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"Jetzt sind wir gefordert"

Nach der deutlichen Niederlage bei Eintracht Frankfurt analysiert 96-Keeper Michael Esser die Partie am 96TV-Mikrofon, richtet aber gleichzeitig auch den Blick nach vorn.

96-Trainer Andre Breitenreiter: Die Eintracht hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Bis zum 0:1 war es relativ ausgeglichen. Beide Seiten hatten bis dahin wenig Torchancen. Das 0:2 direkt vor der Pause war sehr ärgerlich. Beide Mannschaften waren in einer ähnlichen Situation. Die Eintracht hat gezeigt, dass sie heute mit aller Macht gewinnen wollte. Insgesamt ist es sehr schwierig, in der Bundesliga mit so einfachen Fehlern im Zweikampfverhalten Siege einzufahren. Das hat heute nicht gereicht.

SGE-Coach Adi Hütter: Ich freue mich unglaublich, auch für die Fans. Der erste Heimsieg war sicherlich ein Befreiungsschlag. Ich habe einen verdienten Sieg gesehen. Das erste Tor war sicherlich mitentscheidend, dass es in die richtige Richtung gegangen ist. Der Knackpunkt war dann das 3:0. Wir nehmen diese drei Punkte sehr gerne mit.

96-Manager Horst Heldt: Der Grundstein zur Niederlage ist in der ersten Halbzeit zu finden. Da haben wir den Gegner mal wieder eingeladen, Tore zu erzielen. Wir haben zu viele Standards produziert - das müssen wir abstellen. Da gibt es nichts schön zu reden. Die Niederlage ist aber nicht nur auf individuelle Fehler zu reduzieren, sondern wir müssen schon mehr investieren. Das haben wir heute nicht gemacht, ist aber die Grundbasis. Die brauchen wir für unser Spiel. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten und zu versuchen, die richtigen Hebel zu finden. Da spielt auch der Kopf eine Rolle. Zurzeit haben wir eben nur Negativerlebnisse und dann läuft das so, wie es läuft. Aber dagegen muss man angehen - und da ist jeder Einzelne gefragt. Das ist eine schwierige Phase, da müssen wir alle gemeinsam durch. Es heißt jetzt, Ruhe zu bewahren und Maßnahmen zu ergreifen, damit es besser wird.

96-Kapitän Waldemar Anton: Wir machen einfach viel zu viele individuelle Fehler. Das war auch heute der Grund, warum wir vier Tore bekommen haben. Wir haben kein gutes Spiel gemacht und waren in den einzelnen Situationen nicht da. Klar waren die letzten drei Spiele nicht gut von uns, aber wir haben erste den sechsten Spieltag. Jetzt gilt es, die Fehler intern zu besprechen, aufzuarbeiten und es im nächsten Spiel besser zu machen.

96-Torwart Michael Esser: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben viele Abspielfehler gehabt und viele einfache Fehler gemacht. Dann bekommen wir die beiden Gegentreffer und durch das dritte Tor nach der Halbzeitpause haben die Frankfurter uns ein bisschen den Stecker gezogen. Weiter runter geht’s jetzt nicht mehr, jetzt sind wir gefordert und machen es am besten im nächsten Heimspiel schon besser.

96-Mittelfeldstratege Pirmin Schwegler: Natürlich haben wir uns viel vorgenommen. Wir haben viel gesprochen, aber auf dem Platz dann nicht viel umsetzen können. Es ist eine schwierige Situation und natürlich sind wir enttäuscht. Richtig ist, dass wir eine Leistungskrise haben - am Anfang war es eine Ergebniskrise und dann kommt der Kopf dazu. Es fehlt im Moment Stückwerk und das summiert sich dann und jetzt ist die Situation, die keiner haben wollte. Wir haben viel angesprochen und die Jungs wollen auch und jeder macht sich einen Kopf. An keinem geht das spurlos vorbei, der Rucksack ist schwer. Die Tore kommen zu einfach momentan - das wissen wir auch. Die Englische Woche war alles andere als zufriedenstellend, es war eine beschissene Woche. Was nicht hilft, ist die Schuld bei Einzelnen zu suchen. Der einzige Weg führt als Mannschaft heraus.