Helene-Viktoria: Das Sevilla-Baby

Der 25. August 2011 wird den Siedenbergs als besonderer Tag in Erinnerung bleiben: "Ihre" 96er schafften in Sevilla den Einzug in die Europa League-Gruppenphase – doch  vier Wochen später gab es noch eine Überraschung...

Sevilla als ganz besonderes Pflaster
Bereits die Qualifikation für die Europa League – nach fast zwei Jahrzehnten internationaler Abstinenz – löste helle Vorfreude bei meinem Mann und mir auf die kommende Herausforderung aus. Als dann das Traumlos FC Sevilla gezogen wurde, war aus unserer Sicht sofort klar, dass wir diese Gelegenheit zu einer Auswärtsfahrt einfach nutzen müssen. Ein ganz klares Plus für die wunderschöne Stadt Sevilla: Sie war uns bereits durch unsere Hochzeitsreise bestens bekannt! Wie viele andere 96-Anhänger auch, verbrachten wir also einige aufregende Tage mit den Reisevorbereitungen sowie Ticketkäufen, um für den ersten internationalen Auftritt seit 1992 bestens gerüstet zu sein. Ein toller "Zufall": Uns gelang es sogar, das gleiche Hotel wie auf der Hochzeitsreise fünf Jahre zuvor zu buchen.

Ehepaar Siedeberg begeistert von der "fantastischen Stimmung"
Der Tag des Spiels war dann wirklich wie gemalt. Ein herrlicher Donnerstagabend in der andalusischen Provinz – Sonne, hohe Temperaturen und eine super Atmosphäre in der ganzen Stadt! Überall waren 96-Fans anzutreffen, Sevilla schien fest in unserer Hand. Das Spiel und die Stimmung im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán entwickelten sich zu einem fantastischen Erlebnis. Das ganz besondere Flair bei internationalen Begegnungen war deutlich zu spüren, ja nahezu greifbar für uns Anhänger. Als "Moa" Abdellaoue in der ersten Halbzeit der 1:0-Führungstreffer gelang, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Der Ausgleich sorgte zwar noch für etwas Zittern, doch unsere Jungs retteten den Spielstand bekanntlich über die Runden. Nach dem vielumjubelten Abpfiff ging es noch in die Straßen von Sevilla, wo wir noch stundenlang ausgelassen den großen Triumph feierten. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der 25. August 2011 ein unvergesslicher Tag sein sollte.

Helene-Viktoria und ihr stolzer großer Bruder.

Helene Viktoria als schönste Überraschung überhaupt
Vier Wochen später steigerte sich unsere Freude ins Unermessliche: Wir erfuhren, dass ich zum zweiten Mal schwanger war! Schnell war klar, wo und unter "welchen Umständen" unser lang ersehnter Nachwuchs entstanden ist. Direkt kam uns Idee, unserer Kleinen einen besonderen Zweitnamen zu geben, sollten unsere Roten die Europa League tatsächlich gewinnen. Zwar hat 96 den Pokal letztendlich nicht nach Hannover holen können, aber uns als Fans dennoch eine so traumhafte, sowohl national als auch international, Saison beschert. Deshalb stand für uns schon früh fest, dass es einen besonderen Beinamen geben wird: Helena Viktoria! Der Beiname steht für die römische Siegesgöttin aus der Antike – Viktoria. Seit dem 7. Mai 2012 haben wir die schönste Erinnerung an die Sevilla-Reise jeden Tag vor unseren Augen.

Helene-Viktoria: Von Geburt an 96-Fan und zugleich ein echter Wonneproppen.

Tochter schon mit internationaler Erfahrung
Viel früher als Helene Viktoria kann man wohl nicht internationale Erfahrung sammeln, denn Anfang November machte sie die Auswärtsreise nach Kopenhagen – im übertragenen Sinne im Bauch – schon mit. Und hier brachte unsere Kleine den 96ern auf Anhieb Glück, denn nach einem 0:1-Rückstand drehten wir die Partie nämlich noch in der Schlussphase. In diesem Jahr wird es zwar nichts mit einer erneuten Reise nach Sevilla, da die Mannschaft aus Andalusien das internationale Geschäft verfehlt hat, doch wir – und da ist unsere kleine Siegesgöttin sicherlich der gleichen Meinung – würden uns auch mit einem Ausflug nach Madrid, Mailand oder Lyon zufrieden geben.