TL Stegersbach, Profis

3:1 gegen den Grazer AK: Soto-Doppelpack bei Sieg im dritten Trainingslager-Test

Der österreichische Zweitligist Grazer AK verlangte Hannover 96 alles ab, am Ende stand für unsere Roten heute Abend aber nach einem 0:1-Rückstand ein verdienter 3:1-Sieg im letzten Spiel im Rahmen des Trainingslagers.

Sebastian Soto traf gegen den Grazer AK doppelt.

Gute 96-Chancen, aber GAK-Führung
Die 96-Mannschaft hatte bereits in der ersten Halbzeit viele kleine und auch größere Chancen, der einzige Treffer gelang aber kurioserweise den engagiert und diszipliniert spielenden Gastgebern. Nach einer Ecke stand GAK-Kapitän Dominik Hackinger frei und ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen (31. Minute).

Bis dahin hätte 96 längst in Führung liegen können bei Möglichkeiten für Hendrik Weydandt (9., 19.) und Florent Muslija (8., 11.). Pech hatte Muslija auch: Seinen strammen Weitschuss in der 16. Minute bekam der Grazer Torhüter Patrick Haider nicht zu greifen, der Ball prallte aus seinen Händen aber an den Pfosten. Nach dem Rückstand verlor 96 für kurze Zeit die Linie, hatte dann aber noch die bis dahin beste Möglichkeit der Partie: Nach einem Solo von Kapitän Marvin Bakalorz verpasste Cedric Teuchert knapp den Ausgleich.

Prib per Freistoß, Soto trifft doppelt
Doch der ließ nach der Pause nicht lange auf sich warten. Eingeleitet wurde das 1:1 von Linton Maina, der am linken Flügel Tempo aufnahm. Marco Stefandl leitete den Ball weiter auf Julian Korb, dessen Flanke Sebastian Soto cool und gekonnt verwandelte (52.). Fünf Minuten später hatten die hannoverschen Fans in Österreich zum zweiten Mal Grund zum Jubeln. Edgar Prib schoss einen Freistoß (Genci Haraguchi war gefoult worden) mit links in die linke Ecke - fertig war das 2:1. Nachdem Haraguchi noch am Torwart gescheitert war, erhöhte Soto mit seinem zweiten Treffer in bester Abstaubermanier auf 3:1 (76.).

Fazit: Im Trainingslager ginge es auch darum, Widerstände zu überwinden, hatte 96-Trainer Mirko Slomka gesagt. Gegen den Grazer AK, der ein ordentlicher Prüfstein war, gelang das mit einer Kraftanstrengung nach der Pause und viel Willen eindrucksvoll.

"Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt: Mindestens 3:1, sonst wird das kein Spaß", sagte Cheftrainer Mirko Slomka nach dem Abpfiff. "Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit die Umstellungen, die wir eingefordert haben, durchgezogen. Da hatten wir wieder Zug zum Tor und mehr Ordnung im Zentrum. Mit einigen Dingen war ich heute nicht zufrieden, daran müssen wir arbeiten."
hr

STATISTIK

Grazer AK (Startelf): Haider - Schellnegger, Zündel, Nutz, Hackinger, Pfeifer, Perchthold, Kozissnik, Gantschnig, Rosenberger, Rother

Hannover 96: Tschauner - Jung (46. Korb), Franke, Felipe (46. Elez), Gloster (46. Maina), Ostrzolek (46. Albornoz), Fossum (46. Tarnat), Bakalorz (46. Prib), Muslija (46. Stefandl), Teuchert (46. Haraguchi), Weydandt (46. Soto).

Tore: 1:0 Hackinger (31.), 1:1 Soto (52.), 1:2 Prib (57.), 1:3 Soto (76.)