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1600 reisen mit nach Dresden: Slomka will Sieg für die Fans

Über 1600 Fans begleiten das 96-Team am Samstag zum Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden (ab 13 Uhr im Liveticker auf hannover96.de). Chefcoach Mirko Slomka weiß das zu schätzen – und fordert auch und vor allem für den mitgereisten Anhang: "Wir brauchen einen Sieg in Dresden!"

Fordert einen Sieg "für unsere Fans, die jetzt wieder mit 1600 Leuten nach Dresden reisen": 96-Cheftrainer Mirko Slomka.

Slomka mit Verständnis für höhnische Gesänge
"Ich fand, dass die Nürnberger nicht überragend waren. Und wir waren schlichtweg schlecht. Grottenschlecht." Kritisch ging 96-Chefcoach Mirko Slomka in der Pressekonferenz am Freitag mit der Leistung seiner Mannschaft bei der 0:4-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend ins Gericht. Während vor Anpfiff der Partie nach dem Sieg in Kiel noch vorsichtige Euphorie in der HDI Arena zu spüren gewesen war, nahm die Unterstützung von den Rängen mit jedem Gegentor (verständlicherweise) ab. "Ich kann jeden Fan nachvollziehen, der dann von Europapokal singt", kommentierte Slomka die teils höhnischen Sprechchöre im zweiten Durchgang der Partie. "Das ist einfach eine zweite Halbzeit zum Vergessen gewesen."

Mission: Sieg in Dresden
Vergessen gemacht werden soll dieser 90-minütige Nackenschlag nun am Samstag, alles andere spielt keine Rolle. Slomka macht deutlich: "Ich fokussiere mich absolut nur auf das Spiel in Dresden und möchte mich mit dem Drumherum nicht beschäftigen. Was wäre, hätte, wenn – das ist alles uninteressant." Die Mission bei den Sachsen ist definiert: "Wir brauchen einen Sieg in Dresden! Für uns, für den Verein, für unsere Fans, die jetzt wieder mit 1600 Leuten nach Dresden reisen."

"Ansage an die Mannschaft, es besser zu machen"
Erneut nehmen zahlreiche Anhänger die rund vierstündige Anreise auf sich und begleiten das Team. Der Trainer weiß das zu schätzen: "Das ist doch ein Zeichen – auch an die Mannschaft, dass die Fans uns unterstützen. Und unabhängig davon, wen wir verpflichtet haben und wer jetzt gut funktioniert oder nicht: Das ist eine Ansage auch an die Mannschaft, es besser zu machen. Und wir können es besser."

Alles geben im "Kampfspiel"
Daher fordert er von seinen Spielern, "jeden Augenblick, jeden Auftrag, jede Aufgabe, jeden Moment in diesen 90 Minuten so anzunehmen, wie es sich gehört." Man müsse in jedem Zweikampf, in jedem einzelnen Duell und in jedem Sprint die Laufbereitschaft abrufen, die man in sich habe. Auf den Punkt gebracht: "Wir brauchen eine kämpferische Einstellung und müssen uns wehren – in jeder Situation auf dem Platz, denn sicher ist, dass das ein Kampfspiel wird."

Die Marschroute ist klar: Alles geben, beißen, Gras fressen – für alle, denen 96 am Herzen liegt!
hec