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"Auch mal dreckig Punkte einfahren"

Im Gegnerinterview mit hannover96.de spricht der ehemalige 96er Moritz Stoppelkamp über die Situation beim Karlsruher SC, sein Verhältnis zu Lars Stindl sowie seine Zeit bei Hannover 96.

Von 2010 bis 2012 in Diensten von Hannover 96: Moritz Stoppelkamp

Moritz, am kommenden Wochenende empfangt Ihr Hannover 96 zum Heimspiel. Auf dem Papier heißt das: Tabellenzweiter gegen Tabellensiebzenten. Was erwartest Du für ein Spiel?

Stoppelkamp: "Ich denke es wird ein sehr umkämpftes Spiel. Hannover ist Tabellenzweiter und das allein zeigt, dass es ein schwieriges Heimspiel wird – aber trotz allem wollen wir nach der Pleite gegen Pauli eine Reaktion zeigen. Und die Mannschaft wird ein anderes Gesicht zeigen, da bin ich mir sicher."

Die Rückrunde läuft bisher eher nicht nach Euren Vorstellungen. Ein Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen sind bislang aus fünf Spielen dabei herausgesprungen. Was muss sich aus Deiner Sicht verbessern, damit Karlsruhe die Abstiegsregion bis zum Ende der Saison verlässt?

Stoppelkamp: "Wir müssen Erfolge einfahren, so einfach ist das. Es ist eine schwierige Situation im Moment - nach dem ersten Sieg gegen Bielefeld haben wir durch späte Gegentore in Bochum und bei 1860 Punkte liegen lassen. Gegen Berlin war unser Auftritt in Ordnung, aber wir standen am Ende mit leeren Händen da. Und St. Pauli war ein derber Ausrutscher, der so nicht vorkommen darf. Es gilt also, zu gewinnen und auch mal "dreckig" Punkte einzufahren."

Du bist zu Beginn dieser Spielzeit vom SC Paderborn zum KSC gewechselt. 21 Einsätze und vier Treffer verbuchst Du bislang auf Deinem Konto. Wie lautet Deine persönliche Zwischenbilanz?

Stoppelkamp: "Ausbaufähig. Ich glaube, das beschreibt es ganz gut."

Apropos persönlich: Hast Du Dich in Karlsruhe schon einmal auf einen Kaffee mit Lars Stindl getroffen, der ja bekanntermaßen seine fußballerischen Wurzeln beim KSC hat? Oder wieviel Kontakt hast Du noch zu Deinen ehemaligen Mitspielern aus Hannover?

Stoppelkamp: "Wir haben sehr viel Kontakt, sind ständig im Austausch. Wir sind sehr gute Freunde durch die Zeit in Hannover. In Karlsruhe selbst waren wir noch nicht auf einen Kaffee - Lars hat ja wenig Zeit zwischen seinen Zauberstunden in der Europa League."

Du bist in der Saison 2010/11 aus Oberhausen nach Hannover gewechselt und hast hier sowohl Liga-, als auch Europa League-Spiele für Hannover 96 absolviert (52). Welche Begegnung ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben?


Stoppelkamp: "Natürlich mein Debüt gegen Eintracht Frankfurt, sowas vergisst man nicht. Und die Verabschiedung von Altin Lala. Und dann natürlich in Sachen Europa League das Hinspiel gegen Sevilla zuhause."
nr