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"Der Ausgleich war verdient"

Nach dem 1:1-Unentschieden beim VfB Stuttgart ist Torschütze Niclas Füllkrug selbst überrascht, wie er den Treffer erzielt hat. Aber: Seine zwölfte Bude sichert den Roten einen Auswärtspunkt. Hier gibt's alle Stimmen zum Spiel für Euch!

96-Manager Horst Heldt: Das war jetzt kein Wow-Fußball von beiden Mannschaften, insgesamt ist das aber ein gerechtes Ergebnis. Den Punkt nehmen wir natürlich gerne mit. Die Stuttgarter brauchen sowieso nichts mehr und für uns ist dieser Zähler tatsächlich noch einmal Gold wert. Wenn ich es richtig ausgerechnet habe, können wir nun nicht mehr direkt absteigen. Das ist schon mal ein gutes Gefühl. Jetzt müssen wir die letzten Steps gehen, um nicht nochmal in die Relegation zu kommen. Das wollen wir komplett vermeiden und deswegen ist jeder Punkt wichtig.

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Der Punkt ist glücklich, aber nicht ganz unverdient. Wir liegen durch einen Sonntagsschuss hinten, der nicht zu halten war, haben aber Moral gezeigt. Das zeichnet die Jungs aus. Ein Ausgleich in der Nachspielzeit ist immer glücklich, aber wir hatten viele Spiele, in denen uns das auch passiert ist. Deshalb brauchen wir uns dafür nicht zu schämen.

96-Stürmer Martin Harnik: Ich bin absolut glücklich. Wenn man so spät noch den Ausgleich schießt, ist das natürlich ein gewonnener Punkt. Unterm Strich - betrachtet man das ganze Spiel - aber auch ein verdienter Punkt. In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, in der zweiten Halbzeit sind wir dann durch das Gegentor in Rückstand geraten, haben danach dann mehr Druck aufgebaut. Wir hätten aber vor der Halbzeit in Führung gehen können, da hatten wir auch eine Chance. Am Ende haben wir dann vielleicht nicht extrem gedrückt, aber alles probiert und sind mit dem späten Treffer belohnt worden.

96-Debütant Timo Hübers: Unter der Woche war es schon absehbar, dass für mich ein Startelf-Einsatz in Frage kommen könnte. Da macht man sich schon so seine Gedanken. Aber wenn man im Trainingstrott drin ist, verdrängt man das auch. So richtig kam es dann heute Morgen im Hotel, da war ich schon etwas nervös, aber auf dem Weg zum Spiel war es dann wieder weniger. Das Gefühl einzulaufen, ist dann riesig, aber sobald man seine erste Aktion hat, ist man in seinem Spielrhythmus.

VfB-Coach Tayfun Korkut: Es war ein bitteres Ende mit dem letzten Ball im Strafraum. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht viel zugelassen, nur das zweite Tor hat uns gefehlt. Die Mannschaft hat alles versucht, um über die Ziellinie zu gehen und es rechnerisch klar zu machen. Das haben wir nicht geschafft, nichtsdestotrotz hatten wir sehr gute letzte Wochen. Das dürfen wir nicht vergessen. Wir haben jetzt 39 Punkte, sind ganz, ganz nah dran.

Stuttgart-Sportvorstand Michael Reschke: Das passiert in einem Spiel immer mal. In der letzten Phase werden die Bälle nochmal vors Tor geschlagen und dann kannst du auch nochmal ein Gegentor bekommen. Wir haben es einfach verpasst, bei sehr, sehr guten Kontermöglichkeiten in der zweiten Halbzeit das 2:0 zu machen. Das hat Hannover hart bestraft.

VfB-Kapitän Christian Gentner: Wir haben in der zweiten Hälfte nicht viel zugelassen und gut vom Tor weg verteidigt. Auch die langen Bälle haben wir lange kontrolliert und bekommen dann mit der letzten Aktion die Bogenlampe rein. Das ist bitter. Wir sind zwar schnell in Führung gegangen und haben das Spiel kontrolliert, aber bekommen dann so ein Ding.

VfB-Offensivmann Erik Thommy: Es ist sau ärgerlich, weil wir uns vorgenommen haben, heute die 40 Punkte-Marke zu knacken. Das ist dann bitter, wenn du kurz vor Schluss den Ausgleich kassierst. Beim Treffer kann man so direkt nach dem Spiel keinem wirklich die Schuld geben, die Flanke kommt aus dem Halbraum ins Zentrum. Absolut ärgerlich, weil wir die Null halten wollten. So müssen wir uns mit einem Punkt begnügen.