 96: Miller – Cherundolo (46. Chahed), Haggui (46. Avevor), Pogatetz, Schulz – Schmiedebach (46. Evseev), Stindl – Ya Konan, Schlaudraff, Djakpa (65. Rausch) – Forssell (55. Stoppelkamp).


















