Nachwuchs, Leistungsbereich

U19/U17: Keine Punkte für den Nachwuchs

Erfolgloses Wochenende in der Akademie: Unsere U19 und U17 können nicht an die Erfolge der letzten Wochen anknüpfen und verlieren ihre Partien gegen Dynamo Dresden und Union Berlin. Die U19 unterliegt den Sachsen mit 1:2 und der U17 gelingt beim 0:2 gegen die Köpenicker kein eigener Treffer.  

Leistungsabfall
Unsere U19 hat in den letzten Wochen ein wahres Feuerwerk abgebrannt und sich mit hervorragenden Leistungen in oberste Regionen des Tableaus der Bundesliga Nord/Nordost gespielt. "Schon vor dem Jena-Spiel habe ich gewarnt, dass wir eine Mannschaft sind, die immer an ihre Leistungsgrenze gehen muss, um jeden Gegner zu bezwingen", deutet Cheftrainer Stephan Schmidt einen Leistungsabfall gegen Dynamo Dresden an und zeigt auf, dass die Erfolge der jüngsten Vergangenheit nicht als Selbstläufer funktionieren. Dabei beginnt die Partie gegen die Sachsen ganz im Sinne der Akademie-Talente und Justin Neiß sorgt für die 1:0-Führung nach elf gespielten Minuten. Der Vorsprung währt nicht lange und Dynamo kann in Person von Max Kulke schnell wieder ausgleichen (21.). Kurz vor dem Pausentee vergibt unser U19-Nachwuchs einen Strafstoß und die Möglichkeit zu einem wichtigen Zeitpunkt abermals in Front zu gehen. Das Momentum ist in dieser Partie ohnehin nicht auf der Seite der Roten: Zwei Tore werden aus einer Abseitsposition erzielt, Justin Jacob trifft für die Gäste zum 1:2 (70.) und 96-Verteidiger Sämi van den Berg wird nach einer Notbremse kurz nach der Dynamo-Führung des Feldes verwiesen (72.).

"Auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt"
"Wir haben völlig verdient verloren, weil wir auf jeder Position zu keinem Zeitpunkt unsere Leistung abgerufen haben", kommentiert Schmidt nach Abpfiff den 1:2-Endstand und liefert die Gründe gleich mit. Dem Fußball-Lehrer missfällt, dass seine Mannschaft die vergangenen Wochen mit Lobeshymnen nahezu überflutet wurde: "Es wurde in den letzten Wochen zu viel über die Tabellensituation und einzelne Spieler gesprochen. Man hat gesehen, dass uns das heute nicht gutgetan hat." Da kommt so eine Niederlage inmitten der Erfolgswelle gar nicht so ungelegen, um wieder konzentriert und fokussiert die letzten Aufgaben vor der Winterpause anzugehen: "Wir sind jetzt wieder auf dem Boden der Tatsachen zurückgekehrt und so sollten wir auch die letzten beiden Spiele angehen." Am 2. Dezember geht es zunächst zum Tabellenschlusslicht nach Osnabrück, bevor am 8. Dezember der Jahresabschluss bei Werder zelebriert wird.
cvm

STATISTIK

Hannover 96: Neufeld – van den Berg, Aytun, Beckenbauer, Walbrecht – Dzafo, Truemner, Neiß – Soto, Stehle, Kummer

Dynamo Dresden: Kiefer - Nathe, Jacob, Ehlers, Schurz - Kubitz (85. Huenig), Kulke, Großer, Fromm - Keil, Kusej

Tore: 1:0 Neiß (11.), 1:1 Kulke (21.), 1:2 Jacob (70.) 

Gelbe Karte: Beckenbauer / -

Rote Karte: van den Berg (72.) / -

Schiedsrichter: Holst (Hamburg)

Zuschauer: 50


"Enge Kiste"
Manchmal entscheiden im Fußball die Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage und unsere U17 geht gegen Union Berlin als Verlierer vom Platz ohne die schlechtere Mannschaft gewesen zu sein. "Wir haben den ersten krassen Fehler gemacht, was ausgereicht hat, um heute nicht gewinnen zu können", beschreibt Cheftrainer Mike Barten die bereits im Vorfeld angekündigte "enge Kiste". Beide Teams sind in ihrer Spielausrichtung auf Kompaktheit ausgelegt und entsprechend lauern beide Mannschaften auf die Fehler des Gegenübers, um durch blitzartiges Umschalten zum Erfolg in Form eines Treffers zu gelangen. Dabei fällt das Tor von Fisnik Asllani (59.) zur Führung der Gäste aus einer unübersichtlichen Gemengelage heraus und der Schütze braucht am Ende der Situation nur noch abstauben. "Wir haben insgesamt wenig zugelassen, das Spiel weitestgehend mitgestaltet und Chancen herausgespielt", zeigt sich Barten vom Spiel seines Teams einverstanden.

Kein Ausgleich trotz Großchancen
Nach dem Gegentreffer hat der Coach das Spiel der 96-Talente weiter nach vorne verlegt, um mehr Druck aufzubauen. Der Ausgleich ist unserem Nachwuchs nicht vergönnt und muss mit dem Schlusspfiff gar den zweiten Union-Treffer von Asllani (80.+2) schlucken. "Wir waren nicht schlechter, aber uns hat der Killerinstinkt vor dem Tor gefehlt, denn genügend Einschussmöglichkeiten sind da gewesen. Das müssen wir uns ein Stück weit vorwerfen", bemängelt Barten das Auslassen mehrerer Großchancen über 90 Minuten. Nach zuvor drei Siegen am Stück wäre aufgrund der ordentlichen Eigenleistung gegen Union Berlin der Punkt in jedem Fall verdient gewesen. Die nächste Gelegenheit auf Punkte bietet sich am 1. Dezember beim SV Werder, bevor es in der Akademie gegen Energie Cottbus in das letzte Spiel des Jahres 2018 geht.
cvm

STATISTIK

Hannover 96: Kokott - Warnecke, Rau (72. Frees), Glombitza, Eichhorn - Kiy (65. Keissoglou), Lührs - Oppie, Franke, Oduah - Momuluh (65. Kutluhan)

Union Berlin: Kemlein - Labroussis, Dag, Doman, Hajjaj - Mentrup (41. Reinhardt), Schneider, Veith, Mansour - Asllani, Durmushan (64. Schmahl)

Tore: 0:1 Asllani (59.), 0:2 Asllani (80.+2)

Gelbe Karte: Warnecke, Eichhorn, Kokott / Schmahl

Schiedsrichter: Lang (Schweinfurt)

Zuschauer:
 53