Vorberichte 2016/17

Wenn sich zwei zum ersten Mal treffen

Noch nie um Punkte gekämpft, doch am Sonntag ist es soweit: Hannover 96 empfängt die Würzburger Kickers in der HDI Arena zur Premieren-Partie.

Aktuelle Form:
Rückenwind für die Gastgeber: Unter der Woche fertigte Hannover 96 die Fortuna aus Düsseldorf mit einem fulminanten 6:1-Sieg in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals ab. Das gibt nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in der Liga Auftrieb für die nächste Begegnung am 11. Spieltag. Am kommenden Sonntag empfangen die Roten nun die Würzburger Kickers. Der Aufsteiger hat - ebenfalls wie die Gastgeber – momentan 17 Punkte auf dem Konto. Lediglich das Torverhältnis macht den Unterschied. Auch das Team von Trainer Bernd Hollerbach verlor die letzten beiden Partien und wird alles daran setzen, weitere Zähler einzufahren.

Martin Harnik trifft mit Hannover 96 das erste Mal auf die Kickers aus Würzburg.

Was bisher geschah:
Die zweite Premiere innerhalb dieser Woche: Am Mittwoch trafen die Roten im DFB-Pokal das erste Mal in diesem Wettbewerb auf Fortuna Düsseldorf, nun erwartet die 96er in der laufende Saison eine weitere Begegnung, die es bislang noch nicht gegeben hat. Zu Gast: die Kickers aus Würzburg. Sozusagen ein "Blind Date" vor rund 30.000 Zuschauern, bei dem zwar der Name des Gegners sowie einige Fakten bekannt sind, aber die Hausherren nicht so recht wissen, was sich dahinter verbirgt. Eines steht fest: Gibt es vor dem Anpfiff noch gemischte Gefühle, so werden diese spätestens nach 90 Minuten in eine der beiden Richtungen tendieren: positiv oder negativ.

Faktencheck:

  • Hannovers  Trainer  Daniel  Stendel  und  Kickers-Coach  Bernd  Hollerbach  kennen  sich  aus
    gemeinsamen Zeiten als Spieler beim HSV. In der Rückrunde der Bundesliga-Saison 1995/96 kickten sie zusammen für die Rothosen.

  • Hannover 96 erzielte zehn der letzten zwölf, Würzburg neun der letzten elf Treffer in der 2. Halbzeit. Mit jeweils sechs Treffern in der Schlussviertelstunde sind die beiden Teams die gefährlichsten in den letzten 15 Minuten.

  • Hannover  96 erzielte  schon  neun  Tore  nach  ruhendem Ball, keinem anderen Team gelangen mehr Treffer.  Die  Würzburger kassierten  im  Gegensatz  dazu aber  erst  zwei Tore  nach  einer  Standardsituation - nur  Braunschweig und Heidenheim weniger (je einmal).
"Es geht darum, dass wir wissen: 'Wir können's, aber wir müssen das eben auch abrufen und viel dafür tun."
96-Trainer Daniel Stendel


Personalcheck:
Der Kapitän wir bei 96 nicht mit an Bord sein, denn Manuel Schmiedebach setzt noch verletzt aus. Ob es für die zuletzt angeschlagenen Philipp Tschauner und Niclas Füllkrug für einen Einsatz am kommenden Wochenende reicht, bleibt abzuwarten. Uffe Bech, Charlison Benschop und Timo Hübers fehlen weiterhin. Auf der Gegenseite muss Coach Bernd Hollerbach auf Franko Uzelac und Ioannis Karsinidis verzichten.

Zuletzt im DFB-Pokal treffsicher: Unsere Nummer 10, Sebastian Maier

Duell des Tages:
Gefährlich wird es vor dem Gehäuse des Gegners, wenn Elia Soriano auftaucht. Der Würzburger Mittelstürmer hat bislang in zehn Einsätzen in der Liga dreimal eingenetzt. Auch am Aufstieg der Bayern in die zweite Liga war der 27-Jährige, der seit der Rückrunde 2015/16 für die Kickers aufläuft, mit einem Treffer beteiligt. Zudem schoss der Deutsch-Italiener in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals Eintracht Braunschweig mit nur einem Tor aus dem Wettbewerb. Soriano trifft im offensiven Mittelfeld auf sein Pendant Sebastian Maier, der in neun Begegnungen in Liga zwei bisher zweimal den Ball in den gegnerischen Maschen versenkte und sich zudem im Pokal beim 6:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf in die Torschützenliste eintrug. Der 23-Jährige schnürt seit Beginn dieser Spielzeit seine Fußballschuhe für die Roten. Auch der Ex-Paulianer ist gefürchtet, denn der Rechtfuß bringt mit seiner feinen Freistoßtechnik die Torhüter oftmals zum Schwitzen. Trifft Maier, zieht er in der aktuellen Toschützenliste der zweiten Bundesliga mit Soriano gleich. Ein kleines, aber durchaus machbares Ziel.
nr