eSports, Klub

eSportler halten Kontakt zur Spitzengruppe

Hannover 96 hat die eSpieltage acht und neun in der virtuellen Bundesliga mit zwei Unentschieden beendet. Trainer Dennis Jackson ist nicht unzufrieden - sieht aber auch noch Verbesserungspotenzial. Unser Nachbericht.

Enge Duelle: 96 und der 1. FC Nürnberg haben sich 4:4-Unentschieden getrennt.

Drei Punkte hinter Platz vier
Die eSportler von Hannover 96 haben in der VBL Club Championship zurück in die Erfolgsspur gefunden: Das Team von Coach Dennis Jackson trennte sich in den Duellen mit dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Nürnberg jeweils 4:4-Unentschieden und hält somit den Kontakt zur Spitzengruppe. In der Tabelle der virtuellen Bundesliga liegen die Roten nach den eSpieltagen acht und neun mit nun 39 Punkten auf Platz neun - mit gerade einmal drei Punkten Rückstand auf den Tabellenvierten. "Diese Spieltage haben Kraft gekostet", sagte Jackson nach sechs packenden Partien, in denen für 96 durchaus mehr drin gewesen wäre.

4:4 gegen Wolfsburg
Im Niedersachsenduell mit dem VfL Wolfsburg zum Beispiel. Da kassierte 96-Spieler Marco Becker trotz guter Vorstellung eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den dreifachen Vizeweltmeister Timo Siep. Und auch im Zwei-gegen-zwei an der Seite von Christoph Strietzel musste sich Becker am Ende mit einem Punkt begnügen. "Ich fühle mich derzeit in einer super Form, kann meine Spiele über weite Strecken dominieren, werde letztlich aber nicht belohnt", sagte Becker. Immerhin: Strietzel setzte sich in einem torreichen Spiel gegen den mehrfachen deutschen Meister Benedikt Saltzer mit 5:3 durch und holte drei wichtige Punkte für die Roten.

  • Playstation: Marco Becker - Timo Siep 1:2 (drei Punkte für Wolfsburg)

  • X-Box: Christoph Strietzel - Benedikt Saltzer 5:3 (drei Punkte für 96)

  • 2 vs. 2: Marco Becker/Christoph Strietzel - Benedikt Saltzer/Timo Siep 1:1 (jeweils ein Punkt)

4:4 gegen Nürnberg
Noch unglücklicher lief es gegen den 1. FC Nürnberg. An der Playstation sah Becker gegen Nürnbergs Daniel Butenko schon wie der sichere Sieger aus, verspielte aber noch eine 4:2-Führung und musste sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Auch das Duell an der X-Box war spektakulär - diesmal aber mit einem besseren Ausgang für 96: Strietzel gewann gegen Serhat Öztürk mit 5:4 und holte - wie schon zuvor gegen Wolfsburg - den einzigen Sieg der Roten. Im abschließenden Zwei-gegen-zwei kamen kassierten Becker und Strietzel nämlich eine unerwartete 1:2-Niederlage. "Im Zwei-gegen-zwei musste Marco kurzfristig für Erol Bernhardt einspringen", sagte Strietzel, "da lief es leider nicht wie erhofft, weil wir keine Vorbereitungszeit hatten."

  • Playstation: Marco Becker - Daniel Butenko 4:4 (jeweils ein Punkt)

  • X-Box: Christoph Strietzel - Serhat Öztürk 5:4 (drei Punkte für 96)

  • 2 vs. 2: Marco Becker/Christoph Strietzel - Kevin Reiser/Serhat Öztürk 1:2 (drei Punkte für Nürnberg)

"Wollen uns wieder belohnen"
"Christoph hat gegen Wolfsburg und Nürnberg zum Teil seine ganze seine ganze Klasse in der Offensive gezeigt", lobte 96-Coach Dennis Jackson seinen jungen Spieler. "Marco konnte seinen Gegner ebenfalls sein sehr durchdachtes Spiel aufdrücken, blieb aber leider glücklos. Für die kommenden Wochen müssen wir uns als Ziel setzen, die Spieler konstanter nach Hause zu bringen und uns mit Punkten zu belohnen." Die nächste Chance dazu haben die Roten am kommenden Mittwoch in den Duellen mit Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld.
hop