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"Hannover ist ein starker Gegner"

Im Gegnerinterview mit hannover96.de spricht der ehemalige 96-Stürmer und heutiger Würzburger Kicker Valdet Rama über 96 als starken Gegner, krasse Gegenteile und die Einstellung für das Spiel.   

Valdet, Du hast von 2009 bis 2011 für 96 gespielt, jetzt stehst Du bei den Würzburger Kickers unter Vertrag. Was ist das für ein Gefühl wieder gegen 96 zu spielen und wie siehst Du Eure Chancen am Freitagabend daheim?

Rama: 
Ich freue mich natürlich riesig auf das Spiel. Hannover ist ein absolut starker Gegner, der nur ein Ziel hat: den Aufstieg. Wir müssen mehr als 100 Prozent geben, über unsere Grenzen gehen, um eine reelle Chance zu haben. Aber klar ist auch: Wir werden gut vorbereitet sein auf das Spiel und alles dafür tun, um am Ende zu punkten. 

Valdet Rama lief von 2009-2011 im 96-Dress auf.

Du kennst Deinen jetzigen Trainer Bernd Hollerbach noch vom VfL Wolfsburg. Ist das für Dich ein Vorteil?

Rama: Ja, wir kennen uns seit der Wolfsburg-Zeit, was den Transfer vielleicht etwas einfacher gemacht hatte, weil der Trainer mich als Typ schon kannte und weiß, wie ich ticke. Aber letztlich ist das kein Vorteil. Ich muss mich hier jeden Tag aufs Neue beweisen und mein Bestes geben. Der Trainer reagiert auf das, was wir ihm unter der Woche anbieten. Egal, wie der Spieler heißt.

Du hast nach 96 bei Örebro SK, Real Valladolid, 1860 München und jetzt bei Kickers gespielt - auch Europa League. Wie waren, beziehungsweise sind diese Clubs im Vergleich zu 96 aufgestellt?

Rama:
Jeder Verein ist anders, hat seine Eigenheiten. Ich bin glücklich, meine Erfahrungen auch im Ausland gesammelt zu haben.

Hast Du noch Kontakte zu ehemaligen 96ern oder nach Hannover?

Rama: Sehr wenig. Mit Schmiedebach schreibe ich ab und zu noch. Ich freue mich ganz besonders, ihn jetzt wiederzusehen, weil wir uns zu meiner Zeit in Hannover schon sehr gut verstanden haben.

In Hannover sind die Erwartungen auf einen sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga sehr hoch - bei Euch ist der Klassenerhalt das Ziel. Wie siehst Du die Ziele bei beiden Clubs?

Rama: Die Gegensätze könnten krasser nicht sein - für uns ging es von Anfang an nur darum, die Klasse zu halten. Sollten wir das schaffen, wäre das noch höher zu bewerten als die beiden Aufstiege zuvor. Hannovers Blick ist ein völlig anderer: Der Wiederaufstieg ist das Ziel, ich denke, dass 96 auch die Qualität, das zu schaffen.

Wo stehen Hannover 96 und die Würzburger Kickers am Saisonende?

Rama: Wie gesagt, für uns gilt es, nach dem 34. Spieltag über dem Strich zu stehen. Dafür arbeiten wir alle gemeinsam hart. Hannover hat den anderen Strich im Kopf.

Ihr steht derzeit im unteren Mittelfeld und müßte versuchen Euch von den Abstiegsplätzen fern zu halten - was für ein Spiel können die Zuschauer am Freitagabend bei Euch in Würzburg erwarten?

Rama: Eines, in dem wir alles geben, mutig und unangenehm sein wollen. Wir wissen um die völlig unterschiedlichen Voraussetzungen auf beiden Seiten. Aber trotzdem: Für uns ist jedes Spiel eine enorme Herausforderung, wir hatten trotzdem in jeder Partie unsere Möglichkeiten. Ich erinnere nur an das Hinspiel.
dk