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Blick nach vorn

Im Anschluss an die Pressekonferenz zum kommenden Spiel in Berlin stellten sich die 96-Geschäftsführer Martin Kind und Martin Bader den Fragen der Pressevertreter. Fazit des halbstündigen Austauschs: Es wird nach vorne geschaut!

Sachliche Analyse und gemeinsame Entscheidungen
Schwierige Zeiten, schwierige Aufgabenstellungen: Der kaum noch abzuwendende Abstieg ins Unterhaus und die Notwendigkeit eines gesunden Neuaufbaus fordern derzeit alle Kräfte der 96-Verantwortlichen. Die Aufgabe der Geschäftsführer Martin Kind und Martin Bader wird nun sein, die optimalen Voraussetzungen für den gewünschten direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Dafür ist eine seriöse interne Fehleranalyse Ausgangspunkt. "Ich weiß, wie Diskussionen entstehen. Ich kenne auch meine Charaktereigenschaften und meine Sprache. Wenn wir nicht gut gearbeitet haben, müssen wir dazu stehen", weiß Martin Kind. "Ich werde in dem sehr wahrscheinlichen Fall eines Abstiegs nicht sagen: 'Wir waren erfolgreich'. Das ist nicht glaubhaft. Der Abstieg ist dabei natürlich schmerzhaft. Für mich persönlich vielleicht besonders. Ich habe 18 Jahre an Zeit investiert. Aber wir entscheiden gemeinsam“, erklärt der 71-Jährige und zeigt damit Geschlossenheit in der Geschäftsführung.


"Sportliche Kompetenz weiterentwickeln"

Auch bezüglich eines Mannes zwischen Geschäftsführer Bader und dem Sportlichen Leiter Christian Möckel bezieht die Geschäftsführung Stellung: "Wir haben das Thema nochmal diskutiert. Wir sind gemeinsam der Auffassung, dass wir uns im Bereich der sportlichen Kompetenz, unabhängig von den Titeln weiterentwickeln und verbreitern wollen. Es hat sich an dem Wort Sportdirektor festgemacht. Darum geht es nicht. Es geht um Strukturen. Es geht um Qualität und um Definition von Prozessen.“ Und Bader ergänzt: "Wir werden uns weiterhin die Strukturen anschauen und sehen, wo wir Bedarf haben. Wir machen uns Gedanken, wo wir gute Leute gebrauchen können und danach werden die Posten besetzt."

Zeitnahe Entscheidung über Trainerposten
Daniel Stendel
wird die Roten bis zum Saisonende als Trainer betreuen, danach wird ein neuer Cheftrainer installiert. Martin Bader führt die Sondierungsgespräche, wertet diese aus und wird dann gemeinsam mit Martin Kind eine Personalentscheidung treffen. Bader kündigt hinsichtlich des Trainerpostens eine "zeitnahe Entscheidung" an. "Die Zeit, die wir brauchen, werden wir dafür in Anspruch nehmen. Herr Bader führt die Gespräche intensiv und wir wissen, dass wir zeitnah eine Entscheidung brauchen", erläutert Kind den Ablauf der Trainerfindung. "Ein guter Trainer soll es sein. Einen guten Trainer suchen wir“, antwortet Bader schließlich auf die Frage nach dem Anforderungsprofil des neuen Coaches.

So bitter die sportlich fast ausweglose Situation in der Eliteklasse auch ist, sie gibt gleichzeitig auch frühe Planungssicherheit. Und damit eine Chance, mit einem schlagkräftigen Team im kommenden Jahr wieder voll anzugreifen. Denn auch Martin Kind weiß: "96 ist ein wichtiger Baustein innerhalb dieser Stadtgesellschaft. Und das wird so bleiben."