Profis

"Hannover hat noch alle Möglichkeiten"

Im Gegnerinterview mit hannover96.de spricht der ehemalige 96-Torhüter und heutiger Nürnberg-Spieler Raphael Schäfer über seinen Kontakt zu "Colt", die Erwartungen an 96 und die Möglichkeiten des Clubs.  

Raphael Du hast Deine Karriere bei 96 begonnen – jetzt stehst Du bei 96-Gegner FC Nürnberg unter Vertrag. Was ist das für ein Gefühl wieder nach Hannover zurückzukehren? Wie siehst du Eure Chancen? Und erwartest Du, dass Dein Ex-Mitspieler Niclas Füllkrug Dich im Spiel bezwingen wird?  

Raphael Schäfer: Ich bin schon zu lange von Hannover weg. Somit ist es für mich ein Spiel wie jedes andere. Wie in jeder Partie können wir auch sicherlich in Hannover etwas Zählbares mitnehmen. Zu Niclas Füllkrug: Es kommt darauf an, ob Fülle spielt. Falls ja, erwischt er hoffentlich einen schlechten Tag und geht leer aus (lacht).

Du hast am 21. August 1997 beim VfL Osnabrück für 96 Dein einziges Spiel in der Regionalliga absolviert und dabei Jörg "Colt" Sievers, der heute noch Torwarttrainer bei 96 ist, ersetzt. Hast Du noch Erinnerungen an dieses Spiel für 96? Und hast Du noch Kontakte zu "Colt" oder anderen 96ern?  

Raphael Schäfer: Das ist schon lange her. Ich erinnere mich noch, dass es 2:2 ausgegangen ist. Mit Jörg habe ich noch Kontakt, wenn wir gegeneinander spielen. Dann unterhält man sich schon. Aber ansonsten gibt es keine großartigen Kontakte mehr, da ich zu dieser Zeit ein sehr junger Spieler war. Es ist heutzutage ebenfalls so, dass ich zu den 18-Jährigen auch nicht den engsten Kontakt habe.  

Raphael und Jörg "Colt" Sievers beim gemeinsamen Krafttraining.

In Hannover sind die Erwartungen auf einen sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga sehr hoch – wie siehst Du das als erfahrener Profi bei einem Club, wo die Erwartungen zu Saisonbeginn sicher auch hoch waren?  

Raphael Schäfer: Sicherlich waren bei uns die Erwartungen nicht so hoch wie bei Hannover. 96 hat insgesamt sehr viel investiert und die Qualität des Kaders damit aufrechterhalten – ähnlich wie letztes Jahr in der Bundesliga. Der Aufstieg wurde vor Saisonbeginn als Ziel ausgegeben. Noch ist Hannover oben mit dabei und hat alle Möglichkeiten – auch wenn es nach einem Abstieg immer schwer ist, direkt wieder aufzusteigen. Das haben auch wir erfahren. Am Ende werden sich die besten drei Mannschaften durchsetzen. 

Wo erwartest Du 96 und den Club am Saisonende?  

Raphael Schäfer: Schwer zu sagen. Oben in der Tabelle ist zwischen den ersten vier Mannschaften, die eng beisammen sind, alles möglich. Wir müssen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln, damit nach unten nichts mehr anbrennen kann.  

Ihr steht derzeit im gesicherten Mittelfeld. Was für ein Spiel können die Zuschauer am Dienstagabend erwarten?  

Raphael Schäfer: Wir stehen zwar im Mittelfeld, gesichert würde ich es aber noch nicht nennen. Wir werden versuchen auch auswärts so aufzutreten, dass wir Hannover unter Druck setzen und etwas Zählbares mitnehmen können.
dk