Profis, Stimmen

"Müssen gegen alle Widerstände vorgehen"

Nach dem 1:3 beim FC Schalke 04 analysiert 96-Keeper Philipp Tschauner die Partie bei 96TV. Seht und lest hier alle Stimmen zum Spiel!

96-Coach André Breitenreiter: Wir wollten die Schalker offensiv anlaufen, die Dreierkette stören und zugleich den Passweg zu Nabil Bentaleb zustellen. Schalke ist zunächst überhaupt nicht ins Spiel gekommen und wir haben defensiv zunächst kaum etwas zugelassen. Wir haben offensiv variabel ein 4-3-3 aufgezogen. Es fehlte in den ersten 30 Minuten der entscheidende Pass, um ein Tor zu erzielen. Danach hat Schalke Nabil Bentaleb besser ins Spiel bekommen und wir haben nicht mehr so gut verteidigt. Nach der Halbzeit kriegen wir das Gegentor durch einen strittigen Elfmeter, kommen aber zurück und glauben an uns. Wir erzielen ein schönes Tor zum 1:1, dann folgte aber die entscheidende Situation im Spiel. Wir kassieren viel zu schnell das 1:2, das darf uns nicht passieren. Wir machen momentan zu viele leichte Fehler, die mit Gegentoren bestraft werden. Wir haben danach alles versucht, um noch zum Ausgleich zu kommen. Es ist schade, dass wir uns heute nicht in Form von Punkten belohnt haben.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco: Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte. Es waren einige geduldige Ballzirkulation von unserer Seite dabei, die Mannschaft hat enorm viel investiert. Leider haben wir uns zu dem einen oder anderen langen Ball verleiten lassen. Nach dem 1:1 konnten wir innerhalb kürzester Zeit wieder in Führung gehen. Das gab dem Team Sicherheit. Dementsprechend haben wir es zum Schluss gut über die Zeit gebracht.

96-Manager Horst Heldt: So wie es ausschaut, glaube ich nicht, dass es beim eins zu null ein Elfmeter war. Lassen wir es jetzt aber mal dahingestellt. Wir machen den Ausgleich und dürfen dann nicht so schnell wieder das zweite Tor bekommen. Das war sicherlich ausschlaggebend heute. In der ersten halben Stunde waren wir die bessere Mannschaft, sowohl bei Schalke als auch bei uns war die ein oder andere Chance da. Dann kommen wir eigentlich ganz gut aus der Halbzeit und aus dem Nichts fällt das null zu eins. Beim zwei zu eins haben wir nicht gut geschaltet, sonst wäre es sicherlich eine offene Partie geworden.

96-Keeper Philipp Tschauner: Wir kommen nach dem null zu eins wirklich gut zurück und schießen ein richtig gutes Tor. Das bittere ist, dass wir dann wieder so ein Murmeltor bekommen. Beim Elfmeter ziehe ich eigentlich meine Hände zurück. Uth sucht dann nur den Kontakt und ich glaube, dass der Schiedsrichter diese Dynamik der Bewegung von ihm bewertet hat. Wir müssen gegen alle Widerstände, die wir heute auch wieder erlebt haben, vorgehen. Wir müssen Sachen deutlich ansprechen und deutlich damit umgehen, das werden wir auch machen und haben wir immer so gemacht.

96-Kapitän Waldemar Anton: Wir haben den Ausgleich gemacht und gleich im Gegenzug bekommen wir das 1:2. Wir machen da kleine Fehler, die nicht passieren dürfen, und die wir analysieren müssen. Bis zum erneuten Rückstand haben wir das, was wir uns vorgenommen hatten, eigentlich ganz gut gemacht. Wir können mit Druck sehr gut umgehen und wollen am kommenden Freitag gegen Wolfsburg wieder die bestmögliche Leistung auf den Platz bringen. Am Ende werden wir sehen, was wir daraus machen.

Schalkes Torschütze Mark Uth: Heute haben wir drei Zähler gesammelt und nach dem Sieg muss es jetzt weiter nach oben gehen. Ich habe mein erstes Pflichtspieltor gemacht - darüber bin ich sehr glücklich. Beim ersten gegebenen Elfmeter werde ich am Fuß getroffen und aus dem Tritt gebracht. Warum der zurückgenommen wurde, verstehe ich nicht.