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27.01.2012

Bann gebrochen: 96 besiegt Nürnberg

Die Zeichen haben sich umgekehrt! Dank des 1:0 (1:0)-Erfolgs über den 1. FC Nürnberg ist Hannover 96 nun sechs Spiele in Folge ungeschlagen. Den goldenen Treffer erzielte "Moa" Abdellaoue!

 

 

"Pinte" und "Schlaufi" kehren zurück
Die Roten durften sich über die Rückkehr zweier Leistungsträger freuen. Die wieder genesenen Pinto und Schlaudraff rückten gegenüber dem torlosen Remis von Hoffenheim für Royer und Stoppelkamp in die Startelf. Bei den Clubberern ersetzte Feulner Pekhart und übernahm den Part rechts in der Viererkette. Esswein stürmte neben Eigler.

"Moa" als eiskalter Vollstrecker
Nachdem die Gäste durch Cohen (1.) und Eigler (8.) zweimal ein frühes Offensivzeichen setzen konnten, übernahmen die 96er schnell die Initiative im eigenen Stadion. Nach sieben Minuten verpasste Abdellaoue die Großchance zur Führung, als er das Leder nach Schmiedebach-Linksecke aus kurzer Distanz etwas überrascht über die Querlatte chipte. Wenig später musste FCN-Keeper Schäfer all sein Können aufbieten, um Pintos 30-Meter-Fernschuss um den rechten Pfosten zu drehen (9.). Die Überlegenheit der Niedersachsen war deutlich und wurde durch den toll herausgespielten Führungstreffer gekrönt: Pinto öffnete das Spiel mit einem Flügelwechsel und Stindl flankte präzise von rechts an den Fünfer. Da zeigte 96-Goalgetter "Moa" Abdellaoue all seine Klasse, als er das Spielgerät volley mit links in die Maschen beförderte – sowohl Wollscheid als auch Maroh kamen beim zehnten Saisontreffer des Norwegers zu spät.

Wieder zugeschlagen: Technisch perfekt erzielte "Moa" Abdellaoue sein zehntes Saisontor

Auch nach dem Treffer blieben die Roten das Spiel bestimmende und reifere Team. Die Franken agierten nach vorne harmlos, die 96-Abwehrreihe stand souverän. Gleichzeitig setzte die Slomka-Elf auch immer wieder offensive Nadelstiche, so durch Eggimanns Kopfball (28.) und Pintos Fernversuch (29.). Richtig gefährlich wurde es dann noch einmal kurz vor der Pause, als Schlaudraff herrlich mit Schmiedebach Doppelpass spielte, um dann letztlich aus spitzem Winkel an Schäfers Fuß zu scheitern (42.).

Führung mit Glück und Geschick verteidigt
Besser aus der Kabine kamen dann aber die Nürnberger – jetzt mit Pekhart als neuer Offensivkraft. Zwar sorgte Pogatetz nach einem Standard per Kopfball noch einmal ansatzweise für Gefahr vorm Gästetor, dann aber befreite sich die Hecking-Truppe aber immer mehr. Eigler zielte über den Kasten (53.), dann verhinderte Zielers Superreflex gegen Pekharts Flugkopfball den möglichen Ausgleich (55.). 96 verlegte sich jetzt verstärkt aufs Kontern, ohne die Gegenangriffe jedoch konsequent zu Ende zu spielen. So rochen die FCN-Spieler ihre Chance, die 96er hatten ihre Souveranität des ersten Durchgangs irgendwo verloren. Mit Glück und Geschick verteidigte Hannover aber die knappe Führung, wirkliche Großchancen des Clubs gab es zunächst nicht mehr. In der Schlussphase wurde es dann aber noch einmal brenzlig für 96. Zunächst landete Didavis Freistoß knapp über der Querstange (83.), dann verhinderte er selbst den möglichen Last Minute-Ausgleich. Hlousek hatte einen Freistoß in den Sechzehner geschlagen und Hegeler das Leder verlängert. Von Didavi sprang die Kunststoffkugel dann aber um Zentimeter am rechten Aluminium vorbei (88.).


Freude auch bei 96-Captain Steven Cherundolo: Endlich ein Dreier!

Erleichterung über den Dreier
Erleichterung und Durchatmen in Hannover: Nach acht Spielen ohne Dreier gelang den Roten endlich der Befreiungsschlag. Mit einem Arbeitssieg wurde der Club aus Nürnberg nicht unverdient in die Schranken gewiesen, die Slomka-Elf bleibt damit am oberen Tabellendrittel dran. Nach dem Heimerfolg dreht sich die Statistik zu Gunsten von 96: Sechs Spiele in Folge ist Hannover nun ohne Niederlage – und auch der Heimnimbus bleibt bestehen. Zudem gibt es eine statistische Besonderheit zu beachten: Mit einer Überzahl an Ballbesitz (54%) gelang es den Roten bislang noch nie, einen Dreier einzufahren – diese kuriose Serie ist nun durchbrochen.
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STATISTIK

Hannover 96: Zieler – Cherundolo, Eggimann, Pogatetz, Pander – Schmiedebach, Pinto (90+2 Chahed), Stindel, Rausch – Schlaudraff (83. Stoppelkamp), Abdellaoue (89. Sobiech)

1. FC Nürnberg: Schäfer – Feulner, Maroh, Wollscheid, Hlousek – Cohen (46. Pekhart), Simons, Didavi, Hegeler – Eigler (73. Bunjaku), Esswein (82. Frantz)

Tore: 1:0 Abdellaoue (18., Stindl)

Gelbe Karte: Abdellaoue, Schlaudraff, Pinto/ Wollscheid, Eigler

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)+

Zuschauer: 35.400

 

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Tabelle

Pl Team Td Pkt
4 Borussia M'gladbach 25 60
5 Bayer 04 Leverkusen 8 54
6 VfB Stuttgart 17 53
7 Hannover 96 -4 48
8 VfL Wolfsburg -13 44
9 SV Werder Bremen -9 42
10 1.FC Nürnberg -11 42
11 1899 Hoffenheim -6 41
12 SC Freiburg -16 40