Stimmen

"Das Tor am Ende hätte nicht sein müssen"

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Eintracht Frankfurt fasst Pirmin Schwegler am 96TV-Mikrofon die Partie aus seiner Sicht zusammen. Seht hier das Flash-Interview und lest die weiteren Stimmen zum Spiel!

96-Trainer André Breitenreiter: Natürlich ist ein Sieg, wenn der Treffer in der letzten Minute fällt, immer etwas glücklich. Aber letztendlich muss man schon klar sagen, dass er, wenn man die 90 Minuten betrachtet, auch nicht ganz unverdient ist. Wir haben heute über 90 Minuten keine gute Leistung gezeigt und können erstmals nicht mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, waren in der Spieleröffnung viel zu unruhig und haben viel zu viele leichte Fehler gemacht. Auch im Spiel gegen den Ball – insbesondere in der ersten Halbzeit – waren wir viel zu passiv. Trotzdem haben wir nach zwanzig Minuten besser ins Spiel gefunden, haben selber Aktionen nach vorne gehabt und haben zu dem Zeitpunkt dann auch nicht unverdient den Ausgleich durch eine Standardsituation gemacht – Salif hat sich endlich belohnt. Wir wollten nach der Halbzeit rausgehen und aktiver bleiben, aber das ist uns nicht gelungen. Nun müssen wir die richtigen Schlüsse aus dem Spiel ziehen. Wir heben ja immer mahnend den Zeigefinger vor großer Erwartungshaltung. Das sind alles enge Spiele, wo Kleinigkeiten entscheiden - und die waren heute nicht auf unserer Seite.  

96-Keeper Philipp Tschauner: Wie das zweite Tor entsteht, ist natürlich ärgerlich: Ein weiter Ball vom Torhüter, dann verlieren wir den Zweikampf, Haller legt ihn ab und Rebic haut ihn rein. Das war eine ähnliche Situation wie in Gladbach, wo Stindl das Ding knapp vorbeischießt. Diesmal haut er den Ball gut rein. Es ist schon ärgerlich, kurz vor Schluss so zu verlieren. Wir sind uns bewusst, dass, wenn wir an unser Leistungsmaximum rankommen, schwer zu schlagen sind. Wir sind heute nicht an unser Maximum herangekommen – und waren trotzdem schwer zu schlagen. Allerdings hat uns heute vorne die Durchschlagskraft gefehlt. 

96-Manager Horst Heldt: Nach jeder Niederlage ist man enttäuscht. In der Bundesliga sind die Spiele immer eng für uns. Die Eintracht hat das zur Zeit patentiert, weil sie häufiger in den letzten Minuten noch ein Tor gemacht haben. Wir haben jetzt zweimal hintereinander in der Schlussphase noch das Tor bekommen, was ärgerlich ist, aber insgesamt muss man sagen, dass wir heute auch nicht so ein Spiel abgeliefert haben, wie wir uns das vorgenommen hatten. Die Eintracht war dann vielleicht einen Tick besser und hat heute, auch wenn es ein Sonntagsschuss war, verdient gewonnen. Wir waren heute nicht so dominant, wie wir das in den Heimspielen zuvor waren. 

Eintracht-Coach Niko Kovac: Der Sieg war sicher nicht unverdient. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aber nachgelassen. Wir sind über die 13 Punkte sehr glücklich, aber es ist zu früh für ein großes Fazit. Wir spinnen nicht, da einige vor ein paar Tagen alles noch etwas negativ gesehen hatten. Wir müssen hart weiterarbeiten. Natürlich ist es schön bei so einer heimstarken Mannschaft zu gewinnen. Trotz allem haben wir nicht alles richtig gemacht und müssen uns weiter verbessern. Aber es bleibt dabei: Es ist verdammt eng in der Liga und deswegen ist jeder Sieg Gold wert.

SGE-Verteidiger Marco Russ: Wenn man ein Tor so kurz vor Schluss macht, ist es zwar immer glücklich aber heute war der Sieg definitiv verdient. So ein Spiel noch zu gewinnen ist natürlich immer super. Wir haben generell in der zweiten Halbzeit weniger zugelassen. Es ist sehr wichtig, dass wir Prince in der Mannschaft haben, ihn kann man immer anspielen und er bringt die nötige Ruhe ins Spiel. Jedes Spiel ist für mich etwas Besonderes, ich freue mich immer auf dem Platz zu stehen.

Eintracht-Offensivmann Marius Wolf: Es war ein besonderes Gefühl für mich, gegen meine alten Kollegen in der Startelf dabei zu sein. Jedoch liegt die volle Konzentration auf Eintracht Frankfurt und meiner Mannschaft. Wir kamen in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel als in der ersten Halbzeit. Beim Tor habe ich "Seb" starten sehen und habe den Ball dann durchgesteckt. Es war ein verdienter Sieg für uns. Gegen Dortmund wollen wir so auftreten, dass wir da auch etwas mitnehmen werden. Ich bin da sehr zuversichtlich.