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"Eckballgegentore brechen uns das Genick"

Nach dem bitteren 0:3 gegen RB Leipzig war unser Keeper "Bruno" Esser am 96TV-Mikrofon. Lest und seht hier alle Stimmen zum Spiel!

96-Cheftrainer Thomas Doll: Wir haben uns natürlich was ganz anderes vorgestellt. Ich denke wir haben das so 30-35 Minuten ganz vernünftig gemacht. Gerade was das Verteidigen angeht. Gegen RB Leipzig ist das ja nicht einfach, da sie ihre äußeren Mittelfeldspieler auch immer zentral haben, dadurch auch immer Überzahl bekommen. Das haben wir ganz gut gemacht, wir haben nur vergessen Fußball zu spielen. Wir haben kein Durchsetzungsvermögen gehabt, gerade im Spiel nach vorne. Es war klar, dass wir Leipzig hier heute nicht an die Wand spielen können, aber ich hatte mir schon ein bisschen mehr erhofft.

RB-Cheftrainer Ralf Rangnick: Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge. Wir haben heute ein bisschen länger gebraucht, bis wir in Führung gehen konnten. Wir hatten 20-30 Minuten richtig gute Torchancen, Esser hat den ein oder anderen richtig gut gehalten. Mit dem Auftritt und dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, genauso müssen wir weitermachen.

96-Keeper "Bruno" Esser: Wir haben es den Leipzigern in den entscheidenden Momenten einfach zu leicht gemacht. Ein Strafstoß vor der Halbzeit ist natürlich immer ärgerlich und die Eckballgegentore brechen uns das Genick. Wir hatten uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und dann ist es natürlich umso bitterer, wenn du zwei Tore nach Eckbällen bekommst.   

96-Innenverteidiger Kevin Akpoguma: Ich bin froh, dass wir spielerisch kein Tor gefangen haben. „Bruno“ hat natürlich auch den ein oder anderen Ball ganz stark gehalten. Wir müssen eigentlich mit 0:0 in die Halbzeit gehen. Bei der Elfmeter-Aktion bekomme ich einen Ellenbogen ins Gesicht, bevor ich irgendjemanden berühre und das ist für mich ein ganz klares Foul. So darfst du keinen Ellenbogen ausfahren. Das ist schade, wenn du mit 0:1 in die Halbzeit gehst und dann ist es für uns natürlich schwer in der aktuellen Situation gegen RB Leipzig zurückzukommen. Die Elfmeter-Aktion ist dann relativ egal, wenn du zwei Standardgegentore kriegst und somit verdient 3:0 verlierst.

96-Sechser Pirmin Schwegler: In der Situation, in der wir uns befinden, geht das schnell mit Fehlern, aber darum geht es nicht. Wir müssen da als Gemeinschaft rauskommen. Natürlich kommen wir zu selten in die gefährlichen Situationen, da müssen wir weiter dran arbeiten. Der Trainer ist ein positiver Typ und wir werden jetzt nach einem Spiel nicht alles über den Haufen werfen. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln. Es ist brutal schwierig momentan, das sieht man ja auch. Es geht nur, wenn wir den Glauben wieder finden. Wir wollen zurück auf die Erfolgsspur.  

RB-Doppeltorschütze Willi Orban: Als Verteidiger schießt man nicht so oft zwei Tore, deswegen freue ich mich ungemein. Wir haben auch noch zu null gespielt. Es ist ein besonderer Tag für mich. Wir haben unsere Auswärtsschwächen analysiert. Wir sind auswärts zu selten an unsere Leistungsgrenzen gegangen. Das haben wir heute geschafft und das haben wir auch gegen Düsseldorf gemacht. Das ist der Weg um auswärts weiter zu punkten.