Vorberichte 2016/17

Alles in den eigenen Händen

Am 30. Spieltag tritt Hannover 96 beim FC Erzgebirge Aue an (ab 13 Uhr im LIVETICKER). Im Rennen um die Rückkehr in die erste Liga brauchen die Roten weiterhin jeden Zähler, um auf der Zielgeraden auf einem direkten Aufstiegsplatz zu bleiben.

Aktuelle Form:
Nach dem 1:0-Derbysieg gegen Eintracht Braunschweig heißt es nun: Mit breiter Brust nach Aue. Die Roten liegen momentan mit 56 Punkten auf Rang zwei und somit auf einem direkten Aufstiegsplatz, den es weiter zu verteidigen gilt. Gute Gründe, dass dies auch gelingt, gibt es einige. Die Bilanz des 96-Cheftrainers André Breitenreiter liest sich durchaus gut. In vier Spielen unter seiner Regie gab es keine Niederlage – drei Siege und ein Remis stehen zu Buche. Auch Erzgebirge Aue sitzt auf einem aufsteigenden Ast.

Auch wenn die Veilchen mit 32 Punkten und Platz 16 dem Abstieg gefährlich nah sind, so hat die Mannschaft unter der Leitung des neuen Coaches Domenico Tedesco aus den vergangenen sechs Spielen vier Siege und ein Unentschieden erkämpft - eine Niederlage setzte es lediglich am letzten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg. Für die Lila-Weißen ist noch einiges drin, denn nicht nur Aue hat bislang nur 32 Zähler gesammelt, sondern auch der 1. FC Kaiserslautern, der FC St. Pauli und die Würzburger Kickers. Knappe Kiste also für den Gastgeber, was das Tabellenranking angeht. Gleiches gilt allerdings auch für 96, die nur mit einem Punkt hinter dem Spitzenreiter VfB Stuttgart liegen.

"Wenn wir glauben, dass nach einem wirklich wichtigen Derbysieg alles selbstverständlich ist, dann sind wir falsch gepolt. Deswegen gilt, genau da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben und nicht zu denken, dass das jetzt eine Kaffeefahrt wird."
96-Manager Horst Heldt

Was bisher geschah:
Im Hinspiel gab es in der heimischen HDI Arena einen 2:0-Erfolg für 96 durch Treffer von Martin Harnik und Niclas Füllkrug. Ansonsten gab es zwischen den Roten und den Veilchen nur ein Freundschaftsspiel, das aus dem Jahr 2016 datiert. Beide Teams trennten sich 3:3-Unentschieden.

Niclas Füllkrug traf im Hinspiel zum 2:0-Endstand.

Faktencheck:

  • Mit 56 Punkten hat 96 gute Aufstiegschancen: 37 der 41 Teams, die in der 2. Liga nach 29 Spieltagen mindestens diese Punkteausbeute hatten, stiegen am Saisonende auf. Zuletzt scheiterte Nürnberg 2015/16 in der Relegation.

  • Füllkrug, in allen vier Partien unter Breitenreiter in der Startelf, war an drei der letzten vier 96-Treffer direkt beteiligt (zwei Tore, eine Vorlage). Gegen seinen Lieblingsgegner Aue gewann er alle vier Duelle und traf dabei fünfmal – persönlicher Bestwert.

  • Hannover 96 baute mit dem sechsten Pflichtspiel in Folge ohne Gegentor seinen Vereinsrekord aus. Letztmals traf Karlsruhes Dimitrios Diamantakos vor 560 Spielminuten gegen die Roten (beim 2:0-Heimsieg des KSC).

Personalcheck:
Mit einem erweiterten Kader reisen die Roten nach Aue. Statt des gewohnten 18 Mann-Aufgebots setzt 96-Trainer André Breitenreiter auf einen 20er-Kader. Der Grund: Einige Spieler sind noch erkältet, beziehungsweise angeschlagen. Mit dabei sind daher auch Uffe Bech und Charlison Benschop. Noah Joel Sarenren Bazee fehlt weiterhin verletzungsbedingt. Auf der Gegenseite fällt Louis Samson gelbgesperrt aus. Ansonsten kann Aues Coach Tedesco aus dem Vollen schöpfen.
nr