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Wechsel im Tor: Belohnung für Tschauner

96-Trainer André Breitenreiter lässt sich vor dem Pokalspiel gegen Wolfsburg nicht in die Karten schauen. Nur eine Personalie verrät der Trainer: Im Tor wird es einen Tausch geben.

Steht gegen Wolfsburg im Tor: Philipp Tschauner.

Der Gegner liest mit
André Breitenreiter ließ sich nicht aus der Reserve locken. Immer wieder wurde der 96-Trainer gefragt, ob er denn personelle Änderungen plane, nach dem enttäuschenden 1:2 gegen den FC Augsburg am Samstag und vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg am Dienstag (18.30 Uhr, HDI Arena). Und immer wieder antwortete Breitenreiter mit einem Lächeln, ehe er es mit einer Gegenfrage versuchte. "Habt ihr wirklich gedacht, dass ich euch heute die Aufstellung verrate?", fragte der 96-Coach in die Runde. Allgemeines Gelächter.

Natürlich hat am Montag keiner der anwesenden Journalisten erwartet, dass Breitenreiter in kleiner Medienrunde verrät, wie seine Startelf für das Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg aussehen wird. Das wäre ja auch schön blöd gewesen, der Gegner liest und hört schließlich mit. Immerhin eine personelle Veränderung aber gab der Trainer bereits vorab bekannt: Philipp Tschauner wird im Pokal zwischen den Pfosten stehen. Michael Esser, der in der ersten Pokalrunde sowie in allen Ligaspielen zum Einsatz kam, erhält eine Pause, allerdings nicht aus sportlichen Gründen.

"Zwei Torhüter auf Augenhöhe"
"Wir haben zwei Torhüter, die auf Augenhöhe sind", sagte Breitenreiter. "Tschauni hat ordentlich trainiert, und er trägt seinen Teil dazu bei, dass die Mannschaft funktioniert. Daher hat er es sich verdient, am Dienstag zu spielen." Im Bundesligaspiel beim FC Schalke 04 am kommenden Samstag soll dann wieder Esser ins Tor zurückkehren.

Apropos Rückkehr: Marvin Bakalorz darf sich nach überstandener Magen-Darm-Erkrankung Hoffnungen auf eine Rückkehr in den 96-Kader machen. Und auch Felipe steht nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre aus dem Leverkusen-Spiel wieder zur Verfügung. Der brasilianische Innenverteidiger ist laut Breitenreiter "eine Option" für die Startelf am Dienstag. Was nicht heißt, dass er auch unbedingt spielen muss, "denn Kevin Wimmer und Josip Elez haben ihre Sache gegen Augsburg gut gemacht und kaum Chancen zugelassen", sagte Breitenreiter.

Weydandt von Beginn an?
Lobende Worte fand Breitenreiter auch für Angreifer Hendrik Weydandt, der gegen Augsburg nach rund einer Stunde ins Spiel gekommen war und "ziemlich für Belebung gesorgt hat", so Breitenreiter. "Er hat ein Ausrufezeichen gesetzt." Darf Weydandt zur Belohnung nun etwa von Beginn an ran? An der Seite von Niclas Füllkrug? Oder als Ersatz für diesen? Auch hier ließ sich Breitenreiter nicht in die Karten schauen. "Hendrik hat eine tolle Entwicklung genommen", sagte Breitenreiter, "aber wenn Niclas zur Verfügung steht, wird er Dienstag spielen." Und was heißt das für "Henne"? "Vielleicht spielt einer von beiden, vielleicht beide oder vielleicht keiner von beiden", sagte Breitenreiter bloß. Und lächelte wieder.
hop