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"Hannover ist der klare Favorit"

Für Andre Hoffmann ist das bevorstehende Spiel ein besonderes Spiel – allerdings steht er nach seiner Roten Karte aus dem letzten Spiel gegen St. Pauli nicht im Kader. Im Gegnerinterview mit hannover96.de spricht "Hoffi" dennoch über die Partie, über seine Rückkehr in die Heimat und seine bisherige Zeit bei Fortuna Düsseldorf. 

Andre, Anfang des Jahres hast Du den vorübergehenden Schritt von der Leine an den Rhein gewagt. Jetzt bist Du ausgerechnet für das Spiel gegen Hannover gesperrt. Wie gerne hättest Du an deiner alten Wirkungsstätte mitgemischt?

Andre Hoffmann: Es ist natürlich extrem bitter, weil es eigentlich das Spiel ist, worauf ich mich am meisten gefreut habe. Ich habe viele Freunde in Hannover und es sind mir viele Menschen, die ich in den vier Jahren bei 96 kennengelernt habe, sehr ans Herz gewachsen. Von daher hätte ich sehr, sehr gerne gespielt, aber letztendlich kann ich es nicht ändern und muss es so hinnehmen.

Was erwartest Du für ein Rückspiel am Sonntagmittag?

Andre Hoffmann:
Hannover ist der klare Favorit. Wir sind personell ein wenig angeschlagen, da uns wichtige Spieler fehlen. Dennoch kommen wir, um etwas mitzunehmen. Ich kenne beide Mannschaften gut und weiß, dass wir dazu in der Lage sind, auch wenn wir am Sonntag der Außenseiter sind.

Seit mittlerweile vier Monaten bist Du nun in Düsseldorf. Hast Du Dich bereits eingelebt? 

Andre Hoffmann: Ja, absolut. Der Wechsel in den Westen war für mich auch ein Stück weit "nach Hause kommen". Ich habe meine komplette Familie und viele Freunde hier, von daher war die Eingewöhnungszeit sehr kurz. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen, sodass ich mich schnell sehr wohl gefühlt habe.  

Nach einer guten Hinserie, die Düsseldorf auf dem achten Tabellenplatz abgeschlossen hat, seid Ihr nun Drittletzter im Rückrundenklassement. Woran liegt es, dass die Fortunen nach der Winterpause die gezeigten Leistungen nicht bestätigen konnten?

Andre Hoffmann: Wir haben in der Rückrunde bisher ähnlich gute Leistungen gebracht wie in der Hinrunde. Allerdings haben wir es verpasst, in den richtigen Momenten zu punkten. Es waren zuletzt viele Spiele dabei, in denen wir überzeugt haben, es jedoch am Ende leider nicht geschafft haben, die Spiele auch zu gewinnen. Wir sind eine Mannschaft, die unheimlich viel Potenzial hat, die es aber noch nicht schafft, Woche für Woche dieses Potenzial über 90 Minuten konstant auf den Platz zu bringen. Das ist das, was wir uns vorwerfen müssen und weswegen wir noch einmal in den Abstiegskampf reingerutscht sind. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität hat, da unten wieder rauszukommen.

Aktuell wartet Ihr seit fünf Spielen auf einen Sieg und rangiert mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf dem elften Platz. Hat der Klassenerhalt momentan die höchste Priorität?

Andre Hoffmann: Ja, absolut. Wenn man vier Spieltage vor Saisonende so wenig Abstand nach unten hat, dann geht es nur noch darum, die Klasse zu halten. Es ist extrem unerfreulich, dass wir in den Abstiegskampf hineingeraten sind, aber jetzt sind wir nun einmal drin und müssen versuchen, dort gemeinsam wieder herauszukommen. Ich gehe davon aus, dass wir die guten Leistungen der letzten Wochen in den kommenden Spielen auch in Punkte ummünzen können. 

Beim 2:2-Unentschieden gegen Union Berlin am 27. Spieltag hast Du zudem Dein Startelfdebüt gefeiert. Was war das für ein Gefühl für Dich, nach langer Zeit wieder von Beginn an auf dem Platz zu stehen?

Andre Hoffmann: Ein unheimliches gutes Gefühl. Ich habe mir in der Vorbereitung einen Muskelfaserriss zugezogen, sonst wäre ich eventuell auch schon eher zum Einsatz gekommen. So habe ich eine Zeit lang gebraucht, um wieder reinzukommen. Die Jungs auf meiner Position haben es auch gut gemacht und daher war ich sehr geduldig. Ich wollte einfach da sein, wenn ich gebraucht werde und ich glaube, dass ich in den Spielen, die ich von Anfang an gemacht habe, das Vertrauen auch zurückgezahlt habe. Auf diesem Niveau wieder 90 Minuten spielen zu dürfen, freut mich natürlich sehr.

Abschließend: Wo stehen Düsseldorf und 96 am Ende der Saison?

Andre Hoffmann: Ich gehe davon aus, dass wir die Klasse halten und 96 aufsteigt. Am Wochenende drücke ich natürlich der Fortuna die Daumen, weil wir die Punkte auch dringend brauchen.