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Heldt im "Doppelpass": "André genießt mein Vertrauen"

Niederlage gegen Berlin, Tabellenplatz 17, dazu die Diskussionen rund um 50+1: 96-Manager Horst Heldt war am Sonntagvormittag zu Gast im Sport1-Talk "Doppelpass" und musste zu vielen Themen Stellung beziehen. Wir haben die wichtigsten Aussagen des Managers zusammengefasst.

"Es gibt keine Freifahrtscheine": 96-Manager Horst Heldt.

96-Manager Horst Heldt über …

… die 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC an diesem Wochenende: "Das war ein Tiefpunkt. Das hat uns vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gefallen, wie wir gespielt haben. Wir wollten agieren, nicht reagieren. Aber die Mannschaft ist verunsichert gewesen. Das hat man von Beginn an gespürt, und das haben wir so in dieser Form zum ersten Mal erlebt."

… die vielen Gegentore in der laufenden Saison: "Wir machen zu viele Fehler und bekommenen deshalb auch zu viele Gegentore. Wir müssen besser verteidigen. Das werden wir in der nächsten Woche klar ansprechen und daran arbeiten."

… Trainer André Breitenreiter: "André hat viel bewirkt in Hannover und genießt mein Vertrauen. Ich nehme aber niemanden in Schutz. Weder mich noch den Trainer noch die Spieler. Wir müssen die Spieler jetzt begleiten. Wir müssen mit ihnen Einzelgespräche führen, vielleicht eine veränderte Trainingsform an den Tag legen, all das muss besprochen werden. Es gibt keinen Freifahrtsschein in dieser Situation, wenn man Tabellen-17. ist. Wir sind alle in der Pflicht, es besser zu machen. Es ist unsere Aufgabe und natürlich auch die vom Cheftrainer, Lösungen zu erarbeiten, damit wir am kommenden Wochenende gegen Mainz ein anderes Bild abgeben."

… die Fans: "Unsere Fans stehen bedingungslos hinter der Mannschaft, auch dann, wenn wir nicht gut spielen. Auch gegen Berlin hat uns das gesamte Stadion, nach dem bundesweiten Stimmungsboykott in der ersten Halbzeit, sensationell unterstützt. Die Fans sind nicht gegen die Mannschaft."

… die vielen Themen rund um Hannover 96 in den Medien: "Wir haben derzeit viele Baustellen – auf dem Platz und drumherum. Die gilt es nach und nach zu schließen. Aber ich lasse diese Themen nicht als Alibi für die Mannschaft gelten. Wir sind alle Profis, und da kann ich von mir, vom Trainerteam und von den Spielern erwarten, dass sie die Themen drumherum ausblenden. Das ist möglich. Und deshalb führen wir das auch nicht als Erklärung dafür auf, dass wir nicht erfolgreich sind."

… das Thema 50+1: "Wir warten seit zwei Jahren auf ein Ergebnis. Wer hat das zu verantworten? Doch nicht Martin Kind! Er hat immer alle Unterlagen eingereicht. Aber wieso ist das Schiedsgericht der DFL nicht in der Lage, mal ein Ergebnis zu liefern? Man muss doch feststellen, dass es Kräfte in der Bundesliga gibt, die diese Situation bei Hannover 96 ausnutzen, damit 50+1-am Ende fällt. Denn es gibt viele in der Bundesliga, die genau das wollen, weil sie glauben, dass man nur dann weiter international konkurrenzfähig sein kann. Und Martin Kind ist jetzt der Buhmann der Nation, weil er der Auslöser für diese Diskussion ist. Martin Kind und Hannover 96 werden benutzt, damit 50+1 am Ende vielleicht auch vor einem ordentlichen Gericht landet und geklärt wird. Und das ist nicht korrekt."