Profis

Noahs Premierenabend – erst Tor-, dann Interview-Debüt

Er war an allen drei Treffern beteiligt, erzielte dabei seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Profimannschaft und wurde in der 85. Minute unter frenetischem Jubel der 28.500 Fans in der HDI Arena ausgewechselt: Wenn man nach dem 3:2-Heimsieg über Heidenheim am Freitagabend die Frage nach dem Mann der Stunde stellte, lautete die Antwort ganz eindeutig Noah Joel Sarenren Bazee.

"Ein Super-Gefühl"
Abgekämpft und etwas müde war er, als Noah Joel Sarenren Bazee nach dem Abpfiff im Kabinengang angekommen war. Kein Wunder: Zweimal war Hannover 96 im Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten aus Heidenheim in Rückstand geraten, zweimal fiel der Ausgleich – und dann sogar noch der Siegtreffer.

An allen drei Toren war der junge Außenstürmer maßgeblich beteiligt und nachdem er vor Wochenfrist in Düsseldorf noch an der Querlatte gescheitert war, erzielte er nun auch endlich seine erste Bude im Dress der Profis. "Es ist ein Super-Gefühl und ich freue mich, dass ich meinen Teil beitragen konnte", bekundete der 20-Jährige im 96TV-Interview.

Doppelpack?!

Ob die Tor-Premiere direkt ein Doppelpack war – unklar. Das 3:2 in der 70. Minute besorgte er unstrittig selbst, beim 2:2-Ausgleich zwei Minuten zuvor setzte er den Torschützen Niclas Füllkrug mit einer maßgenauen Hereingabe von rechts in Szene. Schwieriger ist es, die Verantwortlichkeiten beim 1:1 kurz vor dem Halbzeitpfiff aufzudröseln. Sicher ist, dass Salif Sané einen langen Ball von der linken Seite zum zweiten Pfosten schlug. Dort stand Noah, der das Leder mit dem Kopf in Richtung Heidenheim-Kasten drückte. Ob Martin Harnik es danach noch so entscheidend touchiert, dass ihm das Tor zuzuschreiben ist, können weder die TV-Kameras noch die Beteiligten selbst ohne Restzweifel auflösen. Offiziell wurde der Treffer dem Österreicher zugeschrieben.

Der allererste Interview-Marathon
Letztlich aber auch egal, denn das Publikum honorierte Noahs starke Leistung bei seiner Auswechslung in der 85. Minute auch so mit Standing Ovations. Und überhaupt: "Im Endeffekt geht es darum, dass wir gewonnen haben", lautete Noahs Zusammenfassung. "Ich freue mich riesig darüber, dass die drei Punkte in Hannover bleiben." Übrigens: Auch den Interview-Marathon an den Fernsehmikrofonen durchlief Noah am Freitagabend zum allerersten Mal nach einem Spiel – Sky-Liveschalte inklusive.

Müßig zu erwähnen, dass er natürlich auch diese letzte Hürde des Tages mit Bravour meisterte. Wie gesagt: Da darf man danach schon mal etwas müde sein.
hec