Beste Betreuung garantiert
„Zwei Tage vor dem jeweiligen Heimspiel erfahre ich, welches Schiedsrichtergespann vom DFB angesetzt wird“, beschreibt der hauptberufliche IT-Verantwortliche seine Aufgabe. Er kontaktiert dann die Schiedsrichter, koordiniert für den Abend vor dem jeweiligen Spiel die Abholung vom Bahnhof bzw. Flughafen und bringt sie in das vom DFB ausgewählte Hotel Courtyard by Marriott. „Am Spieltag fahre ich die Schiedsrichter in die AWD-Arena. Nach dem Schlusspfiff stelle ich dann den Rücktransport sicher“, erläutert Hausmann seine Aufgabe.
Selbst gelernter Schiedsrichter
Bei Freundschaftsspielen von Hannover 96 organisiert das Mitglied des TSV Woltershausen auch die jeweilige Schiedsrichteransetzung. Es ist zwar schon 11 Jahre her, aber wenn es sein muss, dann greift der aktive Bezirksschiedsrichter-Beobachter auch noch selbst zur Pfeife, so geschehen im Mai 1997. Bei einem geheimen Testspiel der Roten gegen TeBe Berlin auf der Sportanlage Berlin-Halensee war Jürgen Hausmann als Schiedsrichter dabei. „Mit diesem Spiel hat sich Hannover 96 auf die Aufstiegsspiele gegen Energie Cottbus vorbereitet“, erinnert dieser sich noch heute lebhaft an den 1:0-Sieg der Roten nach 3 x 30 Minuten Spielzeit. „Das Tor hat der beliebte Vladan Milovanovic erzielt. Leider reichte es dann doch nicht zum Aufstieg in die 2. Liga“.
v.l.n.r.:Jürgen Hausmann (Schiedsrichterbetreuer), Thorsten Kinhöfer (FIFA-Schiedsrichter), Detlef Scheppe (FIFA-Schiedsrichterassistent), Norbert Grudzinski (Schiedsrichterassistent), Stefan Lupp (Schiedsrichterassistent), Günter Supp (Schiedsrichterbeobachter/Coach)
Die Sicht des Unparteiischen
Dass Jürgen Hausmann, der 30 Jahre für den TSV Woltershausen als Spieler und Schiedsrichter aktiv war, seine Aufgabe als Schiedsrichter-Betreuer gut und unparteiisch ausübt, beweist die Tatsache, dass er mit einigen der namhaften Referees sowie DFB-Schiedsrichterbeobachtern freundschaftlich verbunden ist. Wenn die Männer an der Pfeife international im Einsatz sind, erhält Jürgen Hausmann dann zahlreiche Grußkarten. „ Ich bin zwar 96-Fan und fiebere natürlich während der Spiele mit den Roten, aber das ändert nichts an meiner Einstellung. Ich bewerte die Leistung der Schiedsrichter stets objektiv und nur aus der Sicht als Unparteiischer und nicht als Fan.“
dk