Profis, Stimmen

"Haben uns das hinten heraus heute verdient"

Nach dem fulminanten Restart unserer Roten beim VfL Osnabrück sind wir für Euch auf Stimmenfang gegangen. Seht und lest hier alle Stimmen zum Spiel.

Doppeltorschütze Marvin Ducksch am Mikrofon.

96-Cheftrainer Kenan Kocak: Wir sind natürlich sehr glücklich über die drei Punkte und den Sieg. Im Vorfeld wussten wir nicht, wo wir stehen. Die Partie hat für uns auch nicht gut begonnen. Wir haben keinen Zugriff bekommen, haben die Räume nicht gut bespielen können. Wir waren einfach viel zu passiv und sind daher auch folgerichtig in der Anfangsphase durch den Foulelfmeter in Rückstand geraten. Dann haben wir uns berappelt, machen durch einen Standard den Ausgleich und dann plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die zweite Halbzeit beginnt wieder schlecht. Der VfL geht wieder in Führung und wir müssen einem Rückstand hinterherlaufen. Dann kommen wir durch den Foulelfmeter zurück, machen das 3:2, das 4:2, und haben eine gute Mentalität gezeigt. Lob an meine Mannschaft.

VfL-Cheftrainer Daniel Thioune: Zuerst gehen natürlich meine Glückwünsche an Hannover. Die Enttäuschung bei uns sitzt tief. Wir haben 70 bis 75 Minuten nicht so viel verkehrt gemacht. Meine Mannschaft war vom ersten Moment an da, sie hat gut und fokussiert angefangen. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir wieder einen guten Moment. Der Ausgleichstreffer per Foulelfmeter hat uns dann psychologisch etwas zurückgeworfen. Wir hatten große Schwierigkeiten nach dem Ausgleich, weiter ins Spiel zu investieren. Danach hat 96 die hohe individuelle Qualität - auch durch die Wechsel - komplett gegen uns ausgespielt.

96-Doppeltorschütze Marvin Ducksch: Das war definitiv ein gelungener Nachmittag, aber nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team, für den gesamten Aufwand. Wir haben uns die letzten 78 Tage den Arsch aufgerissen, gearbeitet, sind marschiert und hinten heraus haben wir uns das, denke ich, heute auch verdient. Mit den fünf Wechseln hat man gesehen, dass wir zu jeder Zeit noch eine brutale Qualität bringen können. Das kann ein Vorteil sein und das war jetzt ein sehr, sehr guter Start in die Englische Woche. Ich persönlich kann nur das auf dem Platz wiedergeben, wie ich mich die letzten Wochen gefühlt habe und ich habe die letzten Wochen, glaube ich, gut trainiert. Dass ich mich belohnen konnte, ist natürlich umso schöner, aber ich freue mich vielmehr darüber, dass wir hier heute die drei Punkte mitgenommen haben.

96-Defensivmann Waldemar Anton: Die ersten Minuten hat man gesehen, dass es schwierig für uns war, in das Spiel zu finden. Bei der Elfmetersituation hat man gesehen, dass wir - ich sage mal – nicht frisch genug waren, um den Ball gut zu klären. Nach dem Gegentreffer haben wir uns gefangen, zu unseren Stärken zurückgefunden und Osnabrück vor Probleme gestellt. Nach elf Wochen ohne Pflichtspiel so eine Partie abzuliefern ist, denke ich, nicht normal. Wir haben harte Wochen hinter uns und uns heute dafür belohnt. Gerade in den letzten Minuten habe auch ich mich persönlich frischer gefühlt und es war auch schon vor der Coronakrise so, dass wir zum Ende hin mehr Frische hatten als der Gegner. Das zeichnet uns momentan aus, daran müssen wir weiter arbeiten und dann in den nächsten Spielen wieder so performen.

96-Keeper Ron-Robert Zieler: Es war ganz ungewohnt, das kann man sich denken. Wir haben die Situation aber super angenommen und uns vorher auch gesagt, dass wir uns damit nicht zu sehr beschäftigen dürfen. Es war klar: Wer die Situation am besten annimmt, der wird auch am besten damit klarkommen.