AOK und Hannover 96 gemeinsam für die Gesundheit der Familien: Was tun wir, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern und Ihre Gesundheit zu schützen? Wie können wir Ihnen Freude an Bewegung und gesunder Ernährung geben? Hier findet Ihr unsere Tipps für ein gesundes Leben!


Früh erkannt, kann Mukoviszidose gut behandelt werden

Bei vielen Mukoviszidose-Erkrankten stehen Lungenprobleme – etwa dauerhafter Husten mit Auswurf oder häufige Lungenentzündungen - im Vordergrund

Sie ist eine Erbkrankheit, die nicht geheilt, aber mittlerweile recht gut behandelt werden kann: Die Mukoviszidose (lat. Mucus: Schleim, viscidus: zäh, klebrig) ist eine Stoffwechselerkrankung, an der in Niedersachsen rund 1.000 Menschen leiden. Noch vor 20 Jahren wurden die Betroffenen meist nicht sehr alt. Durch eine frühere Diagnostik und verbesserte Therapien hat sich die Lebensprognose jedoch erheblich verbessert: Im Schnitt erreichen Erkrankte heute ein Lebensalter von mehr als 40 Jahren.

Bei der Mukoviszidose kommt es durch einen Gendefekt zu einer Störung des Salzaustausches in den Drüsenzellen im Körper. Vor allem in den Atemwegen, aber auch in anderen Organen wie der Bauchspeicheldrüse, der Leber oder dem Darm bildet sich zähflüssiger Schleim, der nicht abfließen kann, zu Verstopfungen und darauf folgend zu chronischen Entzündungen führt. Symptome können chronische Bronchitis, häufige Lungenentzündungen oder ein gestörter Verdauungstrakt sein.

Der Test auf Mukoviszidose ist Teil des Neugeborenen-Screenings. Diese Früherkennung ist sehr wichtig, denn so können sich die Kinder durch gezielte Behandlungen besser körperlich entwickeln und haben die Chance auf ein gesünderes und längeres Leben.

Die Symptome der Krankheit sind eher unspezifisch: Allgemein sind die betroffenen Kinder anfälliger für Infekte und körperlich weniger belastbar. Bei manchen zeigen sich bereits nach der Geburt Hinweise, zum Beispiel ein Darmverschluss durch zähklebrigen Stuhl. Bei den meisten Erkrankten stehen Lungenprobleme im Vordergrund oder Probleme mit der Verdauung. Zur Behandlung wird beispielsweise Krankengymnastik mit besonderen Atemübungen eingesetzt, auch regelmäßige körperliche Bewegung ist wichtig. Hinzu kommen Inhalationen, kalorienreiche Nahrung mit viel Fett und Eiweiß, Vitamine, Medikamente zur besseren Verdauung sowie Antibiotika bei bakteriellen Infektionen. Seit Jahresbeginn können Patienten mit Mukoviszidose auch eine Ernährungstherapie verordnet bekommen. Damit sollen Fehlernährung, Mangelversorgung und Entgleisungen des Stoffwechsels verhindert und behandelt werden.