Nachwuchs

U23: Und der nächste Sieg!

Unsere U23 hat den siebten Sieg in Serie eingefahren! Beim VfB Lübeck gab's ein 1:0, das Tor des Tages schoss Adrian Nikci! Die U17 hat einen Punkt im torlosen Spitzenspiel bei Werder Bremen ergattert, die U19 schaltete im Conti-Cup-Viertelfinale mit einem 2:1 Eintracht Braunschweig aus!

U23: Ein verdienter Arbeitssieg
Für das wichtige Tor war Deniz Kadah diesmal nicht zuständig. An seiner alten Wirkungsstätte, dem Stadion an der Lohmühle, war der U23-Topstürmer wie all seine Mannschaftskollegen sehr bemüht, seine berüchtigte Gefahr vor dem Tor konnte der 26-Jährige vielleicht auch aufgrund der Begegnung mit seinem früheren Arbeitgeber, dem VfB Lübeck, nicht so sehr zeigen. 

"Deniz war sehr engagiert und hat gut gegen den Ball gearbeitet", lobte Trainer Valérien Ismaël den Angreifer für seine mannschaftsdienliche Leistung und ergänzte, dass das Team glücklicherweise auch nicht von Kadahs Toren allein abhängig sei. In der Tat, auch Kapitän Lars Fuchs und Kevin Behrens treffen regelmäßig, diesmal war es aber Adrian Nikci, der das Tor der Tages schoss. Der Schweizer kam bei der U23 zum Einsatz, um Spielpraxis zu sammeln und fügte sich nicht nur aufgrund seines Treffers prima ein. "Adrian war sehr fleißig und hat mit seiner guten Einstellung überzeugt", fand Ismaël.

Goldenes Tor durch Nikci
Der Coach ist sich sicher, dass ihm die 75 Minuten Einsatzzeit gut getan haben, mehr aber noch sein Torerfolg. Eine Kontersituation, die aus einem Freistoß für den VfB Lübeck resultierte, schloss Nikci nach einer tollen Flanke auf den zweiten Pfosten von Niko Gießelmann mustergültig ab (35.) und sorgte mit diesem Treffer dafür, dass das Reserveteam den siebten Sieg in Folge einfuhr und die Tabellenführung verteidigen konnte. 

Dass es keine Gala wie beim 7:0-Sieg vom vergangenen Wochenende war, darauf deutet das Ergebnis schon hin. Es war vielmehr ein klassischer Arbeitssieg, bei dem auch manches nicht immer so funktionierte, wie es sich "Valé" eigentlich vorstellt: "Wir haben gut begonnen, hatten mehr Spielanteile und sind auch zu Recht in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte haben wir uns das Leben dann aber schwer gemacht und durch unnötige Ballverluste den Gegner aufgebaut. Dazu hatten wir noch drei hochkarätige Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Das war fahrlässig." Fahrlässig deshalb, weil ein 1:0 ein hauchdünner Vorsprung ist, den Samuel Radlinger "mit zwei starken Aktionen" (Ismaël) mit verteidigte. Auch wenn es eine Floskel ist: wer solche Spiele gewinnt, der kann es weit bringen. 
mi

VfB Lübeck: Engelhardt - Schulz, Kluk, Marheineke, Hartmann - Hasanbegovic, Bohnsack (59. Zorlu) - Voß, Jakubiak (85. Theißen), Steinwarth -Zazai (73. Hauck)

Hannover 96 II: Radlinger - Gießelmann, Löhden, Fölster, Gökdemir, Evseev, Schünemann (87. Mesfin-Mulugeta) - Nikci, Noto (75. Karwot) - Kadah, Fuchs (67. Behrens)

Tore:
0:1 Nikci (35.)

Gelbe Karten: Schulz, Steinwarth / Noto, Nikci, Gießelmann, Karwot

Gelb-Rote Karten: Marheineke (wiederholtes Foulspiel 90.) / -

Zuschauer: 870

Schiedsrichter: Riedel (Bremen)

>>Tabelle Regionalliga Nord<<


U17: Punkteteilung im Spitzenspiel
Bei der U17 wussten sie vorher, dass ein Punkt bei Werder Bremen eigentlich in Ordnung ist, insbesondere dann, wenn man verletzungsbedingt auf zehn Spieler verzichten muss. Als dann mit dem Schlusspfiff feststand, dass das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams 0:0 ausgegangen war, ärgerten sich die jungen Roten aber doch etwas. 

Das lag nicht daran, dass die Mannschaftt von Slaven Skeledzic das Spiel deutlich dominiert hätte. Eigentlich hatten die Bremer etwas mehr von der Partie, 96 aber ließ kaum zwingende Chancen zu, "weil es die Jungs clever und vor allem taktisch gut gemacht haben", wie der Trainer fand. Zudem hatte die U17 in der ersten Halbzeit selbst eine richtig gute Möglichkeit, als Tim Dierßen einen direkten Freistoß trat, der im Tor gelandet wäre, hätte Werder-Keeper Klinkmann nicht noch seine Fingerspitzen an den Ball bekommen. 

Über den gesamten Verlauf der Partie gesehen ergaben sich für den jungen Roten immer wieder gute Gelegenheiten, Nadelstiche zu setzen, weil aber "der letzte Pass oft nicht genau genug gespielt wurde", schaffte es Skeledzics Elf nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Und genau deshalb überwog am Ende die Enttäuschung die Freude über einen verdienten Punkt. "Das Remis geht nach der von beiden Teams gezeigten Leistung in Ordnung. Weil wir aber wissen, dass wir durchaus ein Tor hätten schießen können, ärgern wir uns schon ein bisschen", erklärte der Coach. 

Ein Erfolg für die Psyche
Gezeigt hat das Gastspiel in Bremen - eine der wohl höchsten Auswärtshürden -, dass die U17 trotz der fast schon grotesken Personalsituation gegen starke Gegner bestehen kann. Es war deswegen zwar kein Erfolg nach Punkten, sehr wohl aber ein psychologischer.

Mit dieser Bestätigung, dass auch der Ausfall von wichtigen Spielern mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kompensiert werden kann, gehen die B-Junioren am morgigen Dienstag um 18.30 Uhr ins Conti-Cup-Viertelfinale beim Tabellenführer der Niedersachsenliga, dem TSV Havelse. Dort peilen Skeledzic und seine Jungs mit großer Zuversicht, Motivation und Konzentration den Einzug ins Semifinale an. "Wir wissen, dass wir der Favorit sind, nehmen diese Rolle an und wollen ihr auch gerecht werden", kündigt der Trainer an. Den Gegner nimmt man ernst, schließlich weiß man, dass der TSV "alles raushauen wird". 
mi

Werder Bremen:
Klinkmann - Yigit, Bruns (70. Lercher), von Holt - Prieß - Käuper, Eggestein, Schnirpa, Sahin (50. Dogan) - Winkler (60. Cook), Serbes

Hannover 96: Königsmann - Arkenberg, Anton, Von der Ah, Ehrcke (78. Hübers) - Timm - Polomka (73. Öztürk), Marotzke, Sylejmani, Dierßen - Yilmaz

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: -

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Warnecke (Magdeburg)

>>Tabelle B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost<<

U19: In Braunschweig durchgesetzt
Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 - jeder, der es mit einer der beiden Mannschaften hält, weiß, dass es das Duell schlechthin ist. Die Profimannschaften sind schon lange nicht mehr aufeinander getroffen, am Samstag aber bekamen es die A-Junioren beider Vereine im Conti-Cup-Viertelfinale miteinander zu tun. 

Nach 90 Minuten ging 96 aus dem Duell als Sieger hervor. Kevin Krottke hatte die Roten mit zwei Toren in Führung gebracht (24., 55.), weil für die Löwen Jorgen Nika durch einen Freistoß schnell den Anschluss schaffte (57.), wurde es noch einmal spannend. Und das war völlig unnötig, fand U19-Coach Daniel Stendel: "Wir haben überhaupt nicht aufgepasst, der Treffer darf so einfach nicht fallen."

Dass es am Ende bei dem 2:1-Erfolg blieb, war aus Sicht des Trainers verdient. "Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft und haben auf einem schlechten Boden gut gespielt. Hinten sind wir mittlerweile viel stabiler."

In der Hintermannschaft konnte sich auch Torhüter Marek Große auszeichnen, der den verletzten Brünig prima vertrat. 
mi