Robert-Enke-Stiftung

Der entscheidende Schritt zur Gründung der Robert-Enke-Stiftung war getan: Teresa Enke wurde Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung. Diesen Beschluss fassten Bundesligist Hannover 96, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Ligaverband DFL als Stiftungsgründer 2010 im Rahmen der Sitzung des DFB-Präsidiums in München. 

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärte: "Ich bin Teresa Enke sehr dankbar, dass sie den Vorsitz des Stiftungsvorstands übernommen hat und damit ein Zeichen im Kampf gegen Depression setzt. In ihr haben wir eine starke, engagierte Frau gefunden, der wir für die weiteren Schritte der Stiftung unsere volle Unterstützung zusichern."

Kampf gegen Depressionen
Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball äußert: "Robert Enke war ein herausragender Sportsmann und ein besonderer Mensch. Die Robert-Enke-Stiftung soll ein Ansprechpartner für Betroffene sein und ihnen Orientierung, Hilfe und Unterstützung bieten."

Die Robert Enke-Stiftung fördert Maßnahmen und Initiativen, die der Aufklärung, Erforschung und Behandlung der Krankheit Depression dienen. Auf Wunsch von Teresa Enke engagiert sich die Stiftung außerdem für an Herzkrankheiten leidende Kinder. Die gemeinnützige Stiftung wurde mit einem Anfangsvermögen von 150.000 Euro ausgestattet, das Hannover 96, DFB und Ligaverband zu je einem Drittel beisteuerten. Selbstverständlich unterstützen die Stifter die Stiftung durch regelmäßige finanzielle Beiträge.

Martin Kind: "Im Sinne eines besonderen Menschen und Sportlers"
Martin Kind, der Präsident von Hannover 96, erklärte: "Ich bin überzeugt, dass wir mit der Stiftung eine sinnvolle Einrichtung schaffen, die durch die Förderung und Unterstützung von konkreten Projekten und Hilfsmaßnahmen nachhaltig wirkt und eine dauerhafte tiefe Erinnerung an Robert möglich macht. DFB, DFL und Hannover 96 handeln dabei sicher im Sinne des besonderen Menschen und Sportlers. Wir freuen uns auch, dass DFB-Vizepräsident Karl Rothmund als Schatzmeister fungiert. Er ist ein Mann mit hoher sozialer Kompetenz, der in der Robert-Enke-Stiftung wichtige Impulse setzen kann."

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff sagte 2010: "Die Gründung der Robert-Enke-Stiftung ist ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität. Die Kraft des Fußballs hat uns allen geholfen, aus der Trauer über den Verlust eines populären und geschätzten Menschen zurück in die Normalität zu finden. Die Nationalmannschaft wird die Arbeit der Stiftung intensiv begleiten."

Robert Enke litt mehrere Jahre an Depressionen und nahm sich am 10. November 2009 das Leben. Durch seinen Tod, der tiefe Betroffenheit und großes Mitgefühl auslöste, wurde die Krankheit ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.