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Gastspiel in Dortmund: Aller guten Dinge sind drei

Erster gegen Siebzehnter: 96 fährt als klarer Außenseiter zum Bundesligaspiel nach Dortmund. Was den Roten trotzdem Hoffnung macht und wie die Personallage bei beiden Mannschaften ist, haben wir in unserem Vorbericht zusammengefasst.

In der vergangenen Saison kassierte 96 in Dortmund eine knappe 0:1-Niederlage.

Formcheck:
"Mit einer Leistung wie aus dem Hinspiel haben wir durchaus Chancen, für eine große Überraschung zu sorgen", sagt 96-Trainer André Breitenreiter vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel in Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr). Beim 0:0 in Hannover hatten die Roten ihr wohl bestes Saisonspiel gemacht. Dennoch geht die Breitenreiter-Elf am Wochenende als klarer Außenseiter in die Partie beim BVB. 96 hat aus den vergangenen sieben Bundesligaspielen nur zwei Punkte geholt und ist in der Tabelle auf Platz 17 zurückgefallen. Dortmund hingegen hat acht der vergangenen neun Bundesligaspiele gewonnen und ist souveräner Tabellenführer. Zuletzt setzte sich der BVB in Leipzig mit 1:0 durch. BVB-Trainer Lucien Favre aber warnt: "Ich habe schon Spiele von Hannover geschaut, in denen sie sehr gut gespielt haben. Wir brauchen die gleiche Konzentration, wie wir sie in Leipzig auch hatten."

Faktencheck:

  • Aller guten Dinge sind drei: 96 ist in den vergangenen beiden Bundesligaspielen gegen Düsseldorf (0:1) und Bremen (0:1) ohne Treffer geblieben. Gegen Dortmund müssten die Roten nun also wieder mindestens einen Treffer erzielen, denn: Drei torlose Spiele in Folge hat es für die 96-Profis unter Trainer André Breitenreiter noch nie gegeben.

  • Vor dem Jubiläum: Kommt Pirmin Schwegler am Wochenende zum Einsatz, bestreitet er sein 250. Bundesligaspiel. 

  • Bärenstarker BVB: Nur vier Mannschaften hatten in der Geschichte der Bundesliga eine bessere Bilanz nach dem 18. Spieltag als der BVB (45 Punkte, 45:18 Tore). Zu Hause ist Dortmund überdies noch ungeschlagen. 96 wiederum wartet seit über einem Jahr auf einen Auswärtssieg - und hat die vergangenen zehn Gastspiele bei einem Tabellenführer allesamt verloren. Immerhin: Hannover hat in den vergangenen beiden Auswärtsspielen in Mainz (1:1) und Freiburg (1:1) jeweils gepunktet. Auch hier gilt also: Aller guten Dinge sind drei ...

Personalcheck:
Noah Joel Sarenren Bazee steht nach längerer Verletzungspause (Haarrisse im Schienbein) vor dem Comeback. Auch Edgar Prib könnte nach überstandenem Kreuzbandriss wieder eine Option für den Kader sein. Ein dickes Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Oliver Sorg (Hexenschuss) und Felipe (krank). Beide fehlten beim Abschlusstraining am Freitag. Walace, der am Donnerstag über muskuläre Probleme geklagt hatte, konnte am Freitag hingegen wie gewohnt mit der Mannschaft trainieren. Sein Mitwirken wäre wichtig, zumal die List der Ausfälle immer noch recht lang ist: Timo Hübers (Kreuzbandriss), Niclas Füllkrug (Knorpelschaden im Knie), Linton Maina (Knie-OP), Ihlas Bebou (Muskelverletzung) und Takuma Asano stehen am Wochenende nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Genki Haraguchi, der mit Japan beim Asien-Cup spielt. Beim BVB hat Nationalspieler Marco Reus seine Trainingsblessur auskuriert und wird in die Startelf zurückkehren (Favre: "Es geht ihm gut"). Manuel Akanji (Hüftprobleme) und Dan-Axel Zagadou (Probleme am Sprunggelenk) fallen hingegen aus. Der Einsatz von Ömer Toprak (Muskelverletzung) und Maximilian Philipp (individuelles Training) ist fraglich.
hop