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Fruchtzucker-Unverträglichkeit: Wenn Obst für Unruhe im Darm sorgt

Wer nach dem Genuss von Äpfeln, Weintrauben oder Obstsaft regelmäßig Bauchkrämpfe oder Blähungen bekommt, könnte eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit haben. Gut 20 Prozent der Bevölkerung leidet daran. Eine solche Unverträglichkeit kann sich in jedem Alter entwickeln. Betroffene mit einer sogenannten Fruktose-Intoleranz müssen in aller Regel nicht komplett auf Obst oder Süßigkeiten verzichten, sagt die AOK Niedersachsen. Vielmehr geht es darum, Lebensmittel so zu kombinieren, dass der Zucker keine Beschwerden verursacht.

BU: Fruktose löst bei manchen Menschen unangenehme Beschwerden aus. Betroffene müssen meist aber nicht komplett auf Obst verzichten.

Fruktose kommt von Natur aus in unterschiedlicher Konzentration in den meisten Obst- und Gemüsesorten vor. Viel Fruchtzucker enthalten Weintrauben, Äpfel, Pflaumen oder getrocknete Feigen. Verträglicher sind da für viele Betroffene zum Beispiel Bananen, Papayas und Mandarinen. Fruktose versteckt sich aber auch in Produkten ohne Fruchtanteil wie Softdrinks oder Fitnessriegeln, zum Beispiel in Form von Haushaltszucker.

Bei gesunden Menschen wird der Zucker von den Dünndarmzellen vollständig aufgenommen und in den Körper weitergeleitet. Ist die Aufnahme aus dem Darm in die Blutbahn gestört, funktioniert dieser Abbau nicht mehr. Ursache ist die Fehlfunktion eines bestimmten Proteins, das für den Transport von Fruktose zuständig ist. Die Folge: Der Fruchtzucker wird nur noch begrenzt oder gar nicht mehr von der Dünndarmschleimhaut aufgenommen. Er wandert weiter in den Dickdarm und verursacht dort Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Druck- oder Völlegefühl, Blähungen und Durchfall. Auch Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sind möglich.

Tipp der AOK: Wenn fruchtzuckerhaltige Lebensmittel mit Eiweiß wie Joghurt, Quark oder Fett kombiniert werden, ist die Fruktose bekömmlicher. Geeignet sind auch Lebensmittel, die neben Fruktose Traubenzucker (Glukose) enthalten: Denn die Glukose kurbelt den Transport von Fruktose im Darm an. Sind beide im passenden Verhältnis enthalten (zum Beispiel in Bananen und Brokkoli), werden die Lebensmittel häufig besser vertragen. Weniger bekömmlich sind fruktosehaltige Lebensmittel jedoch, wenn sie auf nüchternen Magen verzehrt werden.


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