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Lungenentzündung: Kinder besonders anfällig

Eine Lungenentzündung von einer Bronchitis oder einer schweren Erkältung zu unterscheiden, ist für medizinische Laien schwierig. Denn die Symptome ähneln sich. Typisch für eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist jedoch, dass sie oft sehr plötzlich beginnt: Husten, Fieber, Schüttelfrost zählen zu den ersten Anzeichen. Hinzu kommen häufig auch Atemnot und schnelle Atmung. Dem Betroffenen geht es binnen weniger Stunden schlecht; er sollte dann möglichst schnell ärztlich untersucht werden.

Vor allem bei Kindern und älteren Menschen ist eine Lungenentzündung manchmal schwer zu erkennen, da diese typischen Symptome fehlen können. Bei älteren Menschen kann die Erkrankung zum Beispiel schleichend und mit wenigen oder nur leichten Beschwerden beginnen. Viele Kinder klagen vor allem über Bauchschmerzen. Säuglinge fallen eventuell zu Beginn nur dadurch auf, dass sie nicht trinken wollen, apathisch wirken und erbrechen.

Ob es sich tatsächlich um eine Pneumonie handelt und welche Therapie die beste ist, kann letztlich nur ein Arzt oder eine Ärztin klären. Dazu wird die Lunge gründlich abgehört und gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme von ihr gemacht.

In Niedersachsen erkranken pro Jahr rund 50.000 Menschen an einer Pneumonie. Kleinkinder, chronisch kranke und ältere Menschen sind dabei besonders anfällig, bei ihnen kann eine Lungenentzündung auch lebensgefährlich werden.

Bei einer Pneumonie sind die Lungenbläschen und das umgebende Lungengewebe entzündet. In den meisten Fällen wird die Lungenentzündung durch Bakterien hervorgerufen, am häufigsten durch sogenannte Pneumokokken. Sie gelangen beim Einatmen mit winzigen Speichel- oder Wassertröpfchen bis in die Lunge (Tröpfcheninfektion).

Oft kann eine Lungenentzündung zuhause auskuriert werden. Da in den meisten Fällen Bakterien die Auslöser einer Lungenentzündung sind, werden in der Regel Antibiotika gegeben. Je nach Schwere der Erkrankung und Komplikationsrisiko kann aber auch ein Krankenhausaufenthalt nötig sein. In jedem Fall ist es ratsam, sich bei einer Lungenentzündung nicht zu früh körperlich zu belasten, da es sonst zu einem Rückfall kommen kann.

Um sich generell vor Infektionen der Atemwege zu schützen, sollte man sich regelmäßig die Hände mit Seife waschen und möglichst nicht mit den Fingern ins Gesicht fassen. Gibt es ein erhöhtes Risiko für Lungenentzündungen oder deren Komplikationen, werden außerdem Schutzimpfungen empfohlen. Kinder können zum Beispiel gegen das Bakterium Haemophilus influenzae (HiB) und gegen Pneumokokken geimpft werden. Für Menschen ab 60 Jahre eignen sich die Grippe- und ebenfalls die Pneumokokken-Schutzimpfung.