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Teuchert: Kein Trikottausch mit Kumpel Mühl geplant

96-Stürmer Cedric Teuchert trifft am Montag auf seinen Jugendverein 1. FC Nürnberg und freut sich unter anderem auf das Wiedersehen mit seinem früheren Zimmerkollegen Lukas Mühl.

Einst beim "Club", nun in Hannover: 96-Stürmer Cedric Teuchert.

Flutlichtspiel gegen Nürnberg
96 gegen Nürnberg – für ganz Hannover ist das Flutlichtspiel am Montagabend in der HDI Arena (20.30 Uhr, Liveticker und Audio-Livestream auf hannover96.de; Tickets) das besondere Duell zweier Klubs, die in der vergangenen Saison noch in der ersten Liga angetreten sind. Für die Roten geht es dabei darum, den Sieg bei Holstein Kiel am vergangenen Wochenende zu bestätigen. Für einen 96er hat die Partie aber eine ganz tiefe persönliche Bedeutung.

"Der 'Club' bedeutet viel für mich"
Neuzugang Cedric Teuchert kam in diesem Sommer zwar vom FC Schalke 04 an den Maschsee, hat aber seine komplette Jugend beim "Club" verbracht. Erst Anfang 2018 machte er den Schritt nach Gelsenkirchen. Im Alter von zwölf Jahren war der quirlige Stürmer aus seiner Heimatstadt Coburg in die Nachwuchsakademie des FCN gewechselt. Noch immer verbindet ihn vieles mit seinem Jugendverein. "Der 'Club' bedeutet sehr viel für mich", erklärte "Cedi" in einer Medienrunde am Freitag. "Ich habe dort meine ganze Jugend verbracht, bin dort erwachsen und zum Profi geworden. Deswegen freue ich mich sehr auf das Spiel und die Jungs, die ich wiedertreffen werde."

Wiedersehen mit Kerk
Kontakt pflegt er noch mit Außenbahnspieler Sebastian Kerk, Sechser Johannes Geis kennt er aus der gemeinsamen Schalker Zeit, der dickste Kumpel des 96-Offensivmanns ist aber ein Innenverteidiger. "Ich war mit Lukas Mühl auf einem Internatszimmer", verriet Teuchert – und führte aus: "Unsere Beziehung ist noch immer extrem eng. Wir sind zusammen durch die ganze Pubertät gegangen. Mit 16 waren wir feiern, als das noch etwas Besonderes war." Ein Trikottausch mit dem alten Freund ist aber nicht geplant. Erstens habe er schon ein Mühl-Trikot im Schrank hängen. Und zweitens prophezeit der 22-Jährige, der fest mit drei Punkten für 96 rechnet: "So, wie ich den Mühl kenne, ist er nach dem Spiel nicht mehr so gut gelaunt wie vorher ..."

Tor gegen den Ex-Klub?
Der 2:1-Erfolg in Kiel am Freitag vergangener Woche hat den Roten sichtlich gut getan. "Da fällt bei allen der Druck ab. Es war aber auch vorher nicht alles schlecht", machte Teuchert deutlich. Jetzt gehe es darum, den Sieg zu bestätigen und in einen Lauf zu kommen. "Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben und wollen am Montag nachlegen." Und dabei spricht doch nichts gegen ein Teuchert-Tor – in einem besonderen Duell mit persönlicher Bedeutung.
hec