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Linton Maina: "Die kurze Pause hat auch einen Vorteil"

96-Profi Linton Maina spricht im Interview mit hannover96.de über den Trainingsauftakt am Montag, Urlaub mit Freunden - und seine Ziele für die kommende Zweitligasaison.

Freut sich auf den Saisonstart: 96-Profi Linton Maina.

Linton, Du hast nach dem Bundesligaabstieg im Mai viele Tränen vergossen. Wie lange hat es gedauert, bis sie getrocknet sind?

Linton Maina (19): Es tut schon noch weh, wenn ich daran denke, dass wir den Klassenerhalt nicht geschafft haben. Aber je näher die Vorbereitung auf die neue Saison gerückt ist, desto größer ist die Vorfreude geworden, dass es endlich wieder los geht. Und jetzt denke ich eigentlich kaum noch an die vergangene Saison - sondern nur noch daran, was kommt.

Wie hast Du es geschafft, in der Sommerpause abzuschalten und den Kopf freizubekommen?

Maina: Ich bin anfangs in Berlin gewesen, bei meiner Familie und meinen Freunden. Und ich war bei der Hochzeitsfeier von Charly (gemeint ist unser ehemaliger 96-Profi Charlison Benschop; Anm. d. Red.), die war wunderschön. Von dort bin ich mit Ihlas (gemeint ist Ihlas Bebou; Anm. d. Red.) und ein paar Freunden in den Urlaub geflogen. Und jetzt verbringe ich noch ein paar Tage in Berlin, bevor es am Montag in Hannover wieder los geht.

Die Sommerpause ist in diesem Jahr etwas kürzer für Dich gewesen, weil die zweite Liga bereits ein paar Wochen früher in die neue Saison startet als die erste Liga. Hand aufs Herz: Hättest Du gern noch ein paar Wochen mehr Urlaub gehabt?

Maina: Gegen ein, zwei Urlaubswochen mehr hätte sicher nichts gesprochen. (lacht) Aber die kurze Pause hat auch einen Vorteil.

Welchen?

Maina: Es ist leichter, wieder reinzukommen. Wenn du nach zwei Wochen anfängst, wieder Laufen zu gehen, ist das angenehmer, als wenn du erst nach drei, vier Wochen Pause wieder startest.

Hattest Du denn schon Zeit, Dir Gedanken über Deine Ziele für die kommende Saison zu machen?

Maina: Natürlich! Mein Ziel ist es, dass wir wieder aufsteigen. Ich bin der Meinung, dass der Verein und die Stadt nach oben gehören.

Und was ist mit persönlichen Zielen?

Maina: Ich möchte verletzungsfrei bleiben, das ist das Wichtigste. Und ich möchte noch mehr Spielpraxis sammeln und dazulernen. In der zweiten Liga wird es körperlich sicher noch härter zur Sache gehen, da kann ich noch viel verbessern. Ich muss körperlich auf jeden Fall noch zulegen.

96 wird mit einem veränderten Kader in die neue Saison gehen. Ist das vielleicht auch eine Chance für einen Neuanfang nach der enttäuschenden Vorsaison?

Maina: Auf jeden Fall. Es ist natürlich schade, dass einige Spieler weggegangen sind, gute Spieler, Leistungsträger. Aber es war klar, dass das beim Abstieg passieren würde. Für den Verein ist das jetzt die Chance, noch mal ein Stück weit von vorn anzufangen.

Zum Neuanfang gehört auch ein neuer Trainer. Kennst Du Mirko Slomka eigentlich persönlich?

Maina: Ich habe ihn vor zwei Jahren mal zufällig am Flughafen getroffen, als ich auf dem Weg nach München war. Viel gesprochen haben wir damals nicht. Aber ich werde ihn ja am Montag kennenlernen. (lacht)

Montag werden auch zwei Neuzugänge aus der Akademie dabei sein: Niklas Tarnat und Justin Neiß. Wie sehr freut es Dich, dass die beiden einen ähnlichen Weg gegangen sind wie Du und jetzt von der Akademie in den Profikader aufrücken?

Maina: Das freut mich total für die beiden. Es ist ein gutes Zeichen, wenn immer mal wieder Talente aus der Akademie zu den Profis wechseln. Das zeigt, dass in der Akademie gute Arbeit geleistet wird und 96 auf junge Spieler setzt.

Zwei andere Talente aus der Akademie haben zuletzt bei der U20-Weltmeisterschaft für Furore gesorgt: die US-Boys Sebastian Soto und Chris Gloster. Hast Du ihre Auftritte in Polen verfolgt?

Maina: Ich habe zwar nicht alles mitbekommen, aber ich habe gesehen, dass sie bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen sind und dort gegen Ecuador verloren haben. Die beiden können echt stolz auf sich sein, nicht jeder schafft es bei einer U20-WM so weit. Ich würde mich sehr freuen, wenn die beiden in Hannover verlängern würden und wir in Zukunft zusammen angreifen können.
hop