AOK und Hannover 96 gemeinsam für die Gesundheit der Familien: Was tun wir, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern und Ihre Gesundheit zu schützen? Wie können wir Ihnen Freude an Bewegung und gesunder Ernährung geben? Hier findet Ihr unsere Tipps für ein gesundes Leben!


Nichtstun macht gesund und kreativ

Einfach mal faul sein – gar nicht so einfach. Der nächste Termin droht, das Projekt muss geplant werden, das Handy piept, die Kinder zetern. Eigentlich hat niemand Zeit fürs Nichtstun. Und auf das schlechte Gewissen, nichts geleistet zu haben, mag jeder gern verzichten. "Doch die Seele braucht Auszeiten, um gesund zu bleiben", schildert die AOK Niedersachsen. Und das Gehirn braucht Ruhepausen, um gut funktionieren zu können.

Das gilt besonders für das digitale Zeitalter, in dem man einem endlosen Strom von Informationen ausgesetzt ist und permanent erreichbar sein soll. Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst, klagen über Zeitdruck und Hetze, arbeiten auch am Wochenende oder gar im Urlaub. Etwa jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland leidet bereits unter Symptomen einer emotionalen Erschöpfung. Viele Menschen sehnen sich nach Ruhe, packen sich ihre Freizeit aber voll mit Aktivitäten. Nichtstun, das ist für viele schwer auszuhalten.

Mut zum Chillen macht der Spruch des chinesischen Philosophen Laotse: "Im Nichtstun bleibt nichts ungetan." Denn nur wer einfach mal auf dem Sofa sitzt oder im Gras liegt, aufs Smartphone, Gespräche oder sonstige Ablenkungen verzichtet, kommt in Kontakt mit sich selbst. Erst dann hat man die Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und sich grundsätzliche Fragen zu stellen. Es kommen vielleicht Erinnerungen hoch, Zukunftsszenarien entstehen.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass das Gehirn hochaktiv ist, während wir nichts tun. Es knüpfen sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, tief gespeichertes, aber unbewusstes Wissen taucht auf, neue Zusammenhänge stellen sich her. So lassen sich auch die plötzlichen Geistesblitze, die Aha-Erlebnisse erklären, die scheinbar aus dem Nichts heraus kommen. Daher ist Entspannung auch eine Voraussetzung für schöpferische Prozesse.

Wem es schwerfällt, dem Müßiggang zu frönen, dem sei ein Meditations- oder Entspannungskurs empfohlen, wie etwa Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Denn einfach mal nichts zu tun, das kann man lernen.

Weitere Informationen: www.stress-im-griff.de

Nur die Ruhe: Auszeiten sind wichtig für Körper und Seele.