TL Stegersbach, Profis

Tupferl des Tages: Die schwere Titelsuche

Jeden Morgen melden wir uns aus dem 96-Trainingslager mit einem Blog, in dem wir kleine und große Geschichten erzählen von Land und Leuten. Geschichten, die rund um 96 und Stegersbach spielen, mal neben dem Trainingsplatz, mal im Hotel oder auch etwas abseits des Fußballs. Unser tägliches Tupferl aus dem Trainingslager. Tupferl? Im sechsten Absatz lösen wir das Worträtsel.

Schwere Titelsuche
"Das Beste kommt zum Schluss." So heißt ein mittlerweile schon wieder zwölf Jahre alter Hollywoodfilm mit den wunderbaren Schauspielern Morgan Freeman und Jack Nicholson. "Das Schwerste kommt zum Anfang" - so lautet das Motto des 96-Trainingslager-Blogs, der - das hat Tradition wie das Tagebuch selbst - noch einen wunderbaren Titel braucht. Das Problem, ob es jetzt "das Blog" oder "der Blog" heißt, klammern wir an dieser Stelle mal aus und entscheiden uns mit Segen des Dudens  für "der". Aber wir kommen vom Thema ab, auch wenn es etwas hilft, Zeit zu schinden.

Fischen im Wörtersee
Die Hürde ist hoch. Beim vergangenen Sommertrainingslager wurde aus dem Wörthersee im Blog der Wörtersee, aus dem wir jeden Morgen für alle 96-Fans Geschichten rund um die Mannschaft gefischt haben. Geschichten über Land und Leute, Besonderheiten, Nebensächlichkeiten, 96er, die im Hintergrund arbeiten und 96-Fans, die der Mannschaft nachreisen oder, oder, oder. Genau das ist auch der Plan für Stegersbach.

"Bachgeflüster" - lieber nicht
Anfang des Jahres, als es zum Wintertrainingslager ins spanische Marbella ging, lag ein Wortspiel nahe, das auch mit einem Film zu tun hatte, in diesem Fall einer deutschen Krimireihe. "Bella Blog" hieß der tägliche Blog aus Andalusien. Bei Stegersbach fällt uns verdammt noch mal kein Wortspiel ein. Jedenfalls kein gutes. Oder eines, das wir für gut halten. "Bachgeflüster" - nein, geht gar nicht. "Stegerstag" - äh, in Ordnung, ist schon wieder verworfen. Also vielleicht was mit Burgenland. Aber "Burgblog" ist auch eher so mittelmäßig.

Brieskicker und Eiergoalie
Nein, es muss etwas mit Österreichflair sein, Lokalkolorit sozusagen. Ein Wort, das neugierig macht, wenn man es liest oder hört. Das sich einem nicht gleich erschließt, aber für einen Aha-Effekt sorgt, wenn man es erklärt bekommt. Haben nicht die Österreicher so wunderbare, herrlich altmodische Fußball-Fachbegriffe? Haben sie! Ein "Brieskicker" zum Beispiel ist ein strategisch kluger Spieler, ein "Eiergoalie" ein eher unbegabter Torhüter und ein "Nagel" ein scharfer Schuss. Es muss ein Genuss sein, österreichische Fußball-Radioreportagen zu hören.

G'wandlaus und Hydrant
Wir haben so viele Lieblingsbegriffe, das wir uns gar nicht richtig entscheiden können. "G'wandlaus" zum Beispiel - das ist ein schwer abzuschüttelnder Manndecker. Oder der "Hydrant", ein Gegenspieler, den man leicht überspielen kann. Österreichische Fußballbegriffe raten und ins "Deutsche" übersetzen macht Spaß, unsere Profis Linton Maina und Florent Muslija haben das gestern Abend auf ihrem Zimmer bei "Facebook live" gezeigt. Und sich wacker geschlagen, auch wenn der Eiergoalie trotz energischem Einsatz der Medienabteilung mit missglückten Flugparaden auf dem Bett nicht aufgelöst werden konnte.

Zeit für Tupferl
Womit wir jetzt endlich beim Blog-Namen sind. Den Zuschlag  bekommt das ... Tusch - Wort "Tupferl". Tupferl, das ist eine feinfühlige, kurze, aber wirkungsvolle Ballberührung. So ungefähr soll das hier laufen im Blog, auch wenn wir das mit dem kurz möglicherweise nicht immer einhalten werden. Jeden Morgen ein 96-Tupferl.

Lodiridari?
Und weil wir gerade in Schwung sind, verraten wir Euch noch unseren absoluten österreichischen Lieblingsbegriff, über den wir beim Stöbern im Wörterbuch Österreichisch-Deutsch gestolpert sind. Er hat nichts mit Fußball zu tun, jedenfalls nicht direkt, und er ist echt lustig. Also: Was oder wer ist eine "Lodiridari"? Lodiridari ist eine Bohrmaschine. Jede Wette: Das werdet Ihr nicht mehr vergessen.
hr