Vorberichte 2016/17

Bereit für den Derbysieg!?

Heiß aufs Spiel: Am kommenden Samstag treffen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig in der HDI Arena aufeinander (ab 13 Uhr im LIVETICKER). Im Hinspiel gab es ein 2:2-Unentschieden. Geht am 29. Spieltag ein Team als Derbysieger vom Platz?

Aktuelle Form:
Annähernd mit gleichem Ausgang haben beide Kontrahenten die letzten zehn Spieltage absolviert. Zuletzt kehrte Hannover 96 zwar torlos aus Würzburg zurück, einen Zähler gab es für die Elf von 96-Cheftrainer André Breitenreiter trotzdem. Insgesamt fuhr 96 fünf Siege ein, erkämpfte drei Remis und verlor zwei Partien. Mit derzeit 53 Punkten liegen die Roten auf Rang drei und somit in direkter Schlagdistanz zum Rivalen Eintracht Braunschweig. Dem Team von Coach Torsten Lieberknecht erging es jüngst ähnlich: Fünf Siege, vier Unentschieden und eine Niederlage stehen bei den niedersächsischen Nachbarn zu Buche. Macht am Ende Platz zwei mit 54 Zählern. Am vergangenen Spieltag gab es für die Braunschweiger Löwen einen knappen Last-Minute-Sieg gegen die SG Dynamo Dresden. Ein Treffer in der 92. Minute reichte, um den Dreier ins Ziel zu bringen. Hauchdünn ist also der Vorsprung des hannoverschen Konkurrenten in der Tabelle, zum Schneiden dick könnte hingegen die Luft in der HDI Arena sein, wenn die Gäste am kommenden Samstag im Derby antreten müssen.

Was bisher geschah:
Eines der 15 Remis zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gab es beim 2:2-Unentschieden im Eintracht-Stadion. Nach einem 1:2-Rückstand zur Halbzeit erarbeiteten sich die Roten am Ende noch einen Punkt. Die Gesamtbilanz ist hingegen durchaus ausgeglichen. In 49 Aufeinandertreffen siegte 96 17 mal und verlor ebenfalls 17 mal. Zuhause hat Hannover 96 allerdings die Nase vorn: Elf Heimsiege, neun Remis und nur drei verlorene Spiele sind in der Ligastatistik verzeichnet. Die letzten Aufeinandertreffen im Unterhaus vor 15 Jahren verliefen nicht nach den Vorstellungen der Hannoveraner.

Mit 0:1 und 2:3 unterlagen die Roten in beiden Partien. Der letzte Derbysieg ist ebenfalls eine gefühlte Ewigkeit her. Vor 19 Jahren gelang Hannover 96 in der Regionalliga durch ein Treffer von Gerald Asamoah ein 1:0-Erfolg gegen den Erzrivalen aus Braunschweig. Zeit für eine Neuauflage!

Faktencheck:

  • 96 ist das beste Heimteam im Unterhaus (35 Punkte) und verlor keines seiner letzten zwölf Heimspiele (zehn Siege, zwei Remis). Die einzige Heimniederlage in dieser Spielzeit gab es am 4. Spieltag beim 0:2 gegen Dresden.

  • Hannover 96 blieb in den letzten fünf Pflichtspielen ohne Gegentor  - neuer Vereinsrekord im Profifußball seit Bundesliga-Gründung 1963. Zuletzt traf Dimitrios Diamantakos gegen 96, beim Karlsruher 2:0 am 4. März - das ist exakt 470 Minuten her.

  • 96-Coach Andre Breitenreiter ist im Unterhaus seit acht Partien ungeschlagen (sechs Siege, zwei Remis) und verlor mit Hannover und Paderborn nur zwei seiner letzten 22 Zweitligaspiele (15 Siege, fünf Remis).

Personalcheck:
Bis auf die Langzeitverletzten und Noah Joel Sarenren Bazee (Kniereizung) kann 96-Trainer Breitenreiter auf den kompletten Kader zurückgreifen. Sein Gegenüber Lieberknecht muss auf Marcel Correia verzichten, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert.

Duell des Tages:
Da könnte es klingeln! Im Derby treffen die beiden Stürmer Martin Harnik und Domi Kumbela aufeinander. Der 96-Toptorschütze hat zwar erst 25 Zweitligaspiele für 96 und somit ein Viertel der Spiele seines Kontrahenten auf dem Buckel, aber schon 14 Mal eingenetzt und zwei Vorlagen gegeben. Mit dieser Quote liegt der Offensivakteur der Roten auf Rang drei der Zweitliga-Torschützenliste. Mit ganz anderen Zahlen kann sein Pendant aufwarten: Satte 100 Partien in Liga zwei hat Kumbela bereits für Braunschweig absolviert, dabei 41 Tore erzielt und zehn Vorlagen geliefert. In dieser Spielzeit versenkte der Eintracht-Angreifer allerdings erst elf Mal den Ball im gegnerischen Kasten und rangiert damit auf Platz sieben der Torjägerliste. Um auf Harnik aufzuschließen, müsste nicht nur ein Dreier für die Gäste her, sondern zugleich ein Hattrick von Kumbela. Den schaffte der Kongolese zuletzt 2014 beim 4:2-Sieg gegen den Hamburger SV in der ersten Bundesliga. Dabei kann es bleiben.
nr