Profis, Stimmen

"Das Glück ist einfach nicht auf unserer Seite"

Nach dem ärgerlichen Ausscheiden in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg standen Waldemar Anton, Kevin Wimmer, Hendrik Weydandt und Philipp Tschauner am 96TV-Mikrofon Rede und Antwort. Seht und lest hier alle Stimmen zum Spiel!

96-Trainer André Breitenreiter: Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel reingekommen und müssen dann ganz klar in Führung gehen. Das hätte uns sicherlich gutgetan, stattdessen haben wir wieder ein leichtes Gegentor bekommen. Für uns bedeutete das, wieder brutal hohen Aufwand zu betreiben. In der Phase hatten wir viele technische Mängel und haben leichte Bälle verloren. Nach der Halbzeit haben wir offensiv umgestellt, die Partie war neutral und wir konnten mit der Zeit den Druck erhöhen. Es war zu sehen, dass die Mannschaft – trotz der Widerstände – wollte. Wir wollten unbedingt eine Runde weiterkommen, das ist uns nicht gelungen. Jetzt müssen wir die Köpfe hochnehmen. Unsere volle Konzentration gilt der Liga, da stecken wir im Abstiegskampf.

VfL-Coach Bruno Labbadia: Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, den Ball gut laufen lassen und ein sehr schönes Tor erzielt. Wir hatten das Spiel bis auf die eine Chance von Bebou gut im Griff. Da hatte uns Hannover kurz ausgekontert, was sicherlich auch ihre Absicht war. In der zweiten Halbzeit hat Hannover mit den langen Bällen viel Druck gemacht. Doch meine Mannschaft hat den Kampf gut angenommen.

96-Manager Horst Heldt: Man merkt, dass wir im Abstiegskampf sind und zu wenige Erfolgserlebnisse haben. Nichtsdestotrotz hatten wir die erste Möglichkeit und es wäre schön gewesen, da in Führung zu gehen. Wir habe nicht so viel zugelassen, aber kriegen gleich nach einer Situation das Tor und rennen dann dem Tor hinterher. Wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Wenn wir ein Tor gemacht hätten, dann wären wir in der Lage gewesen, die Partie zu drehen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, die haben alles probiert – das hat jeder heute im Stadion gesehen. Aber wir haben die Situationen dann teilweise nicht zu Ende gespielt und das falsche Werkzeug an den Tag gelegt.

96-Kapitän Waldemar Anton: Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hundert Prozent gegeben. Bis auf die zwei Torschüsse haben wir kaum was zugelassen. Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass wir das Spiel verlieren. Es ist schwierig, wir haben im Moment keine gute Phase. Wir haben versucht, nach vorne gut zu spielen und die Abschlüsse zu suchen. Das Glück ist aber einfach nicht auf unserer Seite momentan und da müssen wir uns jetzt irgendwie rauskämpfen. Wir brauchen dieses bisschen Glück, was uns im Moment fehlt. Wenn wir das wieder haben, dann sieht das Ganze auch ganz anders aus.

96-Keeper Philipp Tschauner: Erstmal war ich froh, heute wieder auf dem Platz zu stehen – das war ein toller Moment für mich. Es ist frustrierend, dass wir ausgeschieden sind. Wir haben eine engagierte Leistung gezeigt und waren von Anfang an im Spiel. Es standen zwei Mannschaften mit relativ gleichem Niveau auf dem Platz. Am Ende war der Tick ausschlaggebend, in den entscheidenden Situationen nicht da zu sein. Das ist ein bisschen abhängig von unserer Situation gerade, dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen und in der Liga unten drin stehen – dann passieren unglückliche Situationen, wie das 0:1 oder das 0:2. Es hat einfach immer einen Tick gefehlt und den müssen wir uns jetzt weiter erarbeiten.

Startelf-Debütant Hendrik Weydandt: Im Pokal geht es nur ums wWeiterkommen, egal wie – das haben wir heute leider nicht geschafft. Die Enttäuschung ist groß. Es ist schwer im Moment in unserer Situation. Du hast halt nicht dieses Quäntchen Glück im Abschluss und dann läuft so ein Spiel auch mal ganz schnell gegen Dich. Wir sollten uns alle an die eigene Nase fassen, heute hat es einfach nicht gereicht. Wir arbeiten akribisch, wir arbeiten gut – irgendwann können wir das Glück wieder erzwingen und dann können wir auch zeigen, dass wir die Qualität auch haben.