Mit Oma ins Stadion

"DEINE LEIDENSCHAFT. UNSERE STÄRKE!" Unter diesem Motto rollte für uns in der Saison 2012/13 die Kugel in der Liga und in Europa. Auch Laura war mit unseren Roten auf der Reise. So oft es geht unterstützte die 13-Jährige ihre Roten im Stadion. Besonders: Sie lebt diese Leidenschaft an der Seite ihrer Oma.

Laura auf dem Weg ins Stadion.

96 – Eine Leidenschaft für die ganze Familie
"Seit der Saison 2010/11 bin ich 96-Fan. Da hat es erst richtig damit angefangen, dass ich zu Spielen gegangen bin, mir einen Schal und weitere 96-Sachen gekauft habe. Der Freund meiner Mutter ist ebenfalls ein großer Fan und hat mich sozusagen "angesteckt". Ich habe mich schon immer für Fußball interessiert, allerdings nicht so sehr wie jetzt. Meine Mama und mein Papa sind auch 96- beziehungsweise Fußballfans, meine Mama ist auch bei manchen Spielen dabei. Das erste Mal im Stadion war ich im April 2011 gegen Gladbach, als 96 0:1 verloren hat. Dann war erst mal Sommerpause. Aber im September hat Mamas Freund mich zum Spiel gegen Dortmund mitgenommen - dem Last-Minute Sieg! Ich fand die Stimmung so toll, dass ich öfters hingehen wollte - das hat ja auch geklappt. Jetzt bin ich jedes Spiel im Stadion. Da ich keine Jahreskarte haben darf, gehe ich mit Oma zu jedem Spiel oder manchmal auch mit Opa. Meine Oma ist ein ganz großer 96-Fan, ungefähr so wie ich! Sie ist eine ganz besondere Person für mich. Wir haben mit 96 schon sehr viel erlebt. Zum Beispiel waren wir zusammen auf der Bult beim 96-Pferderennen! Das hat viel Spaß gemacht. Oder das Spiel gegen K’lautern, als wir nach dem Spiel und der Verabschiedung von Lala noch zweieinhalb Stunden gewartet haben, dass unsere Roten wiederkommen und dann doch keiner kam.

Die fußballbegeisterte Oma Barbara.

Meine besonderen 96-Erlebnisse
Es gibt mit 96 eigentlich nur besondere Ereignisse. Ganz besonders schön war natürlich die Qualifikation für die Europa League. Die Heimspiele gegen Dortmund und Bayern waren auch etwas ganz Besonderes! Ich war bei beiden Spielen dabei, den Last-Minute Sieg gegen den Deutschen Meister habe ich immer noch im Kopf. Weil es einfach eine Hammer Stimmung war, nach den Toren von Ya Konan und Haggui. Und Moas Elfer gegen Bayern an seinem Geburtstag, da habe ich mich doppelt gefreut! Dann war auch das Spiel gegen Atlético Madrid toll, weil es das Viertelfinale der Europa League war. Es war abends und die Choreo war soooo schön! (Ich hatte einen grünen Zettel in der Hand.) Die Stimmung war überragend und alle haben gehofft, dass die Roten weiterkommen. Doch auch nach der Niederlage haben alle unsere Roten angefeuert und sich gefreut, dass wir so weit gekommen sind! Das Spiel gegen Kaiserslautern war auch klasse, weil es um die Qualifikation für die Europa League ging. 96 musste siegen. Am Anfang lag  Hannover hinten und Wolfsburg führte. 96 hatte viele Chancen, machte aber kein Tor. Das war so spannend! Als Didi schließlich endlich traf, war die Stimmung überragend, noch besser als bei allen anderen Spielen!    

Laura mit ihrem Lieblingsspieler "Moa" Abdellaoue.

Eine Leidenschaft nicht nur für 96
Leidenschaft bedeutet für mich, dass man mit seiner Mannschaft mitfiebert und immer dabei ist. Dass man Freudensprünge macht, wenn 96 ein Tor schießt. Dass man mit dem Verein leidet, wenn sie verlieren. Ich drücke meine Leidenschaft aus, indem ich im Stadion mitschreie und alle Fangesänge mitsinge. Auch wenn die Leute um mich herum in der Westkurve nur auf ihren Plätzen sitzen, stehe ich auf und mache mit der Nordkurve mit. Das ist immer total lustig und macht Spaß! Mein Lieblingsspieler ist "Moa". Er ist einfach ein klasse Fußballer! "Moa" ist ein Stürmer, der gerne Tore macht, aber auch nicht aufgibt, wenn er mal keine macht! Er nimmt es einfach locker und gibt weiterhin Gas und erspielt sich seine Chancen. Außerdem ist er richtig nett. Ich habe ihn auch schon mal persönlich getroffen, beim 96-Renntag zum Beispiel. Ich habe Fotos von ihm gemacht habe und ein Autogramm auf mein "Moa"-Trikot von ihm bekommen. Nach dem Spiel gegen Kaiserslautern habe ich am "Spielerausgang" gestanden und dann ist er auch rausgegangen. Ich bin zu ihm gerannt und habe nach einem Foto gefragt. Leider hat er mich erst nicht verstanden (weil er anscheinend kein Deutsch kann, aber wusste dann doch, was ich meinte. Steve mag ich auch sehr. Echt, ich habe ihn noch keinen Tag gesehen, an dem Stevie nicht fröhlich ist."
rmh