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Hollywoodreifer Auftritt: "Duckschert - It's a match!"

Allerspätestens seit dem souveränen 3:0-Erfolg am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden steht fest: Cedric Teuchert und Marvin Ducksch haben sich gesucht und gefunden. Es ist alles ein bisschen wie Hollywood – und der Film heißt eindeutig in schönstem Neudeutsch: "Duckschert - It's a match!".

Füreinander bestimmt: Teuchert (l.) und Ducksch im Wiesbaden-Spiel

Die Bromance nimmt ihren Lauf
Das Schicksal macht manchmal schon merkwürdige Dinge. Und oft genug führt es Menschen zusammen, die vielleicht nicht damit gerechnet hatten, aber einfach verdammt gut zusammenpassen. Das klingt wie der Plot einer klassischen Hollywood-Romanze – und trifft ganz genau auf Cedric Teuchert und Marvin Ducksch zu.

Nun gut, das Schicksal trug bei den beiden im Wesentlichen zwei Namen, die als Regisseure des Filmwerks verantwortlich zeichnen: Der erste ist Jan Schlaudraff, der beide vor anderthalb Monaten mehr oder minder zeitgleich nach Hannover lotste. Bereits beim gemeinsamen 96TV-Interview kurz nach Bekanntgabe der Verpflichtungen verstanden die zwei sich prächtig, sind seither Zimmergenossen – und die Bromance nimmt ihren Lauf.

Zusammen ist man weniger allein
Der zweite Name ist der von Cheftrainer Mirko Slomka, der beide auf dem Platz zusammenführte. In Wiesbaden beorderte er den "Duckschert"-Sturm in die Startelf. Und das passte: "Wir sind ähnliche Spielertypen", erzählte Ducksch nach Abpfiff bei 96TV, "deswegen wissen wir, wo der andere hinläuft. Deshalb macht das vielleicht alles ein bisschen einfacher." Klar, zusammen ist man einfach weniger allein! Und ja sowieso #NiemalsAllein.

Aber wie das so ist, gibt es in jeder großen Lovestory manchmal auch "Trouble in Paradise", in klassischer Theatertradition braucht es schließlich immer das retardierende Moment. So mokierte Ducksch vor der 96TV-Kamera: "Ein- oder zweimal hätte er vielleicht noch quer spielen können" – allerdings mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Schließlich darf man die Teuchert-Vorbereitung für das Ducksch-1:0 ruhigen Gewissens als mustergültig titulieren. Am Schluss strahlen und lachen beide – so geht wohl Romantic Comedy der Extraklasse!

Es gibt IMMER ein Happy End
Doch ein wenig Tiefgang soll und darf in unserer Geschichte natürlich nicht fehlen, denn beide teilen – noch unabhängig voneinander – die Erfahrung einer nicht ganz so einfachen jüngeren Vergangenheit. "Wir hatten in den letzten Monaten nicht allzu schöne Zeiten", erläuterte Teuchert ebenfalls im Anschluss an die Partie in Wiesbaden. "Duckschi und ich haben in unseren Teams nicht die große Rolle gespielt. Ich kann für uns beide sagen, dass extrem viel Druck von uns abfällt. Wir hatten Bock, der Mannschaft zu helfen, so kann es weitergehen." Und so wird es ja wohl weitergehen! Denn wenn man sich in Hollywood auf eines verlassen kann, dann auf dies: Es gibt IMMER ein Happy End!

Alle drei zusammen? - Weydandt, Teuchert und Ducksch (v.l.n.r.) als Trio in Torlaune

Ménage-à-trois in Sicht
Nur einen sollte man bei alledem nicht vergessen: Hendrik Weydandt, der am Wochenende krankheitsbedingt außer Kraft gesetzt war, zuvor aber in Punkto Torgefahr durchaus ebenfalls schwer hauptrollenverdächtig agierte, wird seinen Part in der Handlung auch künftig zu spielen versuchen. Wenn sich daraus mal nicht eine fulminante Ménage-à-trois entwickelt! – Man darf gespannt bleiben!

Denn: Jeder gute Hollywood-Streifen braucht heutzutage mindestens ein Sequel. Oder warum nicht direkt eine ganze Serie daraus machen?! Für die verbleibenden 31 Folgen der aktuellen Saison sollte dieser Stoff, aus dem die 96-Träume sind, doch auf jeden Fall tragen. Also, liebe Zuseherinnen und Zuseher: Dranbleiben – es lohnt sich!
hec