Vorberichte 2016/17

Das große Finale im Hardtwald

Am Sonntag ist es soweit: Im BWT-Stadion am Hardtwald trifft unsere Mannschaft im letzten Spiel der Saison auf den SV Sandhausen - und es geht um nicht weniger als den direkten Aufstieg in die Bundesliga. In unserem Vorbericht haben wir die möglichen Szenarien und alles Wichtige zur letzten Begegnung in Sandhausen zusammengefasst. 

Aktuelle Form:
Das letzte Heimspiel gegen den Tabellenersten VfB Stuttgart zeigte deutlich: Die aktuelle Form unserer Roten stimmt und zwar nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Der Treffer durch Felix Klaus und auch jedes einzelne Tor der Bielefelder im Parallelspiel gegen den BTSV wurde lautstark von den 49.000 Fans gefeiert und auch unsere Jungs auf dem Platz haben ein wahres Spitzenspiel abgeliefert. Mit dem 1:0-Sieg gegen die Schwaben sind 96 und der VfB nun punktgleich, die Stuttgarter führen die Tabelle jedoch aufgrund eines besseren Torverhältnisses an.

Am Sonntag geht es deshalb nur um eines: Den Aufstieg perfekt zu machen. Ein Unentschieden würde Schmiedebach und Co. ausreichen, um die direkte Rückkehr in die erste Bundesliga zu schaffen. Trotz allem gilt es, auch einen Blick auf die Ergebnisse auf den Nebenplätzen zu werfen: Der BTSV müsste in Karlsruhe bei gleichzeitiger Niederlage unserer Mannschaft wohl einen Kantersieg landen, um uns auf den dritten Tabellenplatz zu verdrängen - aktuell haben die Roten eine um sechs Treffer bessere Tordifferenz. 96 könnte sogar noch die punktgleichen Stuttgarter überholen, sollten diese parallel gegen Würzburg nicht erfolgreich sein. Für die Kickers geht es um den Klassenerhalt - es wird also noch einmal richtig spannend!

"Das macht uns sehr selbstbewusst. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen wirklich tolle Leistungen gebracht. Das gibt ihnen Selbstvertrauen und genau diese Zuversicht, das in Sandhausen fortzusetzen."
96-Trainer André Breitenreiter

Was bisher geschah:
Bisher trafen der SV Sandhausen und Hannover 96 nur einmal aufeinander: In der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften mit einem torlosen Remis. Die Sandhäuser sicherten sich bereits im letzten Spiel mit einem 1:0 gegen Würzburg den Klassenerhalt und spielen damit die sechste Saison in Folge in der zweiten Liga. Im achten Spiel unter André Breitenreiter ist 96 ungeschlagen und holte mit ihm 20 von 24 möglichen Punkten. In sieben dieser acht Spiele stand bei unseren Roten dabei hinten die Null. Mit nur 31 Gegentreffern liefert die hannoversche Defensive den Ligatiefstwert und ließ mit insgesamt 16 Weißen Westen hinten nichts anbrennen.

Faktencheck:

  • Florian Hübner wechselte im Sommer 2016 vom SVS nach Hannover – er bestritt vorher 65 Zweitligaspiele (sechs Tore) für die Sandhäuser.

  • Sollten Hannover und der VfB Stuttgart in die Bundesliga aufsteigen, würden alle BL-Absteiger sofort wieder aufsteigen. Das gab es zuvor nur 1995/96 in der eingleisigen 2. Liga, als Bochum und Duisburg ins Oberhaus zurückkehrten.

  • Niclas Füllkrug stand in der 2. Bundesliga in drei Spielen gegen Sandhausen in der Startelf und erzielte jeweils ein Tor (für Fürth und Nürnberg); bei seinen zwei Einwechslungen gegen den SVS blieb er torlos.

Personalcheck:
96-Trainer André Breitenreiter muss im letzten Ligaspiel auf drei Leistungsträger verzichten. Salif Sané fehlt nach seiner Roten Karte am vergangenen Spieltag ebenso gesperrt wie Martin Harnik (fünfte Gelbe) und Edgar Prib (zehnte Gelbe). Ansonsten steht hinter einem möglichen Einsatz von Kapitän Manuel Schmiedebach (nach Wadenverletzung) noch ein Fragezeichen. SVS-Trainer Kenan Kocak kann weiterhin nicht auf die Verletzten Daniel Gordon, Damian Roßbach, Max Jansen und José Pierre Vunguidica zurückgreifen. Dafür könnte aber Torjäger Andrew Wooten in den Kader zurückkehren, der nach einer Oberschenkelverletzung in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.

Übrigens: Für alle Fans, die am Sonntag nicht vor Ort in Sandhausen dabei sein können, bieten wir zum Saisonfinale einen Audio-Livestream an. Außerdem gibt's natürlich wie gewohnt unseren 96-Liveticker!
ih