Spielberichte 2016/17

0:2 beim KSC - rabenschwarzer Nachmittag für 96

Das ist bitter: Unsere Mannschaft unterliegt beim Karlsruher SC mit 0:2 (0:1). Stefan Mugosa brachte die Hausherren zunächst früh in Führung (10.), ehe Dimitris Diamantakos per Elfmeter für den Endstand sorgte (70.).

Quartett rotiert in die erste Elf
Vierer-Wechsel in der 96-Startelf: Oliver Sorg und Waldemar Anton rotieren für Fynn Arkenberg (Bank) und Salif Sané (fünfte Gelbe) in die Verteidigung, auf den Außenbahnen beginnen Noah Joel Sarenren Bazee und Uffe Bech für Iver Fossum (Bank) und Felix Klaus (grippaler Infekt). Bei den Karlsruhern gibt Trainer Mirko Slomka Enrico Valentini, Franck Kom und Bendedikt Gimber zunächst eine Chance, Hiroki Yamada und Moritz Stoppelkamp sitzen zunächst auf die Reservebank.

Kein Treffer zum Jubiläum: Martin Harnik gelang in seinem 50. Zweitligaspiel kein Tor.

KSC geht in Führung
Bei bestem Fußballwetter im Wildparkstadion tasten sich beide Teams in der Anfangsphase zunächst ab. Trotz der 17 Grad und Sonnenschein erwischt es die Elf von Coach Daniel Stendel dann eiskalt in Minute neun. Nach Ballverlust an der Mittellinie entwischt Stefan Mugosa und lässt 96-Torhüter Philipp Tschauner im Eins-zu-Eins-Duell keine Chance – 0:1-Rückstand. Kurz darauf hat Sarenren Bazee den Ausgleich auf dem Fuß, wird aber beim Abschluss von der KSC-Defensive gestört. Fünf Minuten später wird es erneut eng im 96-Strafraum. Grischa Prömel überwindet die Defensive der Roten via Lupfer und setzt den KSC-Toptorjäger Dimitrios Diamantakos in Szene, doch Tschauner klärt im letzten Moment per Fußabwehr (14.).

96 mit Chancen auf den Ausgleich
Aufregung dann in den Reihen des KSC, als Bech der Ball im eigenen Sechzehner unabsichtlich an die Hand springt, Schiedsrichter Robert Arlt entscheidet aber: kein Elfmeter (21.). 96 hat zwischenzeitlich den Status Vollbeschäftigung in der Abwehr, weil die Hausherren flott und frech aufspielen. Die Stendel-Elf hingegen kommt in Sachen Aufbauspiel noch nicht so recht in Fahrt – bis die Zeiger der Uhr auf 30 stehen. Ab dann drehen die Niedersachsen auf. Die erste Chance durch Martin Harnik bringt nichts ein, da der Referee auf Abseits entscheidet (31.). Nur zwei Minuten später fischt KSC-Keeper Dirk Orlishausen nach einer Ecke einen Kopfball von Anton aus dem Eck, der Nachschuss Harniks aus spitzem Winkel schlägt nicht ein (33.). 96 macht weiter Druck, Schmiedebach schickt Harnik mit einem Steilpass in die Schnittstelle der Karlsruher Abwehr, Orlishausen ist erneut Gewinner des Duells (42.). Im Gegenzug vereitelt Schmiedebachs Grätsche einen möglichen weiteren KSC-Treffer, weil Mugosa einschussbereit vor Tschauner auftaucht (43.). Bech kann mit seinem Doppelversuch kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich vor dem Pausentee jedoch nicht mehr erzwingen (45./46.).

Elfmeter bringt Entscheidung für den KSC
Die Gastgeber machen dort weiter, wo sie in Hälfte eins aufgehört haben. Aggressive Zweikämpfe und flinkes Spiel nach vorn. Tschauner sorgt kurzzeitig für eine Schrecksekunde bei den 1500 mitgereisten 96-Fans: Dem 96-Schlussmann flutscht das Spielgerät nach einem KSC-Angriff durch die Finger, der Torwart rettet die Kugel aber vor der Linie (50.). Die Roten mühen sich auch in den zweiten 45 Minuten, ins Spiel zu finden, machen sich jedoch selbst das Leben mit oftmals ungenauem Passspiel schwer – und Karlsruhe hält dagegen. Die Badenser sind zwischenzeitlich dem zweiten Treffer näher, als 96 dem Ausgleich.

Gebrauchter Tag für 96
Nach einem Valentini-Freistoß zirkelt Jose Figueras den Ball scharf aufs Tor, Miiko Albornoz rettet jedoch (68.). Der chilenische Nationalspieler klärt auch gegen den eingewechselten Erwin Hoffer, allerdings unsauber im 96-Strafraum. Der Unparteiische zeigt sofort auf den Punkt, Diamantakos verwandelt zur 2:0-Führung für den KSC (70.). Und die Slomka-Elf macht weiter. Bakalorz lenkt den Torschuss von Diamantakos am zweiten Pfosten in letzter Sekunde über die Latte (78.). Das Spiel wendet sich auch in den letzten zehn Minuten nicht zum Guten für 96. Karlsruhe spielt, Hannover 96 verteidigt. So endet die Partie mit einer 0:2-Auswärtsniederlage – ein gebrauchter Tag für Schmiedebach und Co.

Fazit: Keine Punkte in Badener Land. Trotz der 0:2-Niederlage rangieren die Roten mit 42 Zählern nun auf dem dritten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende empfängt 96 dann den TSV 1860 München zum Heimspiel.
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STATISTIK:

Karlsruher SC: Orlishausen - Bader, Gimber, Jordi Figueras, Kempe - Kom, Meffert - Valentini (82. Yamada), Prömel (90.+2 Mehlem), Diamantakos - Mugosa (67. Hoffer)

Hannover 96: Tschauner - Sorg (46. Fossum), Hübner, Anton, Albornoz - Bakalorz, Schmiedebach - Sarenren Bazee (59. Füllkrug), Karaman, Bech (74. Maier) - Harnik

Tore: 1:0 Musoga (10.), 2:0 Diamantakos (70./FE)

Gelbe Karten: Prömel, Valentini / Bakalorz, Sarenren Bazee, Schmiedebach, Albornoz

Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)

Zuschauer: 14.000