Stimmen, Profis

"Eine Halbzeit reicht meistens nicht"

Nach dem bitteren 1:3 gegen den FC Augsburg spricht 96-Allrounder Waldemar Anton am 96TV-Mikrofon offen über den Spielverlauf. Hier gibt's alle Stimmen zum Spiel!

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Wir wollten hoch verteidigen, haben Augsburg aber zu viel Raum gelassen und keine zweiten Bälle gewonnen. Dass Augsburg Qualität bei Flanken hat, haben sie heute wieder gezeigt. Nach dem glücklichen Ausgleich für uns waren wir dran, kassieren aber zu einfach das zweite Gegentor. Die zweite Hälfte war eine deutliche Steigerung, aber Augsburg hat einen Konter perfekt ausgespielt und letztlich verdient gewonnen. Augsburg hat es uns in allen Bereichen vorgemacht.

FCA-Coach Manuel Baum: Hannover ist in der Defensive und in der Offensive sehr flexibel, dagegen haben wir uns in der ersten Halbzeit sehr gut eingestellt. Wir haben nicht nur verteidigt, sondern auch immer wieder den Weg zum Tor gesucht. 15 Torschüsse in der ersten Halbzeit hatte der FCA in der Bundesliga noch nie. Schade, dass nur zwei Tore dabei rausgesprungen sind.

In der zweiten Hälfte haben wir unser Hauptaugenmerk auf das Verteidigen gelegt. Wir haben alles reingehauen und den Konter zum dritten Tor richtig gut ausgespielt.

96-Manager Horst Heldt:
Ich denke, dass wir verdient verloren haben. Es war von Anfang an schwierig. Woran das gelegen hat, ob die Augsburger so gut waren oder wir einfach einen schlechten Tag hatten, das müssen wir in Ruhe noch einmal analysieren. Der Gegner ist teilweise heute einfach besser gewesen. Insgesamt leider ein verdienter Sieg und nun leider die dritte Niederlage in Folge. 

96-Torhüter Philipp Tschauner: Es langt nicht, eine gute zweite Halbzeit zu spielen, sondern man muss von Beginn an präsent sein und immer an sein Limit gehen. Ich glaube, dass wir heute schon gemerkt haben, dass wir nicht an unserem Limit waren.  

FCA-Kapitän Daniel Baier: Die erste Hälfte war gefühlt eine der besten dieser Saison. Wir hätten 2:0 oder 3:0 führen müssen. Nach dem Gegentor aus dem Nichts haben wir aber die Köpfe nicht hängen lassen und waren natürlich froh, dass wir noch mit dem 2:1 in die Pause gehen. Es war ein ganz wichtiger Sieg, zumal wir vorher viermal nicht gewonnen haben.