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Thomas Doll: "Mir geht es nur um Hannover 96"

96-Trainer Thomas Doll hat sich nach der 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag wie üblich den Fragen der Journalisten gestellt. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

"Alle Jungs ziehen mit": 96-Trainer Thomas Doll.

Die Enttäuschung war spürbar nach der Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach, aber aufgeben gilt nicht für Thomas Doll. Der 96-Trainer erklärt, warum es wichtig ist, als Mannschaft nicht das Gesicht zu verlieren, warum das Miteinander trotz der Situation gut ist und warum sich niemand Gedanken um ihn machen muss.

Thomas Doll über …

  • … die Niederlage gegen Mönchengladbach: "Dass Mönchengladbach eine bessere Mannschaft hat, das wissen wir. Und trotzdem hatten wir die Möglichkeit, aus diesem Spiel etwas mitzunehmen. Das gilt auch für die vier Spiele davor, in denen mehr drin war, wir aber die Punkte liegengelassen haben."

  • … die Einstellung der Mannschaft: "Die Jungs ziehen mit und versuchen, das Bestmögliche rauszuhauen. Das kann jeder sehen. Wie sich die Jungs präsentieren, auch als Team, da kann man keinem einen Vorwurf machen. Was halt fehlt, sind die Punkte. Vor einigen Wochen war von Charakterlosigkeit die Rede … Aber wir leben in der Gegenwart, und da hat die Mannschaft auch gegen Gladbach ihr Gesicht nicht verloren. Das ist wichtig."

  • … die Chancen auf den Klassenerhalt: "Es sind noch fünf Spiele und noch 15 Punkte zu holen. Wir kennen unsere Situation. Die Chancen werden immer geringer. Da müssen wir uns nichts vormachen – aber aufgeben müssen wir trotzdem nicht. Und das werden wir auch nicht."

  • seine persönliche Situation als Trainer: "Ich kann einschätzen, wie die Situation war und wie sie ist. Ich bereite die Mannschaft vernünftig vor, mir kann – glaube ich - niemand etwas nachsagen, was mein Engagement und mein Miteinander mit dem Team und allen Mitarbeitern drumherum betrifft. Aber dafür kann ich mir nichts kaufen. Ich werde als Trainer an Resultaten gemessen. Und ich stehle mich nicht aus der Verantwortung oder sage, ich habe mit alledem nichts zu tun."

  • Auswirkungen auf sein Seelenleben: "Ich laufe nicht pfeifend durch die Gegend, aber ich laufe auch nicht mit hängendem Kopf herum. Mir geht es nur um Hannover 96. Als ich im Ausland gearbeitet habe, hat sich keiner Gedanken um mich gemacht. Jetzt muss sich auch keiner Gedanken machen, ob ich noch lange in der Bundesliga bin oder nicht. Mein Leben hängt nicht davon ab, ob mich ein Journalist reinschreibt oder rausschreibt."

  • die Stimmung im Umfeld: "Noch einmal: Alle Jungs ziehen mit. Alle kommen gern zur Arbeit und hierher ins Stadion. Trotz der Situation haben wir ein gutes Miteinander. Das ist alles andere als selbstverständlich."
    hr