Profis, Stimmen

"Wir müssen noch deutlich gefährlicher werden"

Nach der 0:2 Niederlage im Heimspiel gegen Armina Bielefeld, spricht unser Schlussmann Ron-Robert Zieler über die Pfiffe nach dem Spiel, eine gute Anfangsphase und die Dinge, die wir dringend verbessern müssen. Seht und lest hier alle Stimmen zum Spiel.  

96-Cheftrainer Mirko Slomka: Ich habe es der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt - und es hat sich bestätigt -, dass wir heute auf einen extrem guten Gegner treffen, einen gut organisierten Gegner mit viel Mentalität. Trotzdem haben wir es in den ersten 30 Minuten aus meiner Sicht gut gemacht. Wir haben viele gute Räume bespielt heute, aber am Ende des Tages ist das nur dann erfolgreich, wenn du in der Box auch den richtigen Abschluss findest. Auf der anderen Seite machen wir einmal einen Stellungsfehler, ziehen das Foul, stehen am langen Pfosten nicht nah genug dran, um den Kopfball von Klos zu verhindern. Das ist ein Vollblutstürmer, der so eine Chance nutzt. Eine Standardsituation, das ist bitter für uns. Wir hatten hingegen viele Standards, wo ich diese Entschlossenheit heute leider nicht gesehen habe. In der ersten Halbzeit hatten wir insgesamt eigentlich zwei Chancen, und wenn das bei einem guten Spiel am Ende dabei an Tormöglichkeiten herauskommt, dann ist das auch aus meiner Sicht in der ersten Halbzeit zu wenig an Effektivität gewesen. Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für die Arminia aus Bielefeld.

Arminia-Coach Uwe Neuhaus: Wir hatten heute schon einige Problemchen am Anfang. Da habe ich mir draußen intensiv Gedanken machen müssen, wie wir es besser verteidigt bekommen. Hannover war einige Male über die Außenpositionen durch und hat mit Weydandt natürlich auch einen absoluten Strafraumstürmer in ihren Reihen, wo es jedes Mal gefährlich wird, wenn er mit dem Rücken zum Tor steht. Nach 20 Minuten kamen wir aber immer besser ins Spiel und die Standardsituation half uns natürlich zum 1:0. Das hat uns enorm in die Karten gespielt und Sicherheit gegeben. Bei der einen von zwei großen Chancen für Hannover, wo wir den Ball auf der Linie klären, haben wir ein bisschen Glück gehabt. Aber ansonsten haben wir nach dem 2:0 wenig anbrennen lassen und ich bin mit der Art und Weise, wie wir das Spiel gewonnen haben, natürlich zufrieden. 

96-Keeper Ron-Robert Zieler: Die Pfiffe heute gehören natürlich dazu. Wir haben heute kein gutes Spiel gezeigt und die Fans haben natürlich ein Gespür dafür. Insgesamt war es heute einfach einen Tick zu wenig. Die Anfangsphase war heute in Ordnung. Wir haben Ansätze von Chancen kreiert, aber wir müssen einfach noch deutlich gefährlicher werden. Das fehlt uns aktuell. Von dem Gegentreffer haben wir uns dann einfach nicht erholt und das verstehe ich nicht. Es war ja noch genügend Zeit, aber wir haben es dann einfach nicht gut gemacht.

96-Neuzugang Dennis Aogo: Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit ganz gut reingekommen sind. Wir haben sehr kompakt gespielt und haben wenig Räume und auch Torchancen hergegeben. Es ist uns gelungen, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Beim letzten Pass und im Anschluss waren wir dann allerdings nicht kaltschnäuzig genug. Wir sind gerade in einer Phase, wo wir diese kleinen Erfolgserlebnisse brauchen, um uns Vertrauen zu holen. Wie es meistens dann ist, gelangen wir durch eine Standardsituation ins Hintertreffen und so wird es dann umso schwieriger. Nichtsdestotrotz haben wir es nochmal versucht, durch das 0:2 wurde es dann aber sehr sehr schwer. 

96-Stürmer Hendrik Weydandt: Es fehlt einfach die richtige Entscheidung im richtigen Moment. Wir fangen gut an und haben vom Trainer einen guten Plan bekommen, der in der ersten Halbzeit Bielefeld vor allem vor Probleme gestellt hat. Man hat gemerkt, dass sich nicht wussten, wie sie sich hinten am Besten heraus kombinieren, weil wir sie später angelaufen haben, als es andere Mannschaften in den letzten Wochen getan haben. Wir haben Ihnen den Ball überlassen und dadurch gute und gefährliche Ballgewinne gehabt, aus denen wir aber eben kein Tor machen. Das ist keine Qualitätsfrage. Manchmal gibt es diese Phasen, wo du die Überzeugung und das Selbstbewusstsein einfach nicht hast. Da muss ein Glücksmoment dazukommen, damit du wieder anfangen kannst, daran zu glauben, dass wir die Punkte auch verdient haben. 

Arminia-Offenspieler Andreas Voglsammer: Wir haben wenig zugelassen und hatten das Spiel über 90 Minuten mehr als unter Kontrolle. Bis zum 1:0 war es schon ein bisschen zäh, Hannover stand ebenfalls tief und hat wenig zugelassen. Aber dass wir nach Standards Qualität haben, vor allem mit der Kopfballstärke von Klos, sollten auch die Gegner mittlerweile wissen. Ob das der Dosenöffner war, weiß ich nicht. Vielleicht hätten wir danach auch noch ein Tor gemacht. Die Qualität haben wir vorne und so selbstbewusst  sind wir auch, dass wir aus jeder Möglichkeit und Situation ein Tor machen können. Wir haben heute schon souverän gespielt, darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Wir wissen aber auch, dass die anderen Mannschaften Qualität haben und aus dem Nichts treffen können, vor allem nach Standards kann es gefährlich werden. Das haben wir aber alles super verteidigt.