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Philipp Ochs: "Ein schönes Gefühl, mal wieder umgehauen zu werden"

Zum Start der laufenden Rückrunde wechselte Philipp Ochs von der TSG aus Hoffenheim nach Hannover zu unseren Roten. Unter Cheftrainer Kenan Kocak kam der 23-Jährige zu bislang drei Pflichtspieleinsätzen und schoss im Heimspiel gegen Holstein Kiel sein Debüttor im 96-Dress. Wie "Ochsi" die Corona-Situation verbracht hat, welche Blessuren er aus den ersten Einheiten im Mannschaftstraining mitnahm, und wie er sich in Hannover einlebt, verrät er uns in einem exklusiven Gespräch.

Philipp Ochs beim Training in der HDI Arena.

Es geht wieder los - nach langer Pause und Verzögerung
Nach über zwei Monaten Zwangspause aufgrund des Coronavirus' sollte es für unsere Mannschaft am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen Dynamo Dresden endlich weitergehen. Aufgrund von positiven Corona-Testergebnissen befinden sich die Sachsen allerdings nun in Quarantäne und werden am Sonntag kein Gast in der HDI Arena sein. "In erster Linie ist es wirklich schade - wir haben uns auf das Spiel vorbereitet und uns riesig gefreut, dass es endlich wieder losgeht. Dass der Gegner nun in Quarantäne muss, ist natürlich sehr schade", berichtet uns Philipp Ochs auf die Frage, wie er auf die Dresden-Spielabsage reagierte.  

Endlich wieder blaue Flecken!
Nachdem unser Team vier Wochen lang im Kleingruppentraining ohne jeglichen Körperkontakt viel für die Kondition getan hatte, geht es seit einer Woche im Training nun endlich wieder voll zur Sache. "Ochsi" ist sichtlich erleichtert, dass wieder in Teamstärke trainiert werden darf - die Härte in den Einheiten fehlte ihm: "Das Spiel mit Ball und Zweikämpfen ist einfach anders, als ausschließlich zu laufen und ohne Körperkontakt zu trainieren. Die ersten blauen Flecke habe ich auch schon abbekommen." Und lachend fügt Ochs an: "Es war wirklich ein schönes Gefühl, mal wieder voll in den Zweikampf gehen zu können und umgehauen zu werden!"

"Ochs und Hund"

Seit Januar diesen Jahres lebt unsere Nummer 20 nun in Hannover. Zwar schränkt ihn die Corona-Situation etwas ein, wenn es darum geht, die Stadt zu erkunden, dennoch fühlt sich der Youngster in seiner neuen Heimat ziemlich wohl und macht das Beste aus der Situation: "Im Moment verbringe ich die Zeit mit meiner Freundin und unserem Hund zu Hause, wir gehen viel spazieren oder sind im Garten an der frischen Luft." Wo genau Philipp und seine Freundin gerne Zeit mit ihrem Vierbeiner verbringen, verrät er uns ebenso: "Vor Langenhagen gibt es einen großen Hundepark, in dem wir öfter sind. Auch bei uns in Isernhagen gibt es ein großes Feld direkt vor der Tür, da gehen wir regelmäßig Gassi."  

Zeit für neue Hobbys

Wie auch viele andere Menschen der Bevölkerung hatten unsere Profis in der Quarantäne eine Menge eines wertvollen Guts, dass im Alltag eines Profifußballers oftmals zu kurz kommt: Zeit. Das bot die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und seinen Horizont zu erweitern. "Ich habe mal wieder ein Buch gelesen. Ansonsten habe ich sehr viel in der Wohnung gemacht, in die wir ja frisch eingezogen sind - das hat sich angeboten. Außerdem habe ich angefangen, zu zeichnen. Ich habe bereits als Kind viel gemalt und gezeichnet - jetzt, während der Corona- und Quarantänezeit, bin ich seit langem mal wieder zum Zeichnen gekommen."

Bekannte Gesichter
Trotz seines Wechsels aus dem Süden in den Norden Deutschlands schaute Ochs an seinem ersten Tag in Hannover nicht ausschließlich in für ihn unbekannte Gesichter: "Einige Spieler kannte ich bereits vor meinem Wechsel zu 96 wie zum Beispiel Cedric Teuchert, Jannes Horn oder Dominik Kaiser. Auch 'Waldi'‚ kannte ich bereits, mit ihm habe ich schon gemeinsam in der U21-Nationalmannschaft gespielt." Ein großes Problem, in neuen Umgebungen schnell zurecht zu kommen, hat "Ochsi" durch sein offenes Gemüt ohnehin nicht, so auch bei seinem Wechsel in Niedersachsens Landeshauptstadt. "Ich bin ein recht unkomplizierter Typ, der schnell gut mit allen klarkommt, von daher hatte ich da keine Probleme in der Mannschaft."  

Fokus Fußball
Wenn alles nach Plan läuft, stehen unsere Profis nächstes Wochenende auf dem Rasen an der Bremer Brücke in Osnabrück und dürfen endlich wieder um Punkte spielen.

"Ochsi" mit seinem Vierbeiner im letzten Winterurlaub.

Die Vorfreude ist riesig, nicht nur bei Philipp Ochs: "Ich freue mich sehr. Die ganze Mannschaft freut sich extrem. Endlich haben wir wieder etwas, worauf wir hinarbeiten können. Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht und wir spielen dürfen." Wie "Ochsi" das kommende Wochenende verbringt, bis er die Woche drauf selbst wieder auf dem Platz steht, verrät er uns auch: "Ich werde mir natürlich einige Spiele im Fernsehen anschauen. Endlich wieder Fußball!"
ts