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Weckruf von Schlaudraff: Von Anfang bis Ende da sein

Zwei Gesichter: Im Duell beim VfL Bochum am Freitagabend folgte auf eine insgesamt schwache erste Hälfte ein starker zweiter Durchgang. Dass dabei in Summe leider kein Erfolg mehr herauskam, ist bekannt. Und dass es so nicht weitergehen darf, stellte 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff im Anschluss an die Partie heraus.

Jan Schlaudraff: "Jetzt müssen wir nach vorne schauen und zusehen, dass wir es gegen Stuttgart besser machen."

"Nicht zu erklären"
"Es kann nicht sein, dass wir am Anfang die Einstellung vermissen lassen", kritisierte Schlaudraff die ersten 35 Minuten in Bochum, in denen unsere Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel fand und zwei Gegentreffer kassierte. "Wir wussten, was auf uns zukommt, der Trainer hat es die ganze Woche gepredigt. Wir haben es vor dem Spiel angesprochen. Und die 35 Minuten sind dann einfach nicht zu erklären", führte der 96-Sportdirektor weiter aus.

Starker Auftritt in Hälfte zwei
Nach dem Wiederanpfiff sahen die rund 16.500 Zuschauer im Vonovia Ruhrstadion dann plötzlich ein ganz anderes Duell mit einer komplett verändert auftretenden Hannoveraner Elf: Unsere Roten zeigten von Sekunde eins an, dass sie unbedingt gewillt waren, den Zwei-Tore-Rückstand noch einmal zu drehen, erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen und standen deutlich stabiler. Daraus resultierend folgte dann zwar noch der verdiente Anschlusstreffer durch Marvin Ducksch, der ebenso verdiente Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.

"Das darf uns nicht passieren"
"Es ist brutal ärgerlich. Aber das haben wir uns selbst zuzuschreiben", konstatierte Schlaudraff. "Das darf uns nicht passieren." Eine gute Hälfte reicht eben in der Regel nicht, um am Ende etwas Zählbares mitzunehmen. Und das müsse "in die Köpfe der Jungs" rein. "Daran werden wir versuchen, zu arbeiten, das müssen wir alle zusammen lernen", sagte Schlaudraff weiter. Denn eines sei klar: "Wir müssen zusehen, dass wir konstant punkten. Das wird uns definitiv nicht gelingen, wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit. Aber das wird uns definitiv gelingen, wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und zusehen, dass wir es gegen Stuttgart besser machen."

Der VfB ist am kommenden Samstag (13 Uhr; Tickets) zu Gast in der HDI Arena. Es ist das letzte Spiel des Jahres und zugleich das erste Rückrunden-Duell - und da soll die Einstellung dann von Anfang bis Ende stimmen.
jb