Profis, Stimmen

"Die Jungs haben eine klasse Leistung geboten"

Nach der ersten Saisonniederlage und einem umkämpften Spiel bei Borussia Mönchengladbach zeigt sich 96-Cheftrainer André Breitenreiter dennoch sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die einen mutigen und couragierten Auftritt geboten hat. Lest hier alle Stimmen zum Spiel!

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Die Schiedsrichter haben es schon schwer genug. Es wurden alle Optionen des Videobeweises ausgeschöpft und wenn ich die Bilder sehe, dann kann man den Elfmeter schon geben. Ich glaube das geht in Ordnung. Der Spielverlauf war genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben über das ganze Spiel hinweg wirklich klasse gespielt. Wir sind Aufsteiger, wir kommen hierher, spielen toll in der Spieleröffnung, mutig, haben Möglichkeiten nach vorne, verteidigen defensiv kompakt und haben die Situation mit Martin, in der er selbst überrascht war. So eng sind die Spiele manchmal.

Ich habe den Jungs gesagt, dass sie heute eine klasse Leistung geboten haben und dass wir heute aufgrund der Standardstärke der Gladbacher geschlagen wurden. Wir gehen diesen Weg weiter, dazu gehört auch mal eine Niederlage. Jetzt haben wir 14 Tage Zeit, zu regenerieren und Kräfte zu sammeln und dann gehen wir auch wieder gestärkt hervor.

Fohlen-Coach Dieter Hecking: Wir wussten, dass das heute ein selbstbewusster Gegner sein wird. Ein 1:6 steckst du natürlich nicht so leicht weg, dass merkst du schon in der einen oder anderen Situation, wo man das Risiko vielleicht nicht geht. Wir sind erst nicht so gut reingekommen, aber dann hat man gemerkt, die Mannschaft nimmt Fahrt auf, kommt enger in die Zweikämpfe und hat sich in das Spiel hineingebissen. In der Phase gehen wir verdient in Führung. Das Ärgerliche ist, dass das André dann super macht und Füllkrug einwechselt. Dann ist die Zuordnung nicht mehr da und das wird sofort ausgenutzt. Ab dann war es ein offener Schlagabtausch und man wäre auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Ein riesen Kompliment an meine Mannschaft. Man sieht jedes Wochenende, wie eng die Spiele sind und wie sehr man sich das erarbeiten muss.

96-Manager Horst Heldt: Ich bin auch ein Befürworter des Videoassistenten und sie haben alles ausgeschöpft. Sie haben sich beraten, der Schiedsrichter hat es sich nochmal angeschaut und dann gepfiffen. So wie man das anhand der Bilder sieht, ist es okay, wenn man das pfeift. Der Zeitpunkt war mehr als ärgerlich. Ein paar Minuten vorher können wir das 2:1 machen. Es war ein sehr intensives Spiel und spannend bis zum Schluss. Wir haben heute alles gegeben, wir hätten einen Punkt verdient gehabt, aber so ist das manchmal im Fußball.

Gladbach-Sportdirektor Max Eberl: Wir haben den Videobeweis, wir haben den Schiedsrichter, der sich die Situation nochmal angeschaut hat. Mehr Sicherheit kann man einem Schiedsrichter nicht geben. Von unserer Seite war es eine hohe Dynamik, mit der der Spieler in den Zweikampf geht und mit dem Risiko, dass das eben passieren kann. Dementsprechend haben wir die Beweise - der Schiedsrichter war da und hat entschieden.  

Fohlen-Mittelfeldspieler Vincenzo Grifo: Das entscheidet der Schiedsrichter. Ich kann sagen, dass ich den Ball mitnehme, mir aber ein Stück zu weit nach vorne lege. Als der Ball dann weg war, trifft er mich am Schienbein. Ich bin sehr froh, dass es den Videoassistenten gibt und dass der Schiri sowas entscheidet.