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"Es ist schön, so einen Sieg zu holen"

Unsere Roten haben sich auf ihre Stärken besonnen und schalteten in der zweiten Halbzeit gegen den FC Augsburg den "Beast Mode" an. Doppel-Torschütze Niclas Füllkrug sicherte mit seinen beiden Jokertoren den 2:1-Auswärtssieg. Sein Fazit zum Spiel und weitere Stimmen lest Ihr hier!

96-Siegtorschütze Niclas Füllkrug: Wir sind glücklich und es ist schön, so einen Sieg zu holen. Man hat gesehen, dass die Augsburger ganz schön Druck gemacht haben in der ersten Halbzeit und wir gar nicht in unser Spiel kamen. Das war aber gerade für die Augsburger auch sehr kräftezehrend. In der zweiten Hälfte konnten sie dann nicht mehr ganz so gegenpressen wie vorher, daher hatten wir das ein oder andere Mal etwas mehr Raum. Wir sind besser aus der Kabine gekommen, hatten eine bessere Einstellung und haben eine bessere Präsenz auf dem Platz an den Tag gelegt.

96-Mittelfeldakteur Pirmin Schwegler: Wir waren in der ersten Halbzeit sehr enttäuscht von unserer Leistung, da gab es klare Worte vom Trainer. Wichtig ist, dass man da eben nicht aufhört, sondern anders rausgeht. Dafür wurden wir belohnt, das ist natürlich schön. Wir kamen nicht so dazwischen, konnten die Gegenangriffe nicht gut unterbinden. Wenn man gewinnt, ist das morgen wieder vergessen, weil die drei Punkte heute richtig, richtig gut tun.

96-Außenverteidiger Matthias Ostrzolek: Im Fußball ist alles möglich. Das war eine katastrophale erste Halbzeit, da hatten wir Glück, dass wir nur mit einem 0:1 in die Pause gehen. Dann haben wir uns nochmal neu gesammelt, haben gesagt, dass da noch alles drin ist, wenn wir unsere Einstellung zum Spiel verändern. Das haben wir in der zweiten Halbzeit getan. Da haben wir dagegengehalten und unsere spielerischen Akzente durchgesetzt. Insgesamt hatten wir sogar die Torchancen, um das früher zu entscheiden. Bis zum Schluss war es also sehr eng.

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Wir haben erst ab der zweiten Halbzeit an diesem Spiel teilgenommen, zuvor waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Wir waren zweikampfschwach und zu passiv, das haben wir in der Pause deutlich angesprochen. Wir haben dann eine total veränderte Mannschaft in der zweiten Hälfte auf dem Platz gesehen, wir haben druckvoll gespielt, uns auch Chancen erarbeitet und das Spiel gedreht. Da hat die Mannschaft gezeigt, wie wir in der Liga spielen müssen: Immer am Limit. Dann haben wir Erfolgserlebnisse auf dem Platz, können guten Fußball spielen und setzen den entscheidenden Treffer in der Schlussphase für uns.

96-Manager Horst Heldt: Am Anfang haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Augsburg hat das sehr gut gemacht, wir haben da nicht dagegengehalten und zu viele Fehler gemacht, worauf Augsburg gewartet hat. Allein die Eckball-Statistik spricht Bände, da können wir froh sein, dass wir noch mit 0:1 in die Halbzeit gegangen sind. In der zweiten Hälfte haben wir viel, viel besser gespielt. Der Trainer hat da entscheidend agiert, auch mit einem gewissen Risiko. Am Ende des Tages hat es sich ausgezahlt, da hätten wir vorher schon das 1:2 machen können. Augsburg war in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut, daher ist es auch okay, dass wir gewonnen haben. Es war ein sehr intensives Spiel.

FCA-Sportdirektor Stefan Reuter: Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, mit vielen Torchancen, die wir konsequenter nutzen müssen. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so gut auf den zweiten Bällen, sind nicht mehr so gut angelaufen, hatten aber trotzdem Tormöglichkeiten. Wir haben heute super Torchancen liegen lassen. Daher ist das extrem bitter, hier mit leeren Händen dazustehen.

Augsburg-Coach Manuel Baum: Wir sind sehr verärgert über diesen Spielverlauf. Wir haben in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen liegen lassen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichen und wir helfen bei beiden Gegentoren kräftig mit. Daraus müssen wir lernen. Eine gute Halbzeit reicht in der Bundesliga nicht.

Augsburg-Kapitän Daniel Baier: Wir haben gerade in der ersten Halbzeit so dominant und überlegen gespielt, wie noch nie in dieser Saison. Da gehst du nur mit einem 1:0 in die Halbzeit, da ist klar, dass Hannover in der zweiten Halbzeit nochmal alles nach vorne wirft. Das haben wir nicht gut ausgespielt und schlecht verteidigt, dann verlierst du so ein sicher geglaubtes Spiel zuhause.

FCA-Torschütze Michael Gregoritsch: Wir waren bis zum 1:1 die klar dominierende und bessere Mannschaft, haben gar nichts zugelassen. Dann stehen wir etwas ungeordnet, es kommt die Flanke, er bekommt ihn vor die Füße und schießt ihn rein. Da verlieren wir etwas den Kopf, wir sind alle geschockt, dass wir überhaupt eine Torchance gegen uns bekommen und dann sogar ein Tor. Marvin Hitz hält uns da noch im Spiel und dann bekommen wir das Gegentor. Sehr ärgerlich!