AOK und Hannover 96 gemeinsam für die Gesundheit der Familien: Was tun wir, um die Zukunft unserer Kinder zu sichern und Ihre Gesundheit zu schützen? Wie können wir Ihnen Freude an Bewegung und gesunder Ernährung geben? Hier findet Ihr unsere Tipps für ein gesundes Leben!


Das ist bitter

Pampelmuse, Zitrone, Chicorée und Co.: Bitteres ist nicht jedermanns Sache. Viele mögen es lieber süß oder salzig. Doch Bitterstoffe haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit – vor allem auf die Verdauung.

Bitterstoffe kommen in vielen Pflanzen und Pflanzenprodukten vor – in verschiedenen Gemüse- und Obstsorten, Kräutern und Gewürzen wie Thymian, Estragon und Ingwer oder in Getränken wie Kaffee und grünem Tee. Ein bitterer Geschmack regt den Speichelfluss an, fördert die Ausschüttung von Verdauungssäften und aktiviert die Magen-Darm-Bewegung. Auch bitter schmeckende Nahrungsmittel wie Rucola, Radicchio, Chicorée, Rosenkohl oder Artischocken sollten daher laut AOK-Ernährungsberatung auf dem Speiseplan stehen.

Darüber hinaus können Bitterstoffe beim Abnehmen helfen: Funktioniert die Verdauung besser, verschwindet das Völlegefühl nach dem Essen, und alles wird besser verdaut und gleichzeitig nimmt das Hungergefühl ab. Außerdem sollen Bitterstoffe die Lust auf Süßes vermindern.

Um Kinder an einen Geschmack zu gewöhnen, müssen sie beispielsweise eine Gemüsesorte mindestens siebenmal oder mehrmals essen, bis sie den Geschmack wiedererkennen. Durch abwechslungsreiche Kost steigt die Akzeptanz auch für bitter schmeckende Speisen. Kommt immer nur Ähnliches auf den Tisch, ist das der Geschmacksentwicklung dagegen nicht förderlich.

Um den bitteren Geschmack etwas abzumildern, gibt es ein paar Tricks: So lässt sich zum Beispiel Chicorée gut mit Orangen oder Äpfeln mischen, Radicchio kann mit anderen Salaten gemixt oder durch Joghurt oder andere Milchprodukte gemildert werden. Oder man macht eine Honig-Senf-Vinaigrette dazu.

Es gibt jedoch auch giftige Bitterstoffe: So können Zucchini- und Kürbispflanzen bei heißem und trockenem Wetter verstärkt Bitterstoffe bilden. Auch nimmt der Bitterstoffgehalt während der Fruchtreife zu, Zucchini sollten daher möglichst jung geerntet werden. Sie sollten auch nicht in der Nähe von Zierkürbissen angepflanzt werden, da diese eine sehr hohe Konzentration an Bitterstoffen beinhalten. Je nach aufgenommener Dosis kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Durchfall kommen.