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Dominik Kaiser: "Bin überzeugt, dass uns das nicht komplett umwirft"

Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage geht Hannover 96 aus der ersten Englischen Woche nach dem Restart. Dominik Kaiser spricht nach dem 1:3 in Sandhausen über die Verfassung der Mannschaft und erklärt, was er in den kommenden Spielen bis Saisonende erwartet.

"Wir haben ein wichtiges Heimspiel unter der Woche, und da zählt es dann einfach, wieder zu punkten", so Dominik Kaiser.

Das 1:3 aus 96-Sicht ist mit Sicherheit ungefähr das Gegenteil von dem, was wir uns vorgenommen hatten, oder?

Dominik Kaiser (31): Ja, ganz klar. Wir sind hier hergefahren, um drei Punkte einzufahren, und dann auch eine vernünftige Englische Woche abzurunden. Das ist uns nicht gelungen. In der zweiten Hälfte ging das Spiel dann auch verdient Richtung Sandhausen. Ich denke, in der ersten Halbzeit waren wir ganz gut im Spiel, haben auch das Spiel, dass hier normal ist, mit vielen langen Bällen und vielen Zweikämpfen gut angenommen. Und dann haben wir es uns auch selber ein bisschen schwer gemacht, bei den Gegentoren sehen wir sicherlich nicht optimal aus. Das ist brutal bitter, weil wir jetzt in den letzten Wochen und Monaten, glaube ich, wirklich auf einem guten Weg waren. Das ist jetzt ein kleiner Rückschlag, aber es muss weitergehen.

Damit endet eine kleine Serie von vier ungeschlagenen Spielen in Folge. Was ist das Mittel, um wieder zurück in die Spur zu finden?

Kaiser: Wir haben nicht viel Zeit, um zu überlegen. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Wir haben ein wichtiges Heimspiel unter der Woche, und da zählt es dann einfach, wieder zu punkten. Gerade zu Hause haben wir diese Saison noch nicht brilliert und noch nicht so viele Dreier eingefahren. Da müssen wir in die Spur kommen. Ich bin auch überzeugt, dass uns das Ergebnis jetzt nicht komplett umwirft. Aber wir wollten einfach mehr mitnehmen, und das ist uns nicht gelungen.

Wie kräftezehrend ist diese enge Spieltaktung?

Kaiser: Ja, sicher. Man merkt es. Und dann kommen noch die Auswärtsfahrten dazu, aber die Umstände gelten gerade für alle Mannschaften. Darauf müssen wir uns einfach einstellen. Wir haben einen großen Kader mit einer Riesenqualität, und die haben wir in Sandhausen in der zweiten Halbzeit leider nicht aufs Feld gebracht. Das lag sicher nicht nur an der körperlichen Frische, sondern an ganz vielen anderen Kleinigkeiten – und dann verlierst du leider in der 2. Liga.

Blickst Du auf die Tabelle?

Kaiser: Nein, ich blicke auf unsere Leistungen, auf unser Spiel. Das war an diesem Wochenende nicht gut, aber generell bin ich trotzdem sehr, sehr optimistisch, dass wir die nächsten Wochen nutzen, um uns in einer guten Verfassung zu zeigen, und dann auch wieder punkten werden. Daraus wird sich der Tabellenplatz automatisch ergeben. Ich glaube, wir tun gut daran, uns auf uns zu fokussieren und Spiele zu gewinnen.
hec