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29.07.2010
Gipfel in Etappen
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Gestern Vormittag war es wieder mal so weit: Der Klubchef saß mit Sportdirektor Schmadtke zusammen – die Unterredung mit dem Trainer indes steht noch aus. Von Alarmstimmung könne jedoch keine Rede sein, sagte Kind. Schmadtke meinte, es habe sich um ein „turnusmäßiges Gespräch“ gehandelt; alles sei „im grünen Bereich“ nach dem vor zwei Tagen beendeten Trainingslager in Österreich.
Die dort erkennbaren Hinweise darauf, dass es zwischen Slomka und Schmadtke knirscht, kommentierte Kind gestern mit den Worten: „Die Zusammenarbeit ist entwicklungsfähig.“ Immerhin reden Trainer und Sportdirektor so viel miteinander, dass sie sich, wie Kind sagte, auf „ein paar Namen“ verständigt haben, mit denen der 96-Bundesligakader zur neuen Saison noch aufgepeppt werden soll.
Schmadtke ist seitdem am Rotieren, um zumindest für zwei Positionen – die des Spielgestalters und eines Stürmers – die erhofften Verstärkungen an Land zu ziehen. Dabei gelte weiterhin „die Linie der wirtschaftlichen Vernunft“, sagte Kind. Was im Klartext bedeutet: Der Klub kann auf dem Transfermarkt keine großen Sprünge machen.
Es sei „unvertretbar und ein Fehler“ gewesen, dass vor nicht allzu langer Zeit binnen eineinhalb Jahren 22 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben worden seien, sagte Kind. Das belaste die Bilanz noch bis Mitte 2011 mit jährlich rund sieben Millionen Euro – mehr, als der Klub einnimmt. Erst dann ist 96 nach den Angaben des Klubchefs wirtschaftlich wieder voll handlungsfähig.
Auch mit der Folge, dass sich der Verlust laut Kind zuletzt auf fast sechs Millionen Euro summiert hat. Und dass man es vorerst „akzeptieren muss, dass – in Bezug auf die Ablöse – keine teuren Spieler verpflichtet werden können“, wie der 96-Chef sagte. So muss der hannoversche Klub in diesen Tagen und Wochen auf Verhandlungsgeschick und die Karte Glück setzen.
Immerhin ist er auf dem Transfermarkt nicht mausetot. Kind sieht da schon noch gewissen Spielraum – solange Entscheidungen nicht wieder aus dem Bauch heraus getroffen werden. Und er verspricht: „Absteigen werden wir nicht.“


















