Spielberichte 2016/17

1:0-Sieg der leisen Sorte gegen KSC

Drei Punkte und am Ende des sechsten Spieltags Platz vier für Hannover 96! Die Roten besiegten den Karlsruher SC geräuschlos mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Felix Klaus (7.).

­Zwei Wechsel in der 96-Startelf
96-Trainer Daniel Stendel wechselte im Vergleich zum 3:3-Unentschieden gegen Arminia Bielefeld auf zwei Positionen: Für Sebastian Maier und Niclas Füllkrug, die zunächst auf der Bank Platz nahmen, rotierten Oliver Sorg und Kenan Karaman in die Startelf. Karlsruhes Coach Tomas Oral beließ es bei seiner eingespielten Formation vom vorherigen Spieltag.

Frühe Führung durch Felix Klaus
Nach dem Remis auf der Bielefelder Alm galt es gleich von Beginn an, den Ton im heimischen Wohnzimmer anzugeben. Gute Stimmung gab es zunächst auf dem Rasen noch nicht, wohl denn wie gewohnt auf den Rängen von Seiten der 96-Fans. Doch plötzlich wurde es laut! Nach einem von Miiko Albornoz ausgeführten Freistoß aus gut 35 Metern verlängerte Stefan Strandberg per Kopf auf Felix Klaus, der eiskalt einschob  - 1:0-Führung (7.). Temporeicher Start also, dessen Geschwindigkeit Klaus erneut nutzte und das 2:0 schon auf dem Fuß hatte, jedoch im letzten Moment am KSC-Schlussmann René Vollath scheiterte (10.). Es sollte zehn Minuten spielerisch etwas geräuschloser zugehen, bis die Roten den Lautstärkeregler erneut aufdrehten. Wieder Freistoß aus der Distanz, Fossum auf Karaman, der jedoch das Leder per Kopf nicht vollends erwischte (20.) und Klaus, der sich im Anschluss auf rechts durchsetzte, dessen Querpass der herangeeilte Artur Sobiech in letzter Sekunde am zweiten Pfosten aber nicht mehr erwischte (21.).

Grund zum Feiern: Felix Klaus trifft zur 1:0-Führung.

96 gibt den Ton an
Die Gäste hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerten Möglichkeiten, gaben nur gelegentlich offensive Töne von sich, wenn aber auch nur leise. Es waren unübersehbar die Hausherren, die die richtigen Knöpfe bedienten. Alleinunterhalter auf der rechten Außenbahn war in den ersten 45 Minuten Klaus, der eine große Bandbreite der fussballerischen Klaviatur an diesem Tag bediente. Ein ganz dickes Ding hatte Fossum kurz vor dem Halbzeitpfiff auf dem Schlappen. Waldemar Anton hatte den Norweger nach einem Konter perfekt in Szene gesetzt, doch der 20-Jährige krönte seinen Alleingang am Ende nicht – KSC-Verteidiger Enrico Valentini kratzte den Ball gerade noch von Linie (44.). Danach folgte die künstlerische Pause für beide Teams.

Im Vormarsch: Kenan Karaman auf der linken Außenbahn

1:0 reicht für einen Heimdreier
Nach Wiederanpfiff drückten die Roten die Repeat-Taste, offenbar nicht fest genug. Ruhigere Töne waren fortan auf dem Feld zu vernehmen. Artur Sobiech probierte es zunächst aus rund 25 Metern (54.), bevor Karaman nach Vorlage von Klaus das 2:0 auf dem Kopf hatte, aber in Vollath seinen Meister fand (65.). Diskussionsbedarf gab es dann kurz nach einem Foul von Dimitris Diamantakos an 96-Keeper Philipp Tschauner – der KSC-Stürmer war im Fünfmeterraum mit dem Schlussmann der Roten unsanft zusammengerauscht. Anschließend übernahm Karlsruhe zwischenzeitlich den Taktstock, blieb jedoch torlos, denn: Auch der ehemalige 96er Moritz Stoppelkamp vollendete seine Möglichkeiten nicht: Vom rechten Strafraumeck senste er über Tschauners Kasten (70.), den Freistoß parierte eben dieser kurz darauf zur Ecke (74.). Klaus stimmte schon zum Jubelschrei an, der allerdings auf seinen Lippen verhallte – sein Distanzschuss landete im hannoverschen Nachthimmel (81.). Sebastian Maier bediente noch einmal Niclas Füllkrug, der jedoch das Endergebnis nicht mehr in die Höhe schrauben konnte. Zu einer spielerischen Symphonie sollte es an diesem Abend nicht mehr ganz reichen, wohl denn zu einem Heimdreier - und das ist das, was Mannschaft und Fans hören wollen.

Weiter geht´s!
Es blieb beim 1:0-Heimsieg und damit bei einem Musikstück, sprich einem Spiel mit leisen und einigen lautstarken Passagen, aber mit einem positiven Ausklang.
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STATISTIK:

Hannover 96: Tschauner - Sorg, Anton, Strandberg, Albornoz - Schmiedebach, Bakalorz - Klaus (88. Maier), Fossum, Karaman (74. Bähre) - Sobiech (76. Füllkrug)

Karlsruher SC: Vollath - Valentini, Thölke, Stoll, Kempe - Kom (29. Yann, 79. Hoffer), Prömel - Mavrias, Barry (46. Kamberi), Stoppelkamp - Diamantakos

Tore: 1:0 Klaus (7.)

Gelbe Karten: Klaus / Kom, Yann, Diamantakos

Schiedsrichter: Christian Dietz

Zuschauer: 31.700