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Auf nach Sandhausen - wir sind dabei! | Teil 1

Per Zug, Flugzeug, Auto, Motorrad und Co.: Am kommenden Wochenende machen sich mehrere Tausend 96-Fans auf in Richtung Sandhausen, um unsere Mannschaft beim Saisonfinale am Sonntagnachmittag zu unterstützen - und am Ende hoffentlich gemeinsam etwas Großes zu feiern. In zwei Teilen stellen wir Euch Anhänger unserer Roten vor, hinter deren Touren wirklich besondere Geschichten stecken. Heute starten wir frei nach dem Motto: "Einmal um die Welt"!

Frank reist direkt aus der Karibik an!

Aus der Karibik nach Sandhausen
Die wohl weiteste Anreise am kommenden Sonntag hat Frank vor sich: Der Hannoveraner kommt direkt von einer zweiwöchigen Kreuzfahrt durch die Karibik zum Spiel. Der Flieger aus Havanna landet am Sonntagmorgen um 10.15 Uhr in Frankfurt und von dort geht's dann weiter mit dem Zug, um pünktlich ab 15.30 Uhr im Hardtwaldstadion mitzufiebern. "Sonst hätte ich die Kreuzfahrt auch nicht gebucht", schmunzelt Frank.

Den letzten Spieltag und den Heimsieg gegen den VfB Stuttgart verpasste er daher, aber: "Mein Schwager hat mich am Sonntag auf dem Laufenden gehalten" - vor allem auch, was die Ergebnisse auf der Bielefelder Alm betraf. Seit 1975 ist Frank bereits 96-Fan und hat auch schon einige besondere Touren hinter sich. So reiste er beispielsweise zum Europa League-Spiel in Madrid mit dem Motorrad. Und nun heißt das Ziel also Sandhausen. Über Facebook bot Frank sogar noch eine Stehplatzkarte für den Gästeblock an - im Tausch gegen eine Rückfahrt nach Hannover für ihn und seinen Koffer. Die Frage, ob sich Leute gemeldet haben, erübrigt sich angesichts des riesigen Interesses an der Partie eigentlich, oder? "Ich habe ein paar Interessenten für die Karte", bestätigt der 96-Anhänger. Dann drücken wir mal die Daumen für eine nette Steh- und Fahrgemeinschaft!

Mit Auto, Flugzeug und Zug aus Stettin nach Sandhausen
Eine ganz besondere Entstehungsgeschichte seiner Liebe zu den Roten hat Constantin, der ebenfalls eine weite Reise nach Sandhausen antreten wird. "96-Fan wurde ich, als ich von 2001 bis 2003 in der MHH wegen Leukämie behandelt wurde und mitbekam, dass die Spieler ab und zu vorbeikommen", erzählt er. Nun studiert der in der Nähe von Wolfenbüttel geborene 21-Jährige in Stettin selbst Medizin. Zehn Jahre lang hatte er vorher eine Dauerkarte in der Nordkurve, aber seit er in Polen lebt, kann er nur in den Semesterferien oder zu ganz besonderen Spielen im Stadion sein - zum Beispiel beim Pokalspiel gegen Frankfurt und zum Derby.

Constantin startet in Stettin.

Am Wochenende steht nun Sandhausen auf dem Plan und dafür nimmt Constantin eine ordentliche Reise auf sich: Erst geht's mit dem Auto nach Berlin, dann mit dem Flieger nach Köln und von der Domstadt aus wird die letzte Etappe nach Sandhausen mit dem Auto bewältigt. "Dort lebt mein Bruder und wir fahren dann zusammen weiter", erklärt er den etwas ungewöhnlichen Zwischenstopp in der Rheinmetropole. "Die verschiedenen Verkehrsmittel waren tatsächlich die günstigste Kombination." Und was erwartet er sich vom kommenden Sonntag? "Von der Stimmung her könnte ich mir vorstellen, dass es der in Bochum 2010 nahe kommt", so Constantin.

Vom 96. Geburtstag zu 96
Auch wenn die Anreise nicht ganz so weit ist wie bei Frank und Constantin, ist die Geschichte von Lukas außergewöhnlich. Der 96-Fan fährt am Samstagnachmittag nach Brandenburg, um mit seiner Uroma Geburtstag zu feiern. Und die Dame wird - wie könnte es an diesem Wochenende auch anders sein? - 96 Jahre alt! Nach Kaffee und Kuchen geht's für Lukas dann mit dem Nachtbus von Berlin nach Heidelberg. Die weite Reise tritt er allein an, bevor er sich dann im Stadion in Sandhausen mit Kollegen trifft. Für die Tour hat sich Lukas erst kurzfristig entschieden. "Ich habe Dienstagabend mit Glück noch eine Karte bekommen", berichtet er. Und wie geht's abends dann zurück nach Hannover? - "Das sehe ich spontan!"
jb/hec

Für Lukas geht's direkt nach dem 96-Geburtstag seiner Uroma nach Sandhausen.