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"Müssen auf die erste Halbzeit aufbauen"

Nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt war Kevin Wimmer am 96TV-Mikrofon. Lest und seht hier alle Stimmen zum Spiel!

96-Trainer Thomas Doll: Das was ich letzte Woche gesagt habe und vermisst habe, ein anderes Gesicht, eine andere Einstellung, das habe ich vor allem in der ersten Halbzeit gesehen. Das habe ich gespürt. Die Jungs haben sich unglaublich viel vorgenommen. Wir haben versucht höher anzulaufen und höher zu attackieren. Wir waren gut in den Zweikämpfen drin in der ersten Halbzeit. Dass eine Mannschaft, die unter der Woche eine so fantastische Leistung gezeigt hat, etwas Anlaufzeit braucht ist klar. Wir haben ein bisschen Glück gehabt in der ersten Halbzeit, trotzdem hatten wir auch die ein oder andere Möglichkeit. Und in der zweiten Halbzeit da haben wir einfach schlecht verteidigt.

Eintracht-Trainer Adi Hütter: Ich habe einen verdienten Sieg meiner Mannschaft gesehen. Erste Halbzeit war es noch ebenbürtig, da hatte auch Hannover ihre Möglichkeiten, die klareren hatten aber wir. Aufgrund der zweiten Halbzeit glaube ich aber, dass der Sieg absolut in Ordnung geht, weil wir auch viel besser und konkreter nach vorne gespielt haben. Großes Kompliment an meine Mannschaft.

96-Verteidiger Kevin Wimmer: In der ersten Halbzeit haben wir genauso gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Bis auf wenige Situationen haben wir es echt gut gemacht. Wir waren agressiv in allen Zweikämpfen und wollten es den Frankfurtern so schwer wie möglich machen. Wir wollten sie vorne schon anpressen, sodass sie hinten nicht in aller Ruhe herausspielen können - das hat sehr gut funktioniert. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir es bis zum 0:1 ordentlich gemacht. Gegen so eine Mannschaft musst Du aber über 90 Minuten konsequent verteidigen. Das haben wir ab der 60. Minute nicht mehr gemacht und dann wird das auch eiskalt bestraft.

96-Torwart Michael Esser: Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Darauf können wir aufbauen. Die zweite Halbzeit müssen wir abhaken. Da kriegen wir ein blödes erstes Gegentor, machen hinten weiter auf – und dann hat Frankfurt halt die nötige Qualität im Umschaltspiel. So verlierst du am Ende mit 0:3. Dann ist es auch normal, dass die Fans etwas unruhig werden, Wäre ich Fan, wäre ich auch unruhig geworden. Wir sollten schleunigst wieder drei Punkte holen. Wir fahren nach Stuttgart, um zu gewinnen. Bei einem Mitkonkurrenten ist es immer schön, etwas zu holen.

96-Sechser Pirmin Schwegler: Ich glaube, dass man in den ersten Minuten oder in der ersten Halbzeit gesehen hat, dass wir als Mannschaft auftreten wollten. Nach einem 0:3 ist es schwer zu sagen, dass es ein Fortschritt war, aber das wird die Divise sein für die nächsten Wochen. Wir haben dagegen gehalten, wir haben gekämpft. Ich weiß, das muss Voraussetzung sein in der Phase, aber wir sehen es auch bei anderen Mannschaften, das ist nicht immer ganz so einfach. Wir haben noch elf Spiele. Wir wollen die Mannschaft sein, die das am besten macht und hinter uns drei Mannschaften lassen.    

96-Angreifer Hendrik Weydandt: Auf den ersten Blick ist es wieder eine 0:3-Niederlage, wie in der vergangenen Woche gegen Hoffenheim. Aber was unsere Leistung betrifft, war heute ein deutlicher Unterschied zu sehen. Wir haben uns nicht versteckt, sind in die Zweikämpfe gegangen. Nur schaffen wir es halt nicht, unsere Fehler über 90 Minuten abzuschalten. Wir müssen vorne die Tore machen, da nehme ich mich nicht aus, und hinten weniger Fehler machen – so einfach ist das. Aber da kommen wir jetzt nur als Team heraus, da muss einer für den anderen kämpfen. Nur so geht es.

Eintracht-Keeper Kevin Trapp: Man hat gemerkt, dass Hannover komplett ohne Selbstvertrauen ist. Wenn sie dann noch eine Chance nutzen, dann liegen wir hier zurück – das darf nicht sein gegen eine Mannschaft, die kein Selbstvertrauen hat und hinten drin steht. Wenn wir die Ansprüche äußern, die wir haben, dann dürfen wir nicht so auftreten. Da hatten wir im ersten Durchgang Glück. Es zeigt aber auch, dass wir den Schalter umlegen können. Natürlich spricht das dann auch für Qualität, weil viele Mannschaften das so nicht schaffen. Das war ein Pflichtsieg, den wir gebraucht haben, um da oben zu bleiben.

SGE-Verteidiger Martin Hinteregger:
Für uns war es wichtig, dass wir heute mal wieder ein paar Punkte einfahren, um in der Tabelle vorne dabeizubleiben. Das haben wir geschafft, das hat der Trainer in der Halbzeit in der Kabine auch angesprochen. Uns war allen bewusst, dass wir in der zweiten Hälfte eine Schippe drauflegen mussten. Das haben wir gemacht und deswegen auch verdient 3:0 gewonnen.